Bautagebuch

Während des Baus und auch noch einige Zeit danach haben wir verschiedene (für uns) interessante Ereignisse in einem Blog veröffentlicht. So konnten Freunde und Familie (und andere Interessierte) dem Fortschritt folgen. Irgendwann nach der Fertigstellung des Hauses ist das allerdings eingeschlafen. Nicht, dass nichts mehr passiert (die Basteleien gehen weiter, hauptsächlich im Garten und im Keller), aber das regelmäßige Veröffentlichen in chronologischer Reihenfolge kommt einfach nicht mehr vor. Ggf. werden wir hin und wieder auf dieser Seite einzelne Artikel zu verschiedenen Basteleien veröffentlichen. Vorerst allerdings gibt es hier nur den letzten Stand des Hausblogs eingefroren für Interessierte zum Nachlesen.

Da ein Teil der Familie in England lebt, geht es hier zur englischen Version

Wir bauen uns ein Haus...

Von: Markus am 23.01.2011

Manu & Markus"Wir", das sind Manu und Markus, zwei Informatiker aus dem schönen Thüringen. Beide in Ilmenau studiert und nach kurzem Gastspiel wieder hierher zurückgekehrt. Nachdem wir uns jetzt also sicher sind hier bleiben zu wollen, soll ein eigenes Heim her. Wie sich das für anständige Nerds gehört werden wir die Vorbereitungen und den Bau im Netz begleiten (schon für die neugierigen Familien und Freunde, die nicht immer am Ort wohnen).

Weil wir grad von den Vorbereitungen sprachen: die sind schon seit geraumer Zeit im Gange. Seit knapp einem Jahr suchen wir schon nach einem passenden Grundstück (dazu in einem anderen Artikel mal noch mehr) in und um Ilmenau. Wenn man dann ein solches erstmal gefunden hat heißt das noch lange nicht, dass es losgehen kann. Ein Grundstückskauf ist eine Sache für sich. Bis da jeder, der gern was dazu sagen will auch wirklich seinen Senf abgegeben hat und alle Gebühren bezahlt sind können schonmal einige Monate ins Land gehen. Mittlerweile ist der Teil allerdings so gut wie abgeschlossen, so dass wir endlich weiterkommen.

Was für ein Haus soll es eigentlich werden? Der Hintergedanke war immer größtmögliche Zukunftssicherheit, speziell was das Heizen angeht. Ursprünglich war daher ein Passivhaus in unserem Fokus. Allerdings verträgt sich das nicht so richtig mit dem Wunsch eine (oder auch mehrere) Katzen zu haben, die rein und raus sollen. Wir haben uns bezüglich Bauweise so ziemlich alles angeschaut: Fertigteilhäuser wie bspw. von Dennert, Holzständerbauweise, Stein auf Stein gemauert... Die Möglichkeiten sind heutzutage ja quasi unendlich. Hängengeblieben sind wir letztlich bei einer bestechend einfachen Idee: welcher Energielieferant schickt denn keine Rechnung? Richtig, die Sonne. Ilmenau ist ja nun geradezu berühmt für seine Sonne ("In Ilmenau, da ist der Himmel blau, da tanzt der Ziegenbock mit seiner Frau" ist ein lokaler Wahlspruch), auch wenn zugezogene das nicht immer bestätigen können (Ilmenau ist durchaus auch für seinen allseitigen Regen berüchtigt). Trotzdem erschien (und erscheint) uns der Gedanke des Heizens mit Sonnenenergie logisch: ein "normales" Haus kombiniert mit einer Heizenergiequelle, die auf absehbare Zeit nicht ausgehen wird. Über diesen Weg sind wir schließlich beim Sonnenhauskonzept hängengeblieben. Ein Dach voller Kollektoren, ein großer Pufferspeicher und (fast) fertig ist die Heizung. Realisiert werden soll unser Sonnenhaus von der Firma Helma, die hier ganz in der Nähe eine Niederlassung hat (und wir damit einen lokalen Ansprechpartner).

Wie gesagt: geschehen ist schon einiges (dazu später mehr), da kommende Jahr wird wohl aber noch wesentlich ereignisreicher. Wir sind gespannt...

Was bisher geschah...

Von: Markus am 23.01.2011

Wie schon im ersten Artikel erwähnt ist schon einiges passiert seit wir uns entschlossen haben ein Haus zu bauen. Hier mal ein kurzer (naja, fast) Abriss der Geschichte.

Los ging's Mitte/Ende 2009. Irgendwie kam die Idee auf, dass wir ein Haus bauen könnten. Uns gefällt die Gegend hier ja ganz gut, in einer Mietwohnung wollen wir beide nicht das ganze Leben wohnen, Altersvorsorge etc. und außerdem brauche ich ja Platz für mein Schlagzeug. Oder so ähnlich. Wir haben also erstmal etwas recherchiert um einen Eindruck zu bekommen, was geht und was wir uns so leisten können und wollen. Ein guter Einstieg ist ein Besuch im Musterhauspark in Erfurt. Dort haben verschiedene Anbieter in verschiedenen Techniken Häuser hingestellt und man kann sich mal einen Überblick verschaffen, was so geboten wird (auch wenn das beiweitem nicht alles ist). Zusätzlich haben wir uns natürlich noch im Netz umgeschaut und einige interessante Dinge gefunden. Ein Hauptthema für uns ist Zukunftssicherheit. So sind wir ursprünglich bei einem Passivhaus gelandet. Der – eigentlich logische – Grundgedanke: keine Heizung, keine ständig steigenden Heizkosten. Haben wir uns also mal etwas genauer angesehen. Das Problem: man nenne uns fantasielos, aber ein Haus, in dem man den ganzen Winter kein Fenster öffnen kann macht uns etwas nervös. Wenn es sauber funktioniert, wunderbar. Aber wenn nicht? Was ist bspw. wenn man längere Zeit im Urlaub ist? Die Körperwärme wird ja bei der Heizung mit einkalkuliert. Wir waren noch etwas skeptisch...

Manu hat bei der Recherche im Netz einiges an Infomaterial angefordert, so auch von Helma. In deren Paket war auch ein Gutschein für eine kostenlose Hausberatung an deren Standort in Zella-Mehlis dabei. Außerdem bekamen wir eine Einladung zu einem Vortrag über Solarthermie, eine Technologie, die wir bisher gar nicht auf dem Radar hatten. Wir haben beide Angebote angenommen und waren von der Technik sehr angetan (ok, ich bin leicht zu begeistern, wenn es um Technik geht). Unser gedankliches Problem wäre gelöst: wir könnten ein Haus bauen, was wir quasi "normal" benutzen können ohne über die Nachteile von Passivhäusern nachzudenken (ich kann mir bspw. nicht vorstellen, dass die Lüftungsanlage lautlos ist. Aber ich bin auch kein Experte auf dem Gebiet.), wären aber nicht abhängig von den Ideen und Wünschen der Gas-/Öl-/Stromversorger (ok, technisch gesehen brauchen wir natürlich trotzdem etwas Strom für den Betrieb der Heiztechnik wie Pumpen etc.). Gefällt uns...

 Um mal einen Eindruck zu kriegen, wie das Haus aussehen könnte haben wir uns auf der Helma-Webseite umgeschaut und sind auf das Haus "Leipzig" gestoßen. Nun... um mich war's geschehen. Die große Glasfläche... die Galerie... schick. Nachdem wir im Musterhaus in Baiersdorf waren, waren die Diskussion eh überflüssig. Ich hab das Wohnzimmer betreten und gedacht: "Genau so will ich das." Ok, vereinfacht die Entscheidung, macht aber andere Dinge komplizierter (dazu gleich). Unsere Freunde haben die Idee des Sonnenhauses mit seinem Speicher jedenfalls erstmal aufgegriffen und mir eins zum Geburtstag geschenkt.

A sun house made of cakes
Mein Sonnehaus 2009

Das Problem: ich wusste jetzt genau, wie unser Haus aussehen soll. Dummerweise bin ich etwas zickig, was meine Privatsphäre angeht... Naja, große Glasfläche... Privatsphäre... Die Glasfläche muss also auf jeden Fall von der Straße weg zeigen. Außerdem soll genug Platz zu den Nachbarn sein. Naja und dann muss die Dachseite auch noch nach Süden zeigen, weil sie mal die Kollektoren für die Heizung trägt. Das schränkt die Grundstückswahl schon ein: kein Nordhang (klar), die lange Seite Nord-Süd ausgerichtet (wegen des Platzes zu den Nachbarn) und die Straße im Norden (so dass die Glasfläche hinterm Haus ist). Außerdem darf die Südseite natürlich nicht verbaut sein. Hm... Wir haben uns in und um Ilmenau einige Grundstücke angeschaut (man entwickelt mit der Zeit eine ganz gute Fähigkeit aus den Bildern der Online-Anzeigen über das Luftbild auf die Lage des Grundstücks zu schließen) und verworfen. Mal war die Ausrichtung falsch (da hätte die Glasfront seitlich neben die Straße gezeigt), dann wieder war der Platz zum Nachbarn sehr klein (neu ausgewiesene Baugebiete sind da ware Meister im Dicht-an-Dicht-Packen von Häusern), mal war es ein Nordhang, der auch noch mit verfallenen Stollen unterminiert ist (Ilmenau liegt am Nordrand des Thüringer Waldes und war früher mal eine Bergbauhochburg) und dann war der Grundstückspreis wieder zu hoch (auch wenn der im Verhältnis zu größeren Städten hier spottbillig ist). Schließlich und letztendlich hat es über 5 Monate gedauert und einige Makler beschäftigt bis wir unser Wunschgrundstück gefunden hatten: Ausrichtung fast Nord-Süd, Straße fast im Norden, massig Platz und sehr nah an Ilmenau (wenn auch nicht direkt in der Stadt). Ein paar Nachteile gab/gibt es ja immer, also: die Größe war noch unklar (ok, eigentlich ein Vorteil: wir konnten es uns so ein Stück weit raussuchen), der Kaufpreis (natürlich Verhandlungssache), der Anschluss an eine Kläranlage (nicht vorhanden, wir müssen eine Kleinkläranlage bauen) und zuguterletzt die Genehmigung für die Ausrichtung des Hauses (das Grundstück verlauft etwa nach 160°, wir müssen das Haus aber nach 180° ausrichten. Deutsches Baurecht, wissen schon...).

Trotz der Unklarheiten setzen wir uns im Juni 2010 mit Makler und Verkäufern zusammen und reden mal über Größe und Preis des Grundstücks. Da unsere Vorstellungen nicht allzuweit auseinander liegen einigen wir uns auf folgendes Vorgehen: wir gehen sozusagen in Vorleistung und beauftragen eine Architektin mit der Planung des Hauses und der Erstellung einer Bauvoranfrage um die Drehung des Hauses im Grundstück und damit die grundsätzliche Machbarkeit zu klären. Dafür reservieren uns die Verkäufer das Grundstück solange (und das war am Ende recht lang...) Wir rotieren also los und beauftragen unseren Teil (da wird man ja schon das erste Mal arm. Wobei man sagen muss: die Architektin wurde mit Unterschrift des Hausvertrages von Helma übernommen, aber dazu später). Im Juli wird das Bodengutachten angefertigt und wir erhalten die ersten Entwürfe des Hauses. Wie das so ist: da müssen Dinge abgeändert werden. Sehr angenehm: unsere Architektin reagiert schnell und flexibel auf unsere Wünsche. Selbst unsere amateurhaften Skizzen akzeptiert sie anstandslos und formt sie zu etwas, das man auch tatsächlich bauen kann. So schaffen wir es Mitte August die Bauvoranfrage einzureichen. Die soll uns noch etwas länger beschäftigen...

In der Zwischenzeit ist aber erstmal die Frage der Finanzierung zu klären. Die erste Kostenschätzung seitens Helma stimmt uns sehr nachdenklich: soviel können wir uns nicht leisten, denken wir. Nachdem unsere Finanzberaterin unsere Verhältnisse durchleuchtet hat sind wir wieder etwas optimistischer. Sollte gehen. Ende Oktober (man beachte: nach über zwei Monaten!) platzt der erste Notartermin zum Grundstückskauf, weil wir immernoch keinen Bescheid über die Bauvoranfrage haben. Dem Vernehmen nach hat unser Helma-Berater hart verhandelt, da der Wunsch nach der Drehung des Hauses nicht wirklich gut ankam. Letztlich überließ die Behörde die Entscheidung der Gemeinde und die war einverstanden. Den Bescheid haben wir dann extra noch selbst im Landratsamt abgeholt, damit auch nichts mehr schiefgeht. Am 3.11. (wohlgemerkt: Ende Juni waren wir uns mit den Verkäufern über alles einig) können wir endlich zur Unterschrift des Vertrages schreiten. Dann ist ja alles geklärt... Denkste.

Bis so ein Vertrag wirksam wird müssen tausende Sachen geprüft werden, x Behörden wollen was dazu sagen (und dafür Gebühren einstreichen) etc.pp. Weder wir noch die Verkäufer hatten damit gerechnet, dass das so lang dauert (vor allem die Prüfung ob das Grundstück zwischen 1933 und 1990 enteignet wurde zieht sich). Wir beauftragen in der Zwischenzeit schonmal die Vermessung. Aber auch damit haben wir kein Glück: am 24.11. fängt es an zu schneien. Im Großen und Ganzen versinkt Deutschland im Chaos (ok, die Gegend hier ist das gewohnt und daher recht unproblematisch), im Kleinen und Privaten müssen wir warten, da die Vermesser bei soviel Schnee nichts arbeiten können. 6.12.: immernoch keine Vermessung. Dafür unterhalten wir uns kurz drauf mit der Bank und sind recht optimistisch, was die Finanzierung angeht. Und es schneit weiter...

Damit uns nicht zu langweilig wird (und weil wir vor Weihnachten Urlaub haben) lassen wir uns schonmal eine Küche für's Haus planen. Erstens wollen wir wissen, wieviel Geld wir dafür etwa einplanen müssen und zweitens könnten wir ja noch Änderungen am Grundriss vornehmen, wenn es nötig wäre. Ist es, wir lassen an einer Stelle noch eine kleine Wand einplanen. Die Vermesser haben uns derweil ganz oben auf die Liste gepackt, aber es schneit ja noch. Wir lassen uns solang noch eine Küche planen – der Vergleichbarkeit wegen...

Die Zeit zwischen den Jahren bringt nochmal hektische Betriebssamkeit. Wir wollen noch einige Preisvorteile und Boni mitnehmen und müssen daher mit der Vertragsgestaltung fertig werden. Also noch letzte Änderungen (auch dank Anregungen von außen) an den Grundrissen, einige Dinge in Eigenleistung übernommen (andere dafür wieder nicht mehr) und wir unterschreiben am Stichtag den Vertrag. Unter Vorbehalt natürlich, weil noch sind ja Finanzierung und Grundstückskauf nicht durch (man erinnere sich: wir warten noch auf die Genehmigung nach Grundstückverkehrsordnung, die Sache mit den Enteignungen).

Das neue Jahr bringt erstmal was positives: es taut. Wir schauen mal am Grundstück rum um die Vermesser notfalls in Marsch zu setzen und sind beeindruckt: drei Meter hohe Schneehaufen. Hm, die Nachbarn haben wohl zusammengeschoben... Egal, die Vermesser können trotzdem und am 12.1. ist das Grundstück vermessen. Zum Vororttermin mit dem Vermesser geht mir erstmal so richtig auf, wie groß 1200m² sind. Hm, ich brauche einen Rasentraktor... Kurz drauf können wir alles Unterlagen für die Kreditvergabe bei der Bank einreichen. Nur das Grundstück haben wir immernoch nicht. Aber auch da deutet sich schon Besserung an: die Post möchte uns ein Einschreiben zustellen (hat uns aber nicht angetroffen). Kann eigentlich nur der Brief vom Notar sein, dass es endlich weitergehen kann.

A marker in the snow
Der momentane Stand: Das Grundstück ist mit formschönen Markierungshölzern (und natürlich den zugehörigen Grenzsteinen) vermessen. Wir warten auf Nachricht vom Notar, dass wir zahlen können und dann alles weitergeht.

Geld los werden “mit befreiender Wirkung” …

Von: Manu am 24.01.2011

… so zumindest die Formulierung im notariellen Grundstückskaufvertrag. Denn heute war es soweit: vom Notar kam der Brief, das wir den Kaufpreis überweisen können, da alle Fälligkeitsvoraussetzungen erfüllt sind. Das haben wir dann getan und “mit befreiender Wirkung” den Kaufpreis auf das Konto des Verkäufers überwiesen. Sehr befreiend so ‘nen Haufen Geld loszuwerden - doch, so eine bürokratische Formulierung kann doch manchmal sehr treffend sein

… und was ich noch sagen wollte: MEINS, MEINS, MEINS - zumind. zur Hälfte ;-)

Wofür eigentlich der ganze Aufwand?

Von: Markus am 29.01.2011

Wofür treiben wir den ganzen Aufwand eigentlich? Was soll am Ende rauskommen wenn wir fertig sind mit bauen? Nun, ein Haus offensichtlich, aber wie soll das aussehen?

Fangen wir die virtuelle Hausführung mal im Erdgeschoss an. Den Keller sparen wir uns, der ist – wie die meisten Keller – momentann noch minderspannend. Alle Skizzen sind übrigens nicht maßstabsgetreu. Sie sollen bloß einen groben Einblick geben, wie das Haus innen aufgeteilt ist. Außerdem stehen alle Skizzen quasi “auf dem Kopf, will heißen: Norden ist unten.

Das Erdgeschoss

Wir kommen zur Haustür rein (ebenerdig, ohne Treppe) und stehen erstmal in einem recht großzügigen Flur neben der Treppe. Als allererstes dürfte wahrscheinlich vielen Leute die runde Wand gegenüber auffallen. Dahinter versteckt sich das Herzstück der Heizung: ein 7-8m³ großer, wassergefüllter Pufferspeicher, der mit den Kollektoren auf dem Dach aufgeheizt wird. Rechts das Bad mit Dusche/WC ist eher als Gästebad vorgesehen (obwohl anzunehmen ist, dass wir nicht jedesmal aus dem Wohnzimmer nach oben laufen). Links passend dazu dann das Gästezimmer. Irgendwo muss man die ja auch hinpacken. Weiter ins Wohnzimmer: wir wollten eine offene Architektur mit viel Licht (wer will das heute nicht?) Also fällt als erstes auf: eine 2,5m breite Glasfläche über zwei Etagen die zusammen mit den beiden großen Terrassentüren viel Licht in den Raum lässt. Welchen Bodenbelag dieses Licht übrigens da bescheint ist noch stark in der Diskussion zwischen der Holdesten aller Holden und mir... Ganz wichtig und quasi ein K.O.-Kriterium: die offene Küche. Wir können es beide nicht ab, wenn einer in der Küche verschwindet und der andere die Gäste bespaßen darf. Also eine offene Küche, wo jeder auch mal neugierig einen Blick mit werfen kann. Außerdem kann man die Gäste so zum Zutaten schnippeln anstellen.

Weiter eine Etage höher (ich nehm die Treppe, aber wer will kann sich auch gern die Galerie hochhangeln):

Das Obergeschoss mit zwei Kinderzimmern, einem Schlafzimmer und einem Bad

Wenn man die Treppe hochkommt blickt man zuerstmal wieder auf die große Glasfläche und in den Garten. Rechts noch ein Bad, diesmal mit Badewanne. Links das Schlafzimmer, auch nicht weiter spannend. Die beiden südlichen Zimmer sind momentan als Kinderzimmer gelabelt. Bevor die Familien jetzt einen Luftsprung machen: da könnte genausogut "Arbeitszimmer" oder sonstwas stehen. Ähem...

Tja, wenn man dann am Ende der Galerie angelangt ist kann man wieder ins Wohnzimmer gucken (und denjenigen, die geklettert sind dabei zuschauen, wie sie sich abmühen).

Der Keller wird vom Grundriss her übrigens ähnlich zum Erdgeschoss mit einem großen, beheizten Raum, den ich später mal für Schlagzeug und Co. ausbauen möchte.

Wie wird das wohl aussehn?

Von: Manu am 06.02.2011

Um einen kleinen Einblick zu bekommen, wie das ganze dann mal aussehen wird, haben uns die Mühe gemacht und unsere bereits vorhandenen Möbel in den geplanten Grundriss gestellt. Geholfen hat uns dabei Sweethome3D.

Blick in den Wohnbereich Wer einen Blick direkt in den Wohnbereich erhaschen möchte, kann sich in diesem Foto auch gleich auf die Suche nach unserem zukünftigen Haustier begeben. Das durfte natürlich in dem 3D-Modell nicht fehlen :-)

Auftragsbestätigung eingegangen

Von: Markus am 19.02.2011

Ausschnitt aus der HausauftragsbestätigungGestern in der Post: die Auftragsannahme von Helma.Wir haben zwar nicht dran gezweifelt, dass der kommt, aber jetzt haben wir es schriftlich: Helma möchte mit uns zu den vereinbarten Bedingungen ein Haus bauen.

Ausmisten, die Erste

Von: Manu am 20.02.2011

Es sammelt sich so einiges an mit den Jahren, vor allem nach diversen Umzügen und einer Haushaltszusammenführung. Also haben wir beschlossen (= ich habe festgelegt), dass in den nächsten Monaten jetzt regelmäßig ausgemistet wird. Heute waren die Klamotten meines Mannes und noch nicht entpackte Umzugskartons an der Reihe. Ergebnis: zwei große Beutel mit Klamotten für die Kleiderspende, meine wiedergefundene Osterdeko-Box und eine Kiste mit Zeug zum verschenken.

Jetzt geht's nicht mehr zurück

Von: Markus am 03.03.2011

Heute morgen waren wir bei der Bank in Sonneberg und haben die Kreditverträge unterschrieben. Damit gehört unsere Arbeitskraft auf absehbare Zeit zumindest zum Großteil der Bank. Dafür konnten wir heute abend dann bei Helma die Vorbehaltsausräumung unterschreiben, die bisher den Vertrag quasi "auf Eis" gehalten hat. Damit ist der Weg also frei für die Erstellung des Bauantrages und damit für den hoffentlich baldigen Beginn des Baus (für "bald" = "irgendwann in den nächsten 2-3 Monaten"). Hurra!

Höhenvermessung

Von: Markus am 08.03.2011

Vermesser auf dem GrundstückMal wieder eine Kleinigkeit geschafft: die Höhen auf dem Grundstück sind eingemessen und wir haben festgelegt wo das Haus stehen soll. Das ist notwendig damit der Bauantrag fertiggemacht werden kann. So waren wir also heute mit unserem Hausberater, dem Tiefbauer und dem Bauleiter vor Ort und haben rote Kreuze in die Wiese (und auf meine Finger) gesprüht und einmal rundrum die Höhen abgenommen. Helma wird jetzt den Bauantrag fertigstellen, der uns nochmal zur Prüfung zugeht und dann kann der auch abgegeben werden.

"Hier entsteht ein HELMA-Haus"

Von: Manu am 13.03.2011

Helma-BauschildBei unserem Sonntagsausflug zum Grundstück erwartete uns heute eine kleine Überraschung. Offenbar war von Helma nochmal jemand dagewesen und hat ein Bauschild aufgestellt. Hier entsteht also jetzt unser HELMA-Haus - ganz offiziell. Jetzt muss nur noch das mit dem Bauantrag genauso schnell gehn wie das Schild ;-)

Ein Luftbild...

Von: Markus am 20.03.2011

Damit man mal so grob eine Vorstellung von der Umgebung des Hauses hat hier mal ein Luftbild. Ich hab heute das schöne Wetter genutzt und war ein wenig fliegen und fotografieren. A****kalt war's, aber es hat sich gelohnt. Geht man mit der Maus über das Bild sieht man die Grundstückgrenze, das Haus (großes Viereck) und die Garage (kleines Viereck). Zumindest so, wie's geplant ist. Falls es jemandem auffällt: ja, uns gehört dort ein klitzekleines Stück Straße. Lohnt sich allerdings nicht, dort ne Schranke aufzubauen.

Luftbild des Grundstücks
Schematische Darstellung des Grundstücks

Fortführungsnachweis und Bauantrag

Von: Markus am 31.03.2011

Wieder mal ein kleiner rechtlicher Fortschritt: wir haben den Fortführungsnachweis vom Katasteramt bekommen. Damit ist aus Katasteramtssicht das Grundstück jetzt geteilt und unser Teil hat eine eigene Grundstücksnummer. Nun fehlt noch das Grundbuchamt und dann gehört uns das ganze endgültig. Außerdem haben wir von Helma die erste Version der Pläne für den Bauantrag bekommen. Da sind allerdings ein paar Kleinigkeiten schiefgegangen, die gerade noch korrigiert werden. Unsere Ansprechpartner sind da glücklicherweise sehr auf Zack wenn wir irgendwelche Probleme haben.

Bauantrag abgegeben

Von: Markus am 18.04.2011

Wieder ein klein wenig bürokratischen Aufwand erledigt: der Bauantrag ist abgegeben. Am Wochenende kam ein Paket (ja, wirklich ein Paket) mit 4 Ausgaben des Antrags von Helma. Wir haben das dann heute morgen alles unterschreiben dürfen (und zwar mehrfach. Gefühlte 75 Unterschriften.) und in der Mittagspause im Bauamt abgegeben. Unser Ansprechpartner dort hat uns auch versichert, dass es an sich nicht lang dauern dürfte, da wir ja schon die Bauvoranfrage gestellt haben.

Außerdem waren wir auf dem Weg zum Bauamt nochmal am Grundstück und haben uns mit dem Bodengutachter getroffen. Wir brauchen nämlich noch ein Versickerungsgutachten um das Regenwasser auf dem Grundstück versickern zu dürfen. Schon lustig: die treiben einen Bohrer in den Boden und schütten dann Wasser in das Loch. Aus der Zeit die das braucht um zu versickern können die dann bestimmen, ob sich der Boden für eine Versickerung eignet. Was es nicht alles gibt…

Die erste Teilzahlung...

Von: Markus am 21.04.2011

Wie im Hausvertrag vorgesehen: die ersten 5% des Hauses sind bezahlt. Nach dem Erhalt der Bauantragsunterlagen waren die fällig und (wie zu erwarten war) die Rechnung hat nicht lang auf sich warten lassen.

Gartenhüttenbau

Von: Markus am 26.04.2011

Wir haben da immer so ein etwas unpraktisches Problem mit dem Grundstück: bis jetzt ist es eine Wiese. Man kann dort also fast nichts lagern oder gar mal wegsperren. Daher wollten wir (solange der eigentliche Bau noch nicht losgegangen ist) schonmal einen Geräteschuppen im Garten bauen. Wir hatten uns was schickes rausgesucht für rund 500€ und wollten das bestellen. Der nächste Baumarkt, der die betreffenden Hütten hat, ist in Arnstadt und so sind wir vor ein paar Wochen da hingegondelt um die Bestellung auszulösen. Auf dem Parkplatz dort standen einige Hütten rum, wo wir spaßenshalber mal einen Blick drauf geworfen haben und siehe da: anderer Hersteller, größer, mit Anbauten und zum gleichen Preis. Hellweg (die Baumarktkette) hatte 40-jähriges Jubiläum und hat die Teile als Sonderangebote deutlich unter Preis rausgehauen (40% billiger um genau zu sein). Haben wir natürlich zugeschlagen.

Ein Fundament braucht die Hütte natürlich auch noch, also beim Baustoffhandel ein wenig Frostschutz und Pflaster bestellt. Heute waren wir dann noch im Baumarkt und haben die Dacheindeckung gekauft. Ich bin jetzt also stolzer Besitzer einiger Pakete Bitumenschindeln und Dachpappe und eines Muskelkaters. Ist das Zeug schwer...

Nächstes Wochenende soll das Fundament gesetzt werden. Die Lieferung der Hütte dauert leider wohl noch ein wenig.

Abends halb acht auf dem Grundstück...

Von: Markus am 28.04.2011

Ufff... wir sind halt nur Informatiker... aber: der Rasen über dem zukünftigen Fundament der Gartenhütte ist abgestochen und beiseite geschafft. Hat auch nur gut ne Stunde gedauert...

Das ausgestochene Stück Wiese
3 x 2,5 m² Rasen raus. Morgen kommt noch ein wenig mehr raus.
Pflaster und Kies
Am Wochenende kommt dann das wieder rein. Und die 5 Tonnen Frostschutz, die morgen noch kommen.

Und fertig ist das (Gartenhütten)Fundament!

Von: Markus am 30.04.2011

Was für zwei Tage! Mir (und nicht nur mir) tut alles weh. Heute haben wir unter tatkräftiger Mithilfe meines Vaters das gepflasterte Fundament für die Gartenhütte fertiggestellt. Aber von vorn, am besten als Bildgeschichte. Nochmal zur Erinnerung: vorgestern hatten wir den Rasen über dem Fundament abgestochen.

Manu und Markus beim Graben
Das Loch musst natürlich noch tiefer. Also haben wir gestern unter tatkräftiger Mithilfe von Freunden nochmal gut 30cm Erde entfernt.
Markus im frisch ausgehobenen Loch

 So sah das dann am Ende aus: ein schönes viereckiges Loch und ein einigermaßen stolzer Markus darin.

Ein Überblick über die Baustelle
Die Zutaten für ein gepflastertes Fundament: ein Loch (grad noch so zu sehen), 5 Tonnen Frostschutz (links), 2 Tonnen Pflasterkies (war am Ende zuviel) und 9 m² Pflaster (war auch zuviel).
Markus beim Abkippen von Frostschutz
Eigentlich doof: erst gräbt man das Loch aus, dann füllt man es gleich wieder. Die neu gekaufte Schubkarre leistet dabei hervorragende Dienste
Manu beim Verdichten des Frostschutzes
Und immer wieder: verdichten, verdichten, verdichten. Das Fundament soll am Ende ja auch halten und sich möglichst wenig setzen. Das Verdichten mit so einer Platte ist übrigens richtig anstrengend. Ein Hoch auf den Erfinder der Rüttelplatte!
Markus und Vater beim Pflastern
Obendrauf Plasterkies sauber waagerecht abgezogen und schon kann's losgehen mit dem Verlegen und Festklopfen
Manu auf dem fertig gepflasterten Fundament
Nach vielen Stunden: endlich fertig. Manu hat das Fundament gleich mal in Besitz genommen.
Die Bilanz des Tages: eine fertige Fundamentplatte (sogar waagerecht, mit Zugang für die Stromversorgung und schick anzusehen), jede Menge Blasen an den Händen (sogar mein Vater wollte am Schluss nicht mehr so richtig) und ein massiver Sonnenbrand. Vielen Dank an alle Helfer (einschließlich der Nachbarn, die unkompliziert Strom über den Zaun geworfen haben)!

Die Baudurchsprache...

Von: Markus am 04.05.2011

... ist eine aufwändige und zeitraubende, aber recht interessante Veranstaltung. Genau zu der waren wir nämlich heute bei Helma und haben mit unserem Bauleiter durchgesprochen wie welche Rohre verlegt werden, was für Innentüren+Klinken wir kriegen, wie die Fenster aussehen, welche Dachziegel es sein sollen etc.pp. Insgesamt 5 Stunden haben wir fleißig diskutiert und entschieden damit uns das Haus dann auch gefällt.

Der Telekom-Bauherrenservice

Von: Markus am 10.05.2011

Man will im Haus ja dann auch mal Telefon/DSL haben und wendet sich daher an den Telekom Bauherrenservice, der für solche Anfragen da ist. Da gibt man dann all seine Daten ein und bittet um Kontakt. Bevor die eigentliche Anfrage abgeschickt wird versucht das System aber erstmal noch zu "helfen":

Mögliche Problemlösung: Virenscanner installieren
Die Telekom schlägt die Installation eines Virenscanners vor...
 Leider sagt die Telekom nicht, wo man den Virenscanner installieren soll: auf dem anfragenden Rechner? Auf dem Grundstück? Auf dem Telekom-Hilfesystem? Fragen über Fragen…

 

Überraschung von der Bank

Von: Manu am 07.05.2011

Heute war die Finanzierungsbestätigung von der Bank im Briefkasten - Hurra! Voraussetzung Nr. 1 für den Baubeginn ist erfüllt - und sogar die, für die ich prognostiziert hatte, dass es wohl die letzte sein wird.

Für alle, die sich jetzt fragen "Wie, jetzt erst die Finanzierungsbestätigung, solltet ihr das nicht schon länger wissen?" - Doch, wissen wir, die Darlehnsverträge sind bereits seit langem unterschrieben, aber Helma möchte von der Bank bestätigt haben, dass sie auch ihr Geld bekommen. Für diese Erklärung seitens der Bank muss die Grundschuldeintragung im Grundbuch sichergestellt sein, dafür war wiederrum musste die Eintragung der Vermessung ins Liegenschaftskataster und ins Grundbuch durch sein - daher die Verzögerung.

Trommelwirbel ....

Von: Manu am 12.05.2011

Hallo Frau Brückner,
BG ist raus,ich brauche nichts mehr,
Schönen Tag

Das war die Antwort auf die Anfrage beim Bauamt, ob noch was fehlt?

In den nächsten Tagen müßte sie also eintrudeln, die Baugenehmigung :-D

Das Bauamt war schnell...

Von: Markus am 14.05.2011

Über die Geschwindigkeit des Bauamtes kann man sich wirklich nicht beschweren. Am 18. April haben wir den Bauantrag abgegeben und heute ist schon die Antwort da. Der Bau unseres Hauses ist wie erwartet genehmigt. Rund 360 Gramm wiegt das Teil. Natürlich nochmal der komplette Antrag einschließlich Bescheid.

Mit dem Antrag haben wir auch das links zu sehende Baustellenschild erhalten. Wie wir das in Deutschland immer so machen muss dieses Ding am Grundstück gut sichtbar angebracht werden. Der große rote Punkt zeigt laut Wikipedia übrigens, dass das ein genehmigungspflichtiger Bau ist (wenn auch im vereinfachten Verfahren nach §63 b ThürBO).

Gartenhütte in 2:57...

Von: Markus am 15.05.2011

So schnell kann es gehen, wenn man eine Gartenhütte aufbaut:

Naja, in der Realität waren das leider zwei Tage und wie man sieht sind wir noch nicht fertig.Wir wollten unseren Nachbarn heute nachmittag einfach nicht mehr zumuten die Dachpappe noch anzunageln (von den Schindeln ganz zu schweigen). Normalerweise sollte der Bau einer solchen Hütte schneller gehen, aber leider mussten wir an einigen Stellen fast alle Teile nacharbeiten (deswegen bauen wir relativ am Anfang mal fast alles wieder ab). Außerdem haben wir die Hütte deutlich verändert. Der Boden ist entfallen und der Eingang dadurch schwellenlos (was einen veränderten Fundamentaufbau zur Folge hat) und sie hat das Holzlager als Anbau bekommen. Irgendwann die Tage muss noch das richtige Dach drauf, aber sonst ist das ganze schonmal ziemlich schick.

Der Film ist übrigens mit einer Canon IXUS 40 (günstig auf ebay geschossen) und CHDK erstellt.

Dachdecken für Anfänger

Von: Manu am 18.05.2011

... so schwer kann's ja nicht sein, ein paar Schindeln auf's Dach unserer Gartenhütte zu bringen. Also, einen halben Tag Urlaub genommen und gegen halb zwei nachmittags ging's dann los.

Erstmal die Dachpappe festgenagelt, dann wollten wir mit den Schindeln weitermachen. Aber bereits am Ende der ersten Bahn erwartete uns ein Problem - irgendwie war zwar alles mögliche Werkzeug in der Hütte zu finden, aber nichts um die letzte Schindel der Reihe abzuschneiden. Hmm? Nehmen wir das doch das Brotmesser vom Mittagessen! ... Das Brotmesser hat durchgehalten aber ist jetzt reif für die Insel ;-)

Das Ergebnis kann sich aber wirklich sehen lassen. Besonders natürlich, wenn meine beste Hälfte den Dachfirst schmückt ;-)

Von Hausnummern, Regentonnen und Wettprognosen

Von: Manu am 05.06.2011

Wir haben eine Hausnummer! Sehr unbürokratisch lief das ganze - jetzt warten wir noch auf das offizielle Schreiben von der Gemeinde.

Arbeitsteilung

Außerdem ist in den letzten Tagen einiges passiert: wir haben jetzt eine Regenrinne und eine Regentonne, eine Begrenzung für unser Holzlager, gestrichene Balken für den Boden des Holzlagers, Sturmhaken an der Hüttentür gegen das nervige Geklapper, vernünftige Türbeschläge, endlich ein fertiges Dach und ein aufgeräumtes Hütteninnenleben.

 Am Samstag überraschten uns am Grundstück nach der Mittagspause noch zwei Freunde, dass so wir helfende Hände und endlich wieder ein paar viele Fotos hatten.

 Und wer hätte es gedacht: heute wurde sogar unsere Regentonne eingeweiht - es hat endlich geregnet!

Nur bei großen Hütte lässt der nächste Schritt gerade auf sich warten - die Chancen für meine Wette, dass im Juni nichts mehr passiert, stehen gut (was ich aber nur so halbgut finde).


Hummeln im ...

Von: Manu am 11.06.2011

... Boden.

Auf unserem Grundstück haben wir gestern ein Hummelnest entdeckt. Sie sehen ja so flauschig aus ;-)

Leider wurde gestern das Gras abgemäht, was den Hummeln wohl nicht so wirklich gefallen hat. Heute sah das Nest irgendwie ziemlich durcheinander aus - mal abwarten, wie sich das entwickelt. Angeblich können sich über den Sommer in so einem Hummelnest bis zu 300 Hummeln ansammeln.

Achja, und sonst: wie gesagt, das Gras ist ab, der gepflanzte Essigbaum scheint nach der Dürreperiode noch nicht ganz tot und das Holzlager haben wir heute fertiggestellt. Jetzt werden wir wohl demnächst mal Holz bestellen ...


Ausführungszeichnungen und erste Bauaktivitäten

Von: Markus am 05.07.2011

Leider haben wir einige Zeit auf die Bauausführungszeichnungen gewartet, da der Statiker wohl etwas überlastet war. So habe ich meine Wette verloren, dass es im Juni noch losgeht. Sehr zu Manus Freude... Egal, mittlerweile sind die Ausführungszeichnungen da und wir haben auch schon einige Dinge, die sich noch ändern müssen (teilweise war das schon vorher klar). Die werden wir am Freitag mit Herrn Ziegler (unserem Bauleiter, den wir wohl noch gar nicht vorgestellt haben) besprechen. Danach geht dann hoffentlich alles seinen geplanten Gang und wir fangen im Juli noch an mit Bauen.

Worauf wir auch schon einige Zeit warten ist die Bestätigung der WAVI (Wasserversorger), dass sie unser Grundstück versorgen werden und wie das ablaufen soll. Offenbar haben die's nicht so ganz mit der Kommunikation, sondern bauen lieber. Als ich nämlich gestern mit Freunden noch eine kleine Feierabendrunde mit dem Fahrrad gedreht habe, habe ich nicht schlecht gestaunt: wir haben ein Loch am Grundstück. Die Straße ist offen, Abwasser- und Wasserleitung liegen frei und werden offenbar angeschlossen. Zum Glück an der richtigen Stelle: wir hatten ja eigentlich darum gebeten, dass man uns anruft, damit wir sagen können, wo der Anschluss reinkommen soll. Ist nicht passiert, aber der Baggerfahrer hat sich sehr zu unserer Freude für die richtige Stelle entschieden (nämlich so weit, wie möglich hangabwärts). Wenigstens geht es da so los, wie wir das wollen.

Mmmhmmm ...

Von: Manu am 07.07.2011


... lecker!

Die erste Ernte auf unserem Grundstück steht kurz bevor. Mal schauen, was ich kleines daraus zaubern werde ...

Neue Hausnummer und Verzögerungen

Von: Markus am 15.07.2011

Die gute Nachricht zuerst: ein weiterer kleiner bürokratischer Schritt ist getan, wir haben einen offiziellen Bescheid über unsere zukünftige Hausnummer erhalten. Das mag sich trivial anhören, aber für Versorger wie Telekom und Co. scheint das wichtig zu sein. Auf Flurstücken reagieren die jedenfalls immer mit dezenter Verwirrung.

So richtig vorwärts geht's im Moment trotzdem nicht und schuld daran sind immernoch die Ausführungszeichnungen. Wo Menschen arbeiten passieren eben Fehler und von einigen davon werden wir gerade getroffen. So ein Haus ist ja ein recht komplexes Ding, so dass beim Einarbeiten von Korrekturen auch mal Sachen untergehen. Unsere geänderten Ausführungszeichnungen sind jedenfalls nicht in einem Zustand wo wir sie unterschreiben wollen. Überraschenderweise haben sich plötzlich Fenster verschoben, einige bemusterte Dinge fehlen und an einigen Stellen stimmen die Flächen nicht. Wir drehen also noch eine Runde...

Wiese gemäht (schon wieder)

Von: Markus am 30.07.2011

Beim ersten Mal Wiese mähen (lassen) für den Bau waren wir etwas zu optimistisch über den Fortschritt. Jedenfalls ist in der Zwischenzeit das Gras wieder gewachsen und eigentlich muss das wieder weg. Da ich sowieso schon immer mal ausprobieren wollte, wie das mit einer Sense ist hab ich mir (nach mehreren mißglückten Anläufen) eine vernünftige Sense zugelegt und 1100m² mit der Hand gemäht. Der Vorteil: das geht eigentlich immer, sogar Samstag Mittag, so leise wie das ist. Und Spaß macht es auch noch.

In other news: die Ausführungszeichnungen sind nach 1,5 weiteren Runden unterschrieben und Helma ist mit der Beauftragung der ausführenden Firmen beschäftigt. Es kann also nicht mehr ewig dauern...

Gemähte Wiese am Grundstück
Schön leise mit der Sense gemäht...

 

Und schon wieder Rasen gemäht...

Von: Markus am 10.08.2011

So langsam wird's zur Regel. Diesmal haben wir endlich mal den neuen Rasenmäher ausprobiert und gleich mal das halbe Grundstück gemäht. Dank Mulcheinsatz braucht man kein Gras wegbringen, sondern lässt es einfach liegen. Schon praktisch. Aber auch deutlich lauter, als die Sense.

Ansonsten bleibt noch zu vermelden: wir haben endlich einigermaßen abschließende Tiefbauangebote, wissen welche Kleinkläranlage wir wollen und wenn alles klappt, dann geht es laut Vorhersage von Herrn Ziegler in der 34 KW (also übernächste Woche) los. Wir warten gespannt...

Holzlieferung die Erste...

Von: Markus am 17.08.2011

Irgendwie scheint das unser Schicksal zu sein, dass beim Hausbau alles etwas länger dauert. Ich wollte vor dem Ausheben der Baugrube noch das Brennholzlager füllen um schonmal einen Sommer mehr zum Trocknen zu haben und auch das wäre beinahe noch an Verzögerungen gescheitert. Heute hat es dann aber doch noch geklappt und wir haben jetzt die erste von 3 Lieferungen schön säuberlich geschichtet im Holzlager. Ich hab jetzt taube Fingerspitzen von den Holzscheiten...

2 rm Holz aufgeschichtet
2rm Holz. Soll laut Beschreibung des Sonnenhauses etwa 1/2 Jahresbedarf sein. Mal schauen.

 

Roll camera and... Action!

Von: Markus am 28.08.2011

Der Grundriss ist abgesteckt, ab morgen rollt der Bagger. "Endlich!" möchte man sagen. Nachdem ich das Blog am 23.1. mit dem Gedanken "wird ja bald losgehen" live geschaltet habe ist es nun nach 7 weiteren Monaten soweit. Was ist bei sowas langwierigem, wie einem Hausbau immer wieder interessant? Richtig, der Fortschritt. Der wird (hoffentlich durchgängig) von einer kleinen Kamera dokumentiert, die alle paar Minuten ein Foto macht. Das ganze wird am Ende einen Zeitraffer ergeben, auf dem man hoffentlich vom abgesteckten Grundriss bis zum fertigen Haus alles sehen kann. Ab morgen kommt's drauf an…

Markierungspflock am Grundriss
Ziemlich massiv, die Markierungen.
Der markierte Grundriss in der Wiese.
So macht sich das Haus mal im Grundstück breit.

Kamera von hinten auf einem Metallwinkel an eine Holzwand geschraubt
Kein richtiges Stativ, aber es hält die Kamera stabil an ihrem Ausguck.
Kameralinse von außen durch die Wand fotografiert
Little camera is watching you! Ich muss den Handwerkern noch beibringen, dass man sie auf den Bilder nicht erkennen kann (und soll). Nicht dass sich einer auf den Schlips getreten fühlt.

Weitere Verzögerungen...

Von: Markus am 30.08.2011

Wir haben kein richtiges Glück gerade: beim Tiefbauer wurde am Wochenende eingebrochen und Werkzeug im Wert von 30.000 € geklaut.Jetzt brauchen die bis Donnerstag um das neu zu beschaffen. Es dauert also noch ein paar Tage, bis es wirklich losgeht.

... und los geht's!

Von: Manu am 01.09.2011

Ich will garnicht viele Worte verlieren, das Fotos zeigt, was heute früh um 7 Uhr passiert:

Baubeginn am frühen Morgen

Update: ein paar Stunden später gegen Mittag (ich glaube Bauherren, die Urlaub haben sind die schlimmsten) sieht das schon so aus:

Baugrube halb ausgehoben

Update 2: Abends sieht das Loch dann schon ziemlich beeindruckend aus. Und die Haufen mit dem Aushub erst…

Baugrube 3/4 ausgehoben

Außerdem noch ein Panorama vom Aushubberg (anklicken, ist etwas größer):

Panorama vom Grundstück mit Baugrube und Aushubberg

 Ein Vorteil von dem Sandsteinuntergrund: wir haben genügen Dekomaterial für den Garten:

Große Sandsteinblöcke

Baugrube fertig

Von: Markus am 02.09.2011

Erst hatten wir mit einigen Verzögerungen zu kämpfen, aber jetzt legen sich die Bauarbeiter richtig ins Zeug. Statt der geplanten Woche sind die Tiefbauarbeiten für die Baugrube und die Baustelleneinrichtung jetzt in zwei Tagen beendet. Wir haben also eine fertige Baugrube und eine aufgeschotterte Zufahrt. Außerdem ist der Wasseranschluss wieder freigelegt und bekommt am Montag einen Bauwasserzähler. Das Wasser brauchen ja die Leute nächste Woche zum Giesen der Bodenplatte.

Fazit: Flieder und Meerettich, die wir gepflanzt haben, haben's nicht überlebt (wurden begraben), Nachbar ist etwas angefressen (Gras plattgefahren, geht aber schon wieder), dafür ging alles schneller als gedacht und der Untergrund ist sehr gut Hausbau-geeignet.

Ein Luftbild des Grundstücks mit Baugrube und Aushub
So sieht das ganze aus der Luft aus

 Hier mal ein Blick in den "Keller" unseres Hauses (wieder anklicken zum Vergrößern):

Ein Panorama aus der Baugrube

Und mal wieder Verzögerungen...

Von: Markus am 05.09.2011

Hm, es ging eigentlich so gut los, aber heute kam erstmal alles wieder zum Stehen. Dummerweise fehlen die Zeichnungen für die Bewehrung der Bodenplatte. Eigentlich sollte die schon lang da sein, aber irgendwas ist beim Statiker schiefgelaufen und unsere Ansprechpartnerin bei Helma hat nicht entsprechend nachgetreten. Unser Bauleiter ist weit davon entfernt begeistert zu sein. Bis Donnerstag ruhen daher die Bauarbeiten, dann sollen die Pläne da sein. Schauen wir mal, ob die Maurer die Verzögerung dann wieder rausholen. Ein wenig frustriert das schon...

In related news: die Natur versucht gerade unsere Baugrube in einen Swimming Pool zu verwandeln:

Die Baugrube mit etwas Wasser gefüllt

Schnurgerüst gestellt

Von: Markus am 11.09.2011

Wir waren nun ein paar Tage im Urlaub und hatten heute Hoffnung, dass es auf der Baustelle weitergegangen sei. Leider ist das nur bedingt der Fall: eine Bodenplatte haben wir nicht. Das dazu notwendige Schnurgerüst ist allerdings da. Ein Anfang. Morgen werden wir versuchen in Erfahrung zu bringen, wieso es nicht wie angekündigt am Donnerstag weitergegangen ist.

Eine der Ecken des Schnurgerüstes
Ein Teil des Schnurgerüstes im Wasser. Ja, abgesoffen ist die Baugrube schon wieder. Hat ja auch 17mm in 2 Stunden geregnet

 Die Kamera für den Zeitraffer hat fleißig alle 4 Minuten ein Bild aufgezeichnet (die ich nun fast alle wegwerfen kann, weil ja nix passiert ist, außer dass der Wind die Absperrung zerrupft hat). Eines kann darauf feststellen: die Katzen der Nachbarn finden unser Grundstück toll. Insbesondere die großen Sandsteine haben es ihnen angetan. Mein bisheriges Lieblingsbild bisher zeigt allerdings ein anderes Tier:

Ein Vogel hat sich auf dem kleinen Dach neben der Kamera niedergelassen
Wenigstens einer passt auf, solange wir nicht da sind.

Endlich geht's weiter...

Von: Markus am 13.09.2011

Nachdem ja nun aufgrund von Problemen mit den Bewehrungsplänen einige Tage nichts passiert ist ging es heute morgen endlich mit den Arbeiten weiter. Die Hausbauer sind angerückt und haben mit den Vorbereitungen für die Bodenplatte begonnen. Bewehrungseisen und Untersohlendämmung sind ebenfalls geliefert, so dass am Donnerstag die Bodenplatte problemlos gegossen werden sollte. Danach soll es nächste Woche mit dem Hochmauern des Kellers weitergehen, was für uns bedeutet, dass wir uns so langsam endgültig festlegen müssen, wo denn die entsprechenden Dichtungen für Kabel- und Rohrdurchführungen hin müssen. Nachdem heute mittag dann noch eine kleine Verwirrung um die aktuellen Pläne gelöst werden konnte (wir haben definitiv zuviele Versionen der Bauzeichnungen) sollte jetzt soweit alles klar sein, dass wir eine korrekte Bodenplatte bekommen.

Die Verschalung für die Bodenplatte und die Untersohlendämmung
Die Verschalung für die Bodenplatte (etwas größer, als das eigentliche Haus am Ende). Im Hintergrund die orangen Packen enthalten die Untersohlendämmung aus Polystyrol, auf der das Haus am Ende komplett steht.
Ein Stapel Bewehrungseisen/-matten
Die Bewehrungseisen für die Bodenplatte. Sieht erstmal nicht nach viel aus.
Ein Schild mit der Aufschrift "Grundstücksgrenze. Bitte nur überfahren wenn unbedingt notwendig"
Die Wiese des Nachbarn wurde bereits zweimal plattgefahren, weil die Grundstücksgrenze nicht so richtig zu erkennen ist. An sich darf man das rein rechtlich, aber unser Nachbar war trotzdem nicht so begeistert. Solange es nicht unbedingt nötig ist soll also lieber auf das Plattfahren der Wiese verzichtet werden.

Bewehrung eingebaut

Von: Markus am 14.09.2011

Es geht fleißig weiter: die Untersohlendämmung und ein Großteil der Bewehrung sind eingebaut. Sieht aus, als würde wirklich morgen die Bodenplatte gegossen werden können.

Die Bewehrung auf der Untersohlendämmung in der Baugrube
Untersohlendämmung+Folie+Bewehrung

Houston, wir haben einen Kran!

Von: Markus am 15.09.2011

Sowas, kaum guckt man mal einen Tag nicht auf's Grundstück, schon stellen die einem einen Kran hin. Das Haus soll wohl jetzt tatsächlich in die Höhe wachsen, so dass der gebraucht wird. Außerdem ist der Fundamenterder eingelegt und die Bewehrung fertiggestellt. Beton ist noch keiner drin, sieht aber aus, als wäre das morgen dran. Wäre ja auch sinnvoll: dann kann der über's Wochenende aushärten und ab Montag können die Wände in die Höhe wachsen.

Ein Kran vor der Baugrube
Unser neuer Kran
Senkrechte Bewehrungseisen
An diese Bewehrungen wird später mal einer der tragenden Säulen angebunden. Aufgrund der großen Freifläche im Wohnzimmer und Keller muss die Last über passende Unterzüge und Betonsäulen abgetragen werden.

Der Grundstein ist gelegt...

Von: Markus am 17.09.2011

... und was für einer: rund 10x10 Meter und 20cm hoch thront die Bodenplatte auf der Isolierung. Laut Zeitrafferkamera war der Betonlaster dreimal da. Grob überschlagen 50 Tonnen schwer sitzt der "Grundstein" nun also da und wartet darauf, dass er bebaut wird. Begehbar ist die Bodenplatte bereits. Ab Montag können dann also die Wände gemauert werden.

Die Bodenplatte unter den Abdeckfolien
Die Folien mussten wir wieder befestigen, aber so haben wir wenigstens mal einen Blick auf die Platte erhaschen können
Zwei Leiter zur Anbindung an den Fundamenterder
Da die Bodenplatte zu gut isoliert ist muss der Fundamenterder eine leitende Verbindung ins Erdreich bekommen. Außen wird dann eine Ringleitung ums Haus laufen. An dem Leiter, der durch die Folie nach oben kommt wird später mal im Haus die Potentialausgleichsschiene angeschlossen.

Auf's Dach gestiegen

Von: Manu am 18.09.2011

Gestern haben wir einen unserer zahlreichen tierischen Besucher auf dem Grundstück in flagranti erwischt. Geht das niedliche Tier doch einfach auf unserm Dach spazieren.

Die Katze auf dem Dach

Achja, kleines Update:

Wir haben nach den heutigen Regenfällen zwar jetzt keinen Swimming Pool mehr, aber unsere Bodenplatte hat einen Schwimmring ;-)

Die erste Steinreihe und ein Baufehler

Von: Markus am 19.09.2011

Wie geplant wurde heute die Bodenplatte von ihrer Verschalung befreit und mit der ersten Steinreihe bebaut. So langsam kann man sich wirklich mal einen Überblick schaffen, wie groß das Haus innen wirken wird. Interessanterweise wirkt das immer größer, je weiter die Umgebung eingeschränkt wird: die Baugrube wirkte größer, als das Abgesteckte auf der Wiese und die erste Mauerreihe wirkt nochmal größer.

Überblick über die Bodenplatte mit der ersten Wandreihe
Die erste, hoffentlich schnurgerade Wandreihe

Eine Sache ist Manu allerdings gestern aufgefallen: die beiden Bewehrungsanschlüsse für die Säulen in der Mitte stehen laut Plan fast auf einer Höhe. In der Realität unterscheiden sie sich allerdings erheblich. Wir haben gestern nochmal anhand der Pläne gerechnet und gemessen und siehe da: die östliche Säule steht einen Meter zu weit Richtung Straße (im Bild unten: rot = aktueller Standort, grün = Soll). Das haben wir heute morgen mit dem Bauleiter und der ausführenden Firma besprochen und festgestellt, dass das tatsächlich ein Fehler ist. Offenbar ist da beim Messen und Einbau der Bewehrung was schiefgegangen. Soweit, so ungünstig. Der Vorteil in dem Fall: die verschobene Säule befindet sich in einer Wand, ist also von außen am Ende nicht mehr zu sehen. Daher sollte es kein Problem sein, die einfach so zu lassen, wie sie jetzt ist und einfach die aufliegenden Unterzüge etwas länger zu machen. "Sollte" heißt, dass der Statiker da nochmal drüberschauen muss, ob das alles noch hinhaut. Nicht dass es am Ende im Gebälk knirscht. Solange kann trotzdem erstmal weitergemauert werden. Die Außenwände sind ja von der Säule unabhängig.

Die Bewehrungseisen der verschobenen Säule mit markiertem Soll- und Ist-Standort
Die fehlerhafte Säule. Rot ist der aktuelle Standort, bei Grün sollte sie stehen.

Die ersten Wände entstehen

Von: Markus am 20.09.2011

Gestern konnten wir ja noch nicht wirklich von "Wänden" reden, aber heute muss man schon mit einem Brett über den "Burggraben" und dann mit einer Leiter ins Haus. Die Kletterei war Manu so gar nicht geheuer und es hat etwas Überredung gebraucht, bis sie sich das antun wollte. Ok, waren auch nicht die besten Schuhe für sowas.

Auf 1,50 m haben es die Außenwände des Kellers schon geschafft. Wieder mal zeigt sich: je weiter die Wände nach oben wachsen, desto größer wirken die einzelnen Räume. Faszinierender Effekt. Man lernt übrigens beim Hausbau nicht aus: aus den Wänden schauen an einigen Stellen Metallfahnen aus der Wand, die mir erst ein wenig zu denken gegeben haben. Die Lösung des Rätsels ist ganz simpel: die Fahnen sind immer da, wo eine Innenwand an die Außenwand anschließt und werden am Ende mit in der Innenwand vermauert. So ergibt sich eine stabile Verbindung zwischen den beiden Wänden ohne die Steine überlappend setzen zu müssen.

Überblick über die mittlerweile gut gewachsenen Kelleraußenwände
Mit 1,50 m kann man mittlerweile von "Wänden" sprechen.
Metallfahne, die zwischen zwei Steinen aus der Wand schaut
Die Metallfahnen zur Verbindung von Außen- und Innenwänden
Zwei Löcher in der Wand, die später mal die Wanddurchführungen aufnehmen
Auf diesem Wege wird in Zukunft das Wasser ins Haus und wieder raus kommen: die Löcher für die Wanddurchführungen für Abwasser (unten) und Wasser, Strom und Telefon (oben).

Blick aus dem Kellerfenster

Von: Manu am 22.09.2011

Wir können jetzt schon den Blick aus dem Kellerfenster geniesen. Die Kellerwände haben schon fast die endgültige Höhe erreicht und auch die Steine für das Erdgeschoss wurden bereits geliefert. Es geht also gut voran.

Blick aus einem westlichen Kellerfenster.
Die Kellerwände wachsen in die Höhe.

Außenwände Keller fast fertig und andere Kleinigkeiten

Von: Markus am 24.09.2011

Momentan ist der Fortschritt aufgrund der vielen Kleinigkeiten etwas langsamer. Die Kellerwände sind auf die volle Höhe von 2,625 m gewachsen (bis auf die östliche Wand, die im Moment noch als Zugang dient). Außerdem sind die neuen Berechnungen vom Statiker da, die wegen der falsch gesetzten Säule notwendig waren. Jetzt bleibt die Säule, wo sie ist und es wird mit längeren Unterzügen gearbeitet. Sieht also aus, als könnten nächste Woche die Innenwände gestellt und dann gegen Ende der Woche die Decke aufgelegt werden.

Wie vertraglich vereinbart kam die Rechnung für's Fundament über 10% des Hauspreises. Nachdem wir jetzt die neuen Statikerberechnungen haben können wir das auch als fertig betrachten und bezahlen. Hier haben wir jetzt rausgefunden, dass unsere Bank sich durch eine blöde Formulierung in der Finanzierungsbestätigung genötigt sieht Geld nur direkt vom Kreditkonto auf das Konto von Helma zu überweisen, statt es wie üblich auf einem Baukonto bereitzustellen. Klingt an sich untragisch bedeutet aber für uns, dass die Überweisung nur per schriftlichem Überweisungsträger geht und wir den immer zur nächsten Filiale kriegen müssen, die 60km entfernt ist. Etwas nervig, das ganze.

A propos "Rechungen": der Tiefbauer hat ebenfalls die Rechnung geschickt (das übrigens erstmal an die Baustellenadresse, von wo sie natürlich prompt zurückgekommen ist) und hier hat sich mal wieder gezeigt, dass man so ein Vorhaben nur sehr organisiert angehen sollte. Die Holdeste hat die Rechnung geprüft und festgestellt, dass da ein Posten in Rechnung gestellt wurde, der gar nicht ausgeführt war. Am Ende stellte sich das als Mißverständnis zwischen den beiden Tiefbaufirmen raus, welches wahrscheinlich sonst keinem aufgefallen wäre. Ein 300-€-Mißverständnis immerhin. Wenigstens dürfen wir trotz der Verzögerungen durch die Korrekturen den Skonto abziehen.

Auf der technischen Seite hab ich leider was nicht so schönes zu vermelden: die Zeitrafferkamera zickt. Nachdem jetzt bereits eine SD-Karte durch das ständige Wechseln zerbrochen ist, hat sich gestern auf der anderen das Dateisystem spektakulär zerlegt und die Bilder vom Tag mitgenommen. Ist nicht allzu schlimm, da wie gesagt der sichtbare Fortschritt relativ klein ist, aber etwas ärgerlich ist es schon. Ab Montag geht das hoffentlich wieder sauber.

Ummauerte Auflagefläche für die Kellerdecke
Auflage für die Kellerdecke

 

Kellerinnenwände fast fertig

Von: Markus am 27.09.2011

Nachdem ich gestern zwar die Kamera, aber keine CF-Karte dabei hatte (passiert mir öfter), gibt es erst heute wieder ein Update: die Kellerinnenwände sind fast fertig. Man kann also schonmal in den Kellerräumen rumlaufen, die ja fast den gleichen Grundriss haben, wie das Erdgeschoss (oben sind die Räume etwas größer, da die Außenwände dünner sind).

Die Innenwände von oben im Überblick
Ein Überblick über die Innenwände. Man beachte den runden Speicher macht schon was her.
Der Kellervorraum mit drei Türen
Der Kellervorraum. Links geht es zum späteren Vorratskeller, rechts zum Technikraum (Heizung etc.) und geradeaus da hin, wo ich später mal ein kleines Tonstudio haben will

Und fertig ist der Keller!

Von: Markus am 28.09.2011

Naja, zumindest die Wände. Decke ist noch keine drauf, wird dann aber wohl spätestens am Freitag kommen.Die Betonsäulen sind verschalt und gegossen, so dass morgen wahrscheinlich die Unterzüge für die Decke draufkommen. Wir würden also mal erwarten, dass am Freitag die Filigrandecken draufkommen und die Betonplatte gegossen wird. Die Decke besteht aus zwei Teilen: einige 5 cm starke Filigrandeckenplatten aus Beton mit einer Bewehrungslage, die per LKW angeliefert werden und eine 13 cm starke Betonplatte, die vor Ort auf diese Platten gegossen wird. Auf die Art und Weise entsteht relativ simpel eine stabile Deckenplatte. Wenn alles klappt könnten wir am Wochenende schonmal auf dem Fußboden des Erdgeschosses rumlaufen. So mag ich den Fortschritt...

Leider ist an einer anderen Front nicht wirklich positives zu berichten: die Zeitrafferkamera will schon wieder nicht. Wir haben die kompletten Aufnahmen von heute verloren. An sich kein Problem, weil man zur Zeit sowieso nicht viel sieht, aber die Instabilität ist natürlich ärgerlich, wenn es nächste Woche mit den Wänden im Erdgeschoss weitergehen sollte. Da muss ich wohl nochmal ran.

Der erste Teil des Schornsteins hochgemauert
Unser zukünftiger Schornstein für den Holzofen im Wohnzimmer.
Wände mit eingeschalten Teilen
Die beiden tragenden Säulen unter ihrer Verschalung. Die hintere Verschalung verbirgt die Säule, die am falschen Ort steht/stand. Nachdem der Statiker das neu berechnet hat ist alles zu unserer Zufriedenheit.
Die Baustelle aus der Luft.
Und mal wieder eins aus der Luft. Da die Innenwände fertig waren war heute mal wieder fliegen angesagt um den noch offenen Keller von oben zu fotografieren.

 

Und schon ist der Keller zu

Von: Markus am 29.09.2011

Nur gut, dass ich gestern geflogen bin um die Luftbilder vom offenen Keller zu machen. Heute wäre es – sehr zu meiner Überraschung – zu spät gewesen. Der Keller hat bereits seine Filigrandeckenteile verpasst bekommen. Dann wird wohl morgen der Beton gegossen um die Rohdecke fertigzustellen und in der nächsten Woche mit dem Erdgeschoss anzufangen. Nach bisherigem Planungsstand ist das auch nötig, denn Ende nächster Woche soll der Pufferspeicher eingebaut werden.

Ein Panorama der Filigrandeckenplatten
Deckel drauf, Keller zu. So schnell kann's gehen.
Ein Panorama im Keller mit den Ständern, die die Decke im Moment tragen
Untendrunter sieht's dann so aus: ein Ständerwald im Keller.

Ein Betonunterzug im Lager
Die mussten wegen der falschen Säulenposition nochmal neu gerechnet werden: einer der Betonunterzüge, die die Decke tragen. Wurden im Übrigen vorgefertigt geliefert. Gut, dass die Bestellung nochmal korrigiert wurde, sonst wäre einer einen Meter zu kurz gewesen.

Kellerdecke und Nachmittagssonne

Von: Manu am 01.10.2011

Heute sind wir wieder mal mit dem Fahrrad zur Baustelle gefahren, um nach dem rechten zu sehen und die Sonne faulenzend vor der Gartehütte zu geniesen. Und siehe da: eine fertige Kellerdecke mit Löchern an den richtigen Stellen erwartete uns. Wir sind also direkt mal im zukünftigen Erdgeschoss (natürlich noch ohne Wände) spazieren gegangen und haben mal einen Blick in das große Loch geworfen, in welches Ende nächster Woche der Speicher eingesetzt werden soll.

Nach den obligatorischen Inspektionsgängen in Keller und Erdgeschoss haben wir uns dann die Relax-Liegen aus der Gartenhütte genommen und die Sonne genossen. Später kam dann noch unser Nachbar vorbei und wir haben kurz mit ihm gesprochen, weil beim Zuschütten der Baugrube wohl nochmal über sein Grundstück gefahren wird. Das geht soweit ok und wir haben noch ein paar nette Worte gewechselt. Später hat mir der alte Herr noch einen großen Strauß lila blühende Fette Henne gebracht ;-)

Manu sitzt auf der Kellerdecke und blickt auf den Erdhaufen
Manu blickt am zukünftigen Wintergarten sitzend auf den Mount Brückner.
Das Loch für den Solarspeicher in unserer Kellerdecke.

Wieso kriegen die einen Fabrikschornstein?

Von: Markus am 04.10.2011

Vermutlich wird sich das mancher Nachbar/Passant heute gedacht haben, als er an unserem Haus vorbeigelaufen ist. Die Bauarbeiter haben damit begonnen im Erdgeschoss Wände hochzumauern. Und weil es als allererstes notwendig sein wird haben sie mit der runden Wand um den Speicher angefangen. Sieht tatsächlich ein wenig aus wie der Sockel eines Fabrikschornsteins...

Leider gibt es was negatives zu berichten: die Zeitrafferkamera hat gestern nacht um vier mal wieder beschlossen, dass sie ihre Karte nicht mag. Vom Mauern des Speichers gibt es also leider keine Bilder. Diese Erkenntnis hat mir vorhin einen mittelschweren Wutanfall und einem im Weg stehenden Holzpflock einen kräftigen Tritt eingebracht (was wiederum von meiner Holden mit Gemecker kommentiert wurde). Ich muss dringend rausfinden, was diesen Fehler verursacht (also den Kamerafehler, nicht Manus Gemecker)…

Die Kellerdecke mit der aufgesetzten Ummauerung des Speichers
Unser "Fabrikschornstein"
Speichermauer von der anderen Seite. Halb fertig.
Ganz fertig ist der allerdings noch nicht. Bis Freitag (der angekündigte Termin für den Einbau des Speichers) ist allerdings auch noch etwas Zeit.

 

Sonnenspeicher bei Regen eingebaut

Von: Markus am 07.10.2011

Nur eine kurze Zwischenmeldung mit ein paar Bildern, weil es für was längeres gerade nicht reicht: heute morgen wurde der Solarspeicher eingebaut. Das Wetter war zum Fürchten, aber die Jungs von Drechsler Haustechnik haben zusammen mit unserer Baufirma die Sache geschaukelt. Im wahrsten Sinne des Wortes: der Speicher schaukelt am Kran zum Teil ganz schön. Einfädeln in die gemauerte Röhre wird so nicht einfacher. Wir haben die ganze Aktion mit mehreren Kameras gefilmt (davon eine direkt an den Speicher geklebt), so dass ich hoffentlich in den nächsten Tagen mit einem kurzen Video dienen kann. Bis dahin müssen die Bilder genügen.

Der Speicher waagerecht am Kran beim Abladen vom LKW
Runter vom Laster...
Speicher senkrecht am Kran auf dem Weg zum Haus
...rüber über die Baustelle...
Zwei Arbeiter fädeln den Speicher in die gemauerte Röhre ein.
...vorsichtig einfädeln...
Der Speicher von unten auf halber Höhe in der Röhre
...durch die Röhre runter...

Der Speicher im Keller teilweise sichtbar.
...und vorsichtig abgestellt. Ein ganz schöner Brocken.

Einbau des Sonnenspeichers und Wände im Erdgeschoss

Von: Markus am 10.10.2011

So, endlich habe ich das Video fertiggeschnitten, welches einen Überblick gibt, wie der Sonnenspeicher eingebaut wurde. Wir hatten die ganze Aktion ja mit drei Kameras begleitet. Zwei von außen und eine direkt an den Speicher geklebt um einen Blick "aus Sicht des Speichers" zu bekommen. Leider war das Wetter mehr als nur mittelmäßig. Was soll's, der Speicher ist eingebaut und das Material witzig. Unser Kameramann hat sich übrigens beschwert, dass der Einbau total unspektakulär war. Stimmt. Darüber sind wir auch sehr froh, denn nachdem laut Plänen ursprünglich das Loch für den Speicher 12 cm zu eng war (die Maurer haben's gemerkt, als sie die Maße mit denen vom Speicher verglichen haben), sind wir erfreut, dass es keine weiteren größeren Pannen gegeben hat.

Ansonsten auch mal ein kleiner Überblick, wie der Stand der Erdgeschosswände ist. Die Außenwände sind an drei Seiten fast fertig (so richtig mit Fenster und allem). Die Innenwände fehlen noch, dürften aber in den nächsten Tagen kommen. Wir vermuten mal, dass Ende der Woche die nächste Geschossdecke gegossen wird.

Blick aus dem Garten auf die Wände im Erdgeschoss
So langsam nimmt das ganze Formen an. Man sieht auch sehr schön, dass der Regen der letzten Tage die Wände gut eingeweicht hat. Schade eigentlich. Der Rohbau war so schön trocken…

 

Erdgeschosswände fertig

Von: Markus am 15.10.2011

Warum heißt ein Erdgeschoss eigentlich "Erdgeschoss"? Ok, der Teil mit der Erde ist klar: früher war da genau das auf dem Boden: Erde (siehe Bill Brysons Ausführungen zum Thema "ground floor" in "At Home"). Aber woher kommt eigentlich der Teil mit dem Geschoss? Weil das Haus so in die Höhe schießt? Germanisten vor bitte!

In die Höhe schießt das Gebäude übrigens in der Tat: die Wände im Erdgeschoss stehen. Erde ist im Gegensatz zu früher allerdings nicht mehr drin, sondern eine 18 cm starke Betonplatte, auf die später noch Estrich kommt. Deutlich pflegeleichter und trockener. Bei der Menge an Wühlmäusen, die wir auf dem Grundstück haben wäre ein echtes Erdgeschoss auch fatal: wir hätten schlicht und einfach ständig ungebetenen Besuch.

Am Montag und Dienstag soll die Decke drauf. Also nochmal Filigrandecken einbauen und dann mit Beton vergießen. Dann wird erstmal der Keller abgedichtet und die Baugrube wieder verfüllt. Sehr zur Freude meiner Frau, die den aktuellen Zugang über die Bretter in 3 Metern Höhe nicht wirklich mag. Rein musste (und wollte) sie heute trotzdem, denn wir haben etwas Wasser aus dem Haus geschafft. Durch den ergiebigen Dauerregen letzte Woche war ja am Mittwoch abend schonmal die Baugrube bis an die Oberkante der Bodenplatte (und in der Nacht dann wahrscheinlich noch darüber hinaus) abgesoffen. Das haben die Bauarbeiter am Donnerstag abgepumpt, aber im Keller stand das Wasser stellenweise auch 1-2cm hoch. Wir haben uns da heute mal etwas sportlich betätigt und es unter tatkräftiger Zuhilfenahme eines Besens, einer neu gekauften Schneeschaufel und eines Eimers beseitigt. Grob geschätzt mehr als 100 Liter Wasser haben so ihren Weg aus dem Keller gefunden. Und wir haben etwas Training bekommen.

Stichwort "Schneeschaufel": heute morgen waren -0,6°C, der Winter kann also nicht mehr ewig weit weg sein. Wir haben uns also sicherheitshalber mal zwei Stück zugelegt. Und offenbar einige Leute dazu animiert es uns gleichzutun. Jedenfalls haben wir auf dem Weg aus dem Baumarkt öfter den Kommentar gehört "Ach guck, Schneeschaufeln. Lass uns gleich mal gucken, wo die stehen." Wir sind gerüstet, falls es wieder so schlimm wird wie letztes Jahr (was die Meteorologen ja erwarten)!

Die Nordwestecke des Hauses mit den Brettern, die momentan als Zugang dienen
Unser momentaner Zugang: zwei Bretter drei Meter über dem Boden der Baugrube.
Die Süd- und Westseite des Hauses mit den großen Fenstern.
Alles vorbereitet für den Einbau der Decke am Montag. Teilweise stehen schon die Stützen. In die Aussparung an der rechten Seite der rechten Terassentür kommt später übrigens mal der Zuggurt für die Außenjalousie.
Ein Betonunterzug über dem Wohnzimmer.
Zwei dieser Betonbalken tragen mal die Decke im Wohnzimmer. Aufgrund der Spannweite waren diese Unterzüge notwendig. Die Bewehrung, die oben rausschaut wird mit in die Decke eingegossen und so fest mit ihr verbunden.
Luftbild des Hauses mit offener Erdgeschossdecke
Wir haben das schöne Wetter mal wieder genutzt und das Erdgeschoss noch ohne Decke fotografiert. In der Mitte sieht man noch die blau-graue Oberseite des Sonnenspeichers. Rechts in der Nische auf Höhe des Speichers ist später mal die Küche.

Sonne im Haus

Von: Manu am 16.10.2011

Manu im Rohbau sitzend mit einem Glas Wein bei strahlendem Sonnenschein
Ohne Worte

Und zu ist das Erdgeschoss...

Von: Markus am 17.10.2011

Wie erwartet haben wir jetzt ein geschlossenes Erdgeschoss. Die Filigrandecken sind aufgebracht und morgen wird dann wohl die Verschalung angebaut und der Beton gegossen. Wir haben außerdem wieder ein Treffen mit unserem Bauleiter und müssen festlegen, wie später mal das Gelände am Haus aussehen soll. Um die Baugrube zu verfüllen muss nämlich die Abdichtung aufgebracht werden. Da die aber ziemlich hässlich ist und darauf auch kein normaler Putz hält kommt die nur da hin, wo später mal Erde liegt. Wir haben gestern also mal fleißig gedacht und gezeichnet um morgen festlegen zu können, was jetzt schwarz werden muss.

Panorama der Filigrandeckenplatten mit Bewehrung von oben
Die Erdgeschossdecke von oben. Zwischen dem Treppenloch links und der Galerie rechts wird später mal der Flur verlaufen. Über die Galerie spannt sich die große Glasfront.
Das Deckenloch für die Galerie
Die Galerie. Die Seite, an der die Leiter lehnt wird später mal ein Geländer tragen.

Erdgeschossdecke fertig

Von: Markus am 20.10.2011

Die letzten Tage war nicht so viel Fortschritt zu sehen. Die Fertigstellung der Erdgeschossdecke wurde durch den heftigen Wind anfang der Woche etwas aufgehalten. Gestern konnte dann endlich der Beton auf die Filigrandecke gegossen werden. Leider war der bis zum Abend noch nicht ausgehärtet, so dass ich erst heute ein passendes Foto machen konnte. Am Dienstag haben wir mit unserem Bauleiter abgesprochen, wo nun die Abdichtung des Kellers sein wird. Unser Haus wird pervers: es kriegt ne Gummihose… (ok, eigentlich ist es ein Kunststoff-Bitumen-Gemisch). Außerdem war noch der Fensterbauer da und hat die bereits fertigen Fensterlöcher vermessen. Unsere Fenster sind wohl schon gefertigt, so dass sie pünktlich in der 45. und 46. KW eingebaut werden können. Dann können wir auch zum ersten Mal ein Foto von der großen Glasfront machen.

Panorama der Erdgeschossdecke
Die Erdgeschossdecke ist fertig gegossen.

Die Bauarbeiter machen das Haus schwarz!

Von: Markus am 21.10.2011

Ok, ok, vermutlich hören die den Witz auch jedes Mal, wenn sie mit der Abdichtung des Kellers beginnen. Die Abdichtungsmasse ist nunmal schwarz. Im Moment scheint das allerdings nur eine dünne Schicht Bitumen oder ähnliches zu sein, was da auf die Wand gestrichen wurde. man kann aber zumindest schonmal so grob erkennen, wie später mal das Gelände verlaufen wird. An einer Ecke müssen wir das am Montag nochmal korrigieren lassen, weil es etwas zu steil geht, aber sonst sieht das schonmal vielversprechend so aus, wie wir das wollten. Ich bin gespannt, wie das weitergeht.

Außerdem haben wir heute mal noch ein wenig den Ausblick von unserer Erdgeschossdecke genossen. Man kann wirklich erstaunlich gut sehen von dort. Das meiste wird allerdings leider wieder verschlossen, wenn das Dach drauf kommt. Da muss man dann zum Ausblick halt aus dem Dachfenster klettern…

Die schwarze Grundierung für die Abdichtung des Kellers
Sieht noch ein wenig komisch aus, wird aber Sinn ergeben, wenn außen angeschüttet wird.
Blick vom Dachgeschoss durch das Treppenloch in den Keller.
Bloß nicht ins Treppenloch fallen. Fast 6 Meter geht's da nach unten.
Orange glühende Wolken hinter dem Kran
Der Sonnenuntergang hat sich richtig ins Zeug geschmissen

Das Haus kriegt warme Strümpfe

Von: Markus am 26.10.2011

Es ist wieder einiges passiert in der Zwischenzeit, auch wenn wir nicht zum Schreiben gekommen sind. Die Abdichtung ist fertig, so dass der Keller jetzt wasserdicht ist. So bleibt das in den kommenden Wochen zu erwartende Wasser draußen (und dummerweise das, was durch Treppenloch etc. reinfällt auch drin, aber egal…). Nach kleineren Nachbesserungsarbeiten ist der Verlauf der Abdichtung jetzt auch so, wie wir später mal das Gelände führen wollen. War schon praktisch, den Bauarbeitern die Hinweise einfach mit einem Stift auf die Wand schreiben zu können. 

Nachdem es jetzt also trocken ist kriegt das Haus jetzt warme Socken: die Außendämmung für den Keller kommt ran. Die schon bekannten orangen Dämmplatten, die auch unter der Bodenplatte liegen sollen das Haus nun im Keller warm halten. 160mm dick sollte das eine gute Isolierung sein. Überirdisch wird allerdings eine andere Dämmung eingebaut, da diese speziellen Platten gegen Feuchtigkeit resistent sind, was allerdings dazu führt, dass darauf kein Putz hält.

Zuguterletzt wurde heute die Drainage eingebaut. Rund ums Haus laufen die Rohre, die das Wasser weitestgehend von der Wand fernhalten sollen. Hier gab es gestern noch ein wenig Aufregung: die Drainage liegt tiefer, als der Abfluss hin zur Regenwasserzisterne und -versickerung. Daher muss in die Drainage ein Hebewerk (sprich: eine Pumpe) eingebaut werden, das das anfallende Drainagewasser in den Abfluss richtung Zisterne hebt. Wir hatten das ein wenig aus den Augen verloren und mussten uns daher innerhalb von zwei Tagen entscheiden, was wir da wollen. Die ausführende Baufirma hatte ein vollintegriertes System mit Schacht, Sensor und Pumpe für knapp 1200€ vorgeschlagen. Ungeplant 1200€ zusätzlich ist… naja, unangenehm, aber wäre noch machbar gewesen. Dummerweise war der Preis ein Fehler. Der bezog sich auf ein System für Innenräume. Die Außenversion sollte 2500€ kosten, wie sich im Laufe des Tages herausgestellt hat. Das war uns dann doch deutlich zu teuer. Zum Glück konnte Firma Walter (die ausführende Firma) bis heute eine Alternative vorschlagen, die deutlich günster ist. Wir bekommen nun also einen Betonschacht mit klassischer Tauchpumpe an einer Ecke des Hauses. Unsere Nachbarn hatten uns ja ursprünglich empfohlen das Haus so hoch zu heben, dass wir das gar nicht brauchen. War aber leider mit unserem hohen Keller nicht sinnvoll machbar. Nun ja…

Foto entlang der Hauswand über die Drainage und die Kellerdämmung
Die orangen Dämmplatten auf der schwarzen Abdichtung. Unten sieht man das weiße Geotextil, welches die Drainage umgibt. Unten in der Ecke sieht man einen der drei Kontrollschächte, die an den Ecken des Hauses stehen.
Der noch freie Platz für den Pumpenschaft
Dort fehlt noch der Betonschacht mit der Pumpe. Unten im Geotextil kann man gerade noch eins der Drainagerohre erahnen, die ihr Wasser dorthin entleeren sollen.

 

Und einen Schritt zurück…

Von: Markus am 01.11.2011

Offenbar sind unserem Haus die neuen Socken zu warm. Es wirft sie wieder ab. Unser Bauleiter hatte das schon angekündigt: wenn die Kellerdämmung zuviel Sonne kriegt, dann kann es passieren, dass der Kleber nicht hält und die Platten wieder von der Wand kommen. Genau das ist heute auf der Südseite passiert: die äußere Dämmlage hat sich gelöst und liegt in der Baugrube. Hoffen wir mal, dass möglichst bald der Ringerder kommt, an dem momentan das Zuschütten der Grube noch scheitert.

Die äußere Lage Dämmplatten liegt in der Baugrube. Innen sieht man noch die innere Lage mit den Kleberresten.
Und weg mit den Socken! Die letzten drei Platten sind runtergefallen, als wir grad da waren. Knallt ganz schön.

Und Loch wieder zu...

Von: Markus am 03.11.2011

Nach der kurzen Unterbrechung wegen fehlender Teile geht es jetzt wieder weiter. Die Baugrube wird verfüllt. Der Pumpenschacht für die Drainage ist eingebaut (zumindest teilweise) undauch der Ringerder ist angebracht. Nächste Woche soll dann das Gerüst gestellt werden, so dass es auch im Obergeschoss weitergehen kann. Fotos gibt es heute leider keine mangels Kamera. Manu wird aber morgen mal tagsüber Bilder machen und die dann nachliefern.

Oh, ein Opfer der Bauarbeiten gab es heute: unser Essigbaum wurde vom Bagger überfahren und zerstört. Naja...

Ums Haus rennen ...

Von: Manu am 04.11.2011

... geht jetzt. Die Baugrube ist rundherum verfüllt und wenn man über den Drainage-Schacht drüberspringt, dann kann man tatsächlich ums Haus rennen. Für's Regenwasser sind die Abflussrohre Richtung Zisterne ebenfalls bereits vorgesehen und gucken momentan noch etwas ungenutzt aus der Erde.

Blick auf die südöstliche Ecke des Hauses
Blick Richtung Terasse bzw. dahin, wo diese mal sein soll.

Pumpenschacht eingebaut

Von: Markus am 09.11.2011

Die Fortschritte sind im Moment nicht so groß, da es immer noch am Gerüst hängt. Das soll morgen gestellt werden. In der Zwischenzeit wurde erstmal der Pumpenschacht für die Drainage gesetzt. Ein recht massiver 80cm Betonschacht, in den man auch reinklettern kann (d.h. könnte, wenn da nicht ein massiver Betondeckel drauf wäre).

Gerüst und verpasste Chance

Von: Manu am 10.11.2011

Heute wurde endlich das Gerüst ans Haus gestellt und am 17.11. wird nun endlich das Richtfest sein. Aufgrund des straffen Zeitplans und weil alle Baufirmen ziemlich ausgebucht sind, werden wir das Richtfest nun doch nicht auf's Wochenende schieben, sondern eben wirklich das Richten an dem Tag feiern, an dem es passiert. Die Familien werden dann wohl erst am Wochenende zum Nachfeiern anrücken.

IGLO-Gewinnspiel mit Helma Sonnenhaus als Hauptgewinn
IGLO-Gewinnspiel mit Helma Sonnenhaus als Hauptgewinn

 

Achja, letztens hat sich uns doch beim Abendesseneinkauf eine verpasste Chance offenbart. Hätten wir mal schon eher Schlemmerfilet gegessen und ein Sonnenhaus von Helma gewonnen, hätten wir nur die Kosten für das Schlemmerfilet am Hals gehabt ;-)

Nachtrag zu Gerüst

Von: Markus am 11.11.2011

Wir hatten ja gestern schon geschrieben, dass das Gerüst steht. Damit man auch mal wieder was sieht hier ein Bild davon. Mit etwas Fantasie kann man sogar schon erahnen, wie das nun mit dem Dach wird, da die Giebel eingerüstet sind.

Der Rohbau mit dem Gerüst
Das eingerüstete Haus. Oben kann man sogar schon die zukünftigen Mauern des Obergeschosses erkennen.

Ringanker gegossen

Von: Markus am 14.11.2011

Man lernt doch nicht aus. Unser Dach liegt nicht einfach auf der obersten Steinreihe, sondern auf einem Betonringanker. Das ist ein massiver Beton"balken", der oben auf den Außenwänden entlang läuft und am Ende mal das Dach trägt. Der wurde heute gegossen. Im Moment ist die Verschalung noch dran, aber das wird sich dann bis Donnerstag auch erledigt haben. Dann soll nämlich das Dachgerüst drauf kommen.

Außerdem wurden heute die Stützen aus dem Wohnzimmer entfernt. Das schafft Platz für das Richtfest am Donnerstag. Im Moment geht alles Schlag auf Schlag, damit das Haus noch vor dem Winter zu ist und der Innenausbau stattfinden kann.

Leider werden die Tage kürzer, so dass Fotos im Moment Mangelware sind. Wenn wir auf's Grundstück kommen ist es schlicht schon dunkel. 

So langsam ist das Haus ausgewachsen

Von: Markus am 15.11.2011

Viel weiter wird das Haus nicht mehr wachsen. Die Auflagen für's Dach sind da, so dass dem Richtfest nichts mehr im Weg steht. Die Teile für's Dachgerüst wurden auch schon geliefert und liegen zur Montage bereit. Es sieht also aus, als würde das Haus tatsächlich geschlossen werden können, ohne dass es nochmal massiv reinregnet. Wäre natürlich wunderbar, weil jeder Liter Wasser, der nicht drin ist auch nicht verdunsten muss.

Die Balken des Dachgerüstes auf Paletten neben dem Haus
Das Bild sieht aus wie mit der Handy-Kamera gemacht. Liegt aber daran, dass es quasi dunkel und neblig war, als wir das geschossen haben. So sieht das Dachgerüst aus, bevor es montiert ist.

Richtfest

Von: Markus am 17.11.2011

Heute war es soweit: Richtfest!

Eine Fichte mit bunten Bändern ins Gebälk genagelt
Wie sich's gehört: ein Bäumchen auf dem Dach

Wir hatten extra einen Tag Urlaub genommen um die notwendigen Vorbereitungen treffen zu können und waren daher schon gegen 10 Uhr auf dem Grundstück. Wir haben schon bei der Anfahrt nicht schlecht gestaunt: man sieht das Dach schon vom Ortseingang und die Zimmerer waren zu der Zeit schon richtig weit. Zumindest war schon erkennbar, wie das am Ende mal aussieht. Kaum ausgestiegen wurden wir von einem wilden Geklopfe begrüßt, was nun mal entsteht, wenn zwei Zimmerleute einen Dachstuhl zusammenbauen.

Nach vielen Schlägen weiter war es dann kurz vor dem eigentlichen Richtfest soweit: der Dachstuhl ist (fast) fertig. Fast nur deswegen, da die äußeren Sparren nicht angebracht werden konnten, da das Gerüst im Weg ist. Das wird am Dienstag korrigiert, so dass die Zimmerleute am Mittwoch diese schnell noch anbringen werden bevor die Dachlatten draufkommen.

Das Haus komplett mit Dachstuhl
Der fertige Dachstuhl im Sonnenschein. Wir hatten mal wieder massiv Glück mit dem Wetter. Während die ganze weitere Umgebung unter Hochnebel verschwand konnten wir strahlend blauen Himmel genießen.

Bauarbeiter und Freunde eingetroffen waren ging's an den Richtspruch. Manu und ich mussten natürlich mit auf's Gerüst, schließlich wollte auch noch der letzte Nagel eingeschlagen werden. Traditionell wurde ein Glas im Haus zerschmettert, da Scherben ja Glück bringen und dann ging es ans Hämmern. Am Anfang sah der Nagel noch gut aus:

Ein langer Nagel in einem Holzbalken
Ein schöner gerader Dachnagel

Leider, leider habe ich es nicht geschafft den Nagel gerade einzuschlagen. Nach ungefähr der Hälfte war Schluss und der Nagel war verbogen. Nach Aussage der Zimmerleute war das wohl nicht anders zu erwarten: normalerweise werden die Nägel vorgebohrt. Haja, sie haben mir die abgebrochene krumme Seite als Andenken geschenkt. Mach ich mir nen Rahmen drumrum und häng's im Keller auf.

Der gleiche Nagel wie oben wieder, diesmal allerdings verbogen
Der gleiche Nagel nicht mehr sooo fit. Zum Glück war der eigentlich wichtige Nagel an der Stelle schon drin.

Nach dem Richtspruch wurde wie es sich gehört ein wenig gefeiert. Im Laufe dessen kamen noch verschiedene Nachbarn vorbei um unser schiefes Haus zu begutachten (wir sind ja bekanntlich nicht parallel zur Straße ausgerichtet, was im Dorf schon für Fragerei gesorgt hat). Trotz Kälte haben wir dann doch 4 Stunden ausgehalten. Geschenke waren übrigens überproportional häufig alkoholhaltig – nicht so ganz was für mich, aber ich denke mal, das Zeug geht schon weg. Wir haben ja einen großen Freundeskreis… Ein besonderes Geschenk kam von unseren Freunden: eine MP3-Klingel. Man spielt MP3s auf und die Klingel spielt die als Klingelton. Momentan spielt sie Die Ärzte - Dinge von denen…

Das Haus im Halbdunkel mit hell erleuchtetem Wohnzimmer
Das Haus zum ersten Mal hell erleuchtet für die Party. Trotz Baustrahlern wurde es allerdings irgendwann richtig kalt.

Vielen Dank mal hier an all die fleißigen Hände, die es bis hierher gebracht haben. Wir wollen hoffen, dass der weitere Bau auch so glücklich von statten geht.

Luftbilder vom Dachstuhl

Von: Markus am 19.11.2011

Heute war das Wetter wieder traumhaft, so dass sich die Chance ergab, auch den letzten großen Bauschritt aus der Luft zu dokumentieren. Diesmal zwei Bilder vom fertigen Dachstuhl.

Die Nachbarn haben übrigens gerätselt, wo die Bilder herkommen (wir hatten ein Luftbild auf der Einladung zum Richtfest verwendet). Erst hatten sie vermutet, dass die vom Kran aus gemacht sind, dann aber festgestellt, dass das nicht hoch genug ist. Irgendwann ist ihnen das kleine Flugzeug eingefallen, was hier immer mal Kreise dreht…

Luftbild des Hauses von Süden mit fertigem Dachstuhl
Die Südfront. Sehr schön erkennt man mittlerweile die (zukünftige) große Glasfront.
Luftbild der Baustelle von Osten aus
Und noch von der anderen Seite: der Eingangsbereich und die Ostseite mit Küchenfenster.

Dach geschlossen

Von: Markus am 24.11.2011

So, jetzt kann der Winter (fast) kommen: das Dach ist zumindest mit Folie zu und damit wasserdicht. Morgen kommt noch die große Glasfront und nächste Woche sind dann die Sonnenkollektoren und Dachziegel dran. Dann kann der Winter wirklich zuschlagen, der Innenausbau ist gesichert.

Heute morgen haben wir 2,5 Stunden mit dem Elektriker im Rohbau verbracht um festzulegen, wie die gesamte Verkabelung aussehen soll. Wir sind vom Keller bis in den Dachboden durchgegangen und haben Steckdosen und Lichschalter platziert, Netzwerkkabel und Leerrohre festgelegt. Nächste Woche kommt dann raus, wieviel uns das noch zusätzlich kostet.

Komplettansicht des Hauses mit geschlossenem Dach
So sieht's von außen aus. Fast schon ein Haus.
Das obere Ende vom Schornstein
Mittlerweile haben wir auch einen fertigen Schornstein.
Blick senkrecht durch das Treppenhaus mit Dachsparren oben sichtbar
Der Blick wird später so nicht mehr gehen: das Treppenhaus nach oben bis unters Dach

Fenster und weitere Verzögerungen

Von: Markus am 25.11.2011

Das Haus ist zumindest von oben nun komplett dicht: der Dachteil der großen Glasfront ist eingebaut. Damit ist das Dach komplett wasserdicht. Weitere Fenster und auch der Rest der Glasfront fehlen zwar noch, aber das sollte sich nächste Woche wohl ändern. Wie ich heute feststellen musste sind die Dreifachverglasungen ziemlich massiv. Hat schon fast ein wenig was von Panzerglas. Schauen wir mal, wie gut das am Ende schall- und temperaturisoliert.

Leider gibt es neue Verzögerungen: der Lieferant der Sonnenkollektoren hat heute bekanntgegeben, dass am Montag keine Lieferung erfolgen wird, sondern diese auf KW 50 verschoben ist. Das hält zwar den eigentlichen Bau nicht auf, ist aber doch etwas ärgerlich, dass das so kurzfristig aufgefallen ist. Eine Verschiebung um zwei Wochen weiß man normalerweise ja nicht erst kurz vorher. Es sei denn die Kollektoren sind beim Verladen vom Laster gefallen und zersprungen…

Morgen gibt es dann auch noch Fotos vom Glas. Für heute muss erstmal das Panorama des Spitzbodens reichen:

Panoramablick entlang des Spitzbodens an die östliche Giebelwand
Der Spitzboden mal noch mit offenem Boden. Schon recht massiv, so ein Dachstuhl.

Erste Eigenarbeiten am Haus

Von: Markus am 26.11.2011

Bisher haben wir am Haus ja die Leute immer nur machen lassen und zugeguckt. Heute mussten wir allerdings auch mal selbst ran. Bevor nämlich nächste Woche die Dämmung angebracht wird sollten an allen vier Ecken des Hauses noch Leerrohre für Kabel durch die Wand. Die laufen jetzt oberirdisch durch die Wand und dann ín der Dämmung senkrecht nach unten um dann unter der Erde die Dämmung nach außen zu durchbrechen. Auf die Art und Weise bleibt der Keller trocken und wir brauchen nicht noch zuviele teure Wanddurchführungen. Dafür mussten heute fünf Löcher gebohrt werden. Durch die 36,5-cm-Kalksandstein-Kellerwand. Schräg nach innen oben (wg. Wasser). Schon beim ersten Loch habe ich die doofe Idee verflucht. Aber nun ja…

Dummerweise habe nach dem ersten Loch nicht nur ich keine Lust mehr gehabt. Die Bohrmaschine meines Vaters hat spontan und anscheinend endgültig den Dienst eingestellt. Frage: wo bekommt man Samstag nachmittag auf die Schnelle leihweise sowas her (nachdem wir heute morgen schon eine lange Leiter kaufen mussten, da die Maurer ihre nach Abschluss ihrer Arbeiten mitgenommen haben, wollten wir nicht noch was teureres ohne gründliche Recherche kaufen)? Der lokale Baumarkt verleiht keine Maschinen und zum weiter weg Fahren fehlte die Zeit. Glücklicherweise gibt es Studentenclubs, die mit entsprechenden Dingen ausgerüstet sind und sich dankenswerterweise bereiterklärt haben auszuhelfen. Dafür sei hier nochmal gedankt!

Während Manu die Leihbohrmaschine besorgte, hatte ich Zeit mal auf's Dach zu klettern (mit den Dachlatten ganz einfach und dank der Unterzugbahn sieht man auch nicht, wie hoch das ist) und Fotos zu machen. Daher heute ein Panoramablick, den sonst nur der Schornsteinfeger bekommt. Wie versprochen reichen wir natürlich auch noch ein Foto des Glasdachs nach.

Das dreigeteilte Glasdach von innen.
Das Glasdach von der Galerie innen aus. Ich bin mal gespannt, wie wir das mal reinigen.
Ein Foto des Schornsteins mit den bereits gelegten Dachziegeln.
In der Perspektive könnte man fast denken, das Dach wäre schon fertig. Dreißig Zentimeter weiter links sieht es allerdings noch anders aus.
Markus beim Bohren eines Wanddurchbruchs an der Außenwand
Ein 1-Meter-Bohrer und eine 1000W Maschine. Nach einigen Gewürge war auch das passende Loch in der Wand (Problem: man bohre ein 25er Loch, wenn man nur einen 24er Bohrer hat). Dummerweise hat die rote Maschine es nicht überlebt. Hat komisch gerochen und keinen Mucks mehr gemacht. Die Ersatzmaschine hat dann allerdings tapfer durchgehalten.

 Zum Schluss noch das Panorama vom Dach. Das ist wieder ein bisschen groß, also anklicken um die komplette Version zu sehen!

Panorama vom Dach

Fazit des Tages: fünf Leerrohre sind durch die Wand geführt und können mit in die Dämmung gepackt werden. Eine Bohrmaschine und ein Bohrer (glücklicherweise einer der billigen, nicht einer der teureren SDS-Bohrer) sind über den Jordan (beide sind wohl zu warm geworden. Maschine roch komisch, Bohrer hat orange geleuchtet). Ich würde es jetzt nicht unbedingt als vollen Erfolg bezeichnen wollen, auch wenn zumindest das Tagesziel erreicht wurde…

Ausgesperrt!

Von: Markus am 29.11.2011

Helma macht es wie die NBA im Moment: sie sperren uns aus. Zugegebenermaßen unabsichtlich: die Fensterbauer haben die Fenster und die Bautür eingebaut und wir haben noch keinen Schlüssel. Wird hoffentlich diese Woche noch. Das Norddach ist ebenfalls gedeckt und auf dem Süddach warten wir noch auf die Kollektoren. Insgesamt ist das Haus aber schon dicht. Von daher kann uns auch Regen kaum mehr schrecken. Wenn wir diese Woche noch einen Schlüssel kriegen, dann sind wir am WE schonmal sehr gespannt wie das so ist im Haus mit Fenstern und ohne Wind. Die Dämmung wurde auch schon angefangen, so dass wir jetzt auch einen Eindruck von den endgültigen Außenproportionen haben. Es geht also voran.

Schlüsselsuche...

Von: Manu am 30.11.2011

...erfolgreich abgeschlossen. Unser Bauleiter hat uns heute mitgeteilt, wo die Handwerker uns den Schlüssel versteckt haben. Schade eigentlich, dass das so einfach war - gar keine Herausforderung wie beim Geocachen.

Ja, was soll ich sagen: in so einem Haus mit Fenstern und Tür ist es gleich gar nicht mehr so kalt. Jetzt muss ich nur zusehen, dass mein Mann nicht die alleinige Schlüsselgewalt hat.

Und für alle neugierigen: hier endlich wieder mal ein Foto, gemacht von der Zeitrafferkamera, da es ja immer schon dunkel ist, wenn wir abends an der Baustelle sind.

Haus in Südansicht mit Fenstern
Alle Fenster sind drin.

Dämmung und lauter andere Dinge

Von: Markus am 01.12.2011

Die Dämmung kommt gut voran. Auf der Südseite ist sie im Prinzip schon fertig und kann nächste Woche dann geputzt werden. Die anderen Wände zeigen auch guten Fortschritt, werden aber im Moment mal wieder von einem kleinen Problem aufgehalten: der Fensterbauer hat die falschen "Ohren" geliefert. So nennen die Putzer diese Plastikschienen, die an Fensterbrettern seitlich den Abschluss bilden. Wir haben silberne Fensterbretter, sollten aber weiße "Ohren" kriegen. Ergo: nochmal das ganze. Am Montag kommen die richtigen Teile und dann kann auch die Dämmung weitergebaut werden.

Das Norddach ist übrigens schon fertig gedeckt  einschließlich verkleidetem Schornstein, so dass von diese Seite das Haus schon richtig weit aussieht. Auf der Südseite ist das leider noch anders: die Kollektoren lassen ja noch auf sich warten. Laut ausführender Firma kann der Lieferant die Kollektoren nicht fertigen, weil einer seiner Zulieferer irgendwelche Blechteile nicht beibringt. Man hofft nächste Woche darauf, dass es weitergeht und die Kollektoren übernächste Woche verbaut werden können. Schauen wir mal.

Unabhängig vom Zeitpunkt des Kollektoreinbaus wird die Firma nochmal ein neues Gerüst stellen müssen. Das aktuelle soll nämlich nächste Woche weg, weil es nach dem Verputzen erstmal nicht mehr benötigt wird (und Helma logischerweise keinen Bock hat wochenlang ein Gerüst rumstehen zu haben. Kostet ja alles.) Im Zuge dessen verschwindet auch der Kran, der seit Wochen die Baustelle geziert hat. Das ist alles nötig, damit die Tiefbauer unsere Wasserzisterne und Kläranlage einbauen und mit dem Haus verbinden können. Wenn alles klappt, dann kommt hoffentlich auch passend der Anschluss ans Stromnetz (mal schauen, wie sich e.on da schlägt) und der Telefonanschluss. Dabei wird dann auch das Gelände vor dem Haus wie geplant angeschüttet, so dass wir ohne Leiter reinkommen.

Die Fensterbauer müssen auch nochmal ran. Auf dem Foto von gestern sieht man in der Glasfront eine weiße Platte. Dort fehlt noch eine Scheibe (vermutlich beim Einbau kaputt gegangen). Außerdem ist eins der bodenlangen Fenster im Dachgeschoss quer durch gerissen. Macht erstmal nix, wird halt noch getauscht demnächst.

Zuguterletzt (nächste Woche geht es wirklich Schlag auf Schlag) ist die Rohinstallation Elektro und Sanitär nächste Woche fällig, damit der Innenputz dann irgendwann kommen kann. Danach bekommen wir auch endlich eine Bautreppe und das von Manu verhasste Leitern Steigen hat ein Ende.

Überblick des Hauses von Norden aus.
Das Haus von Norden. Das Dach ist schon fertig, wie man sieht.

 

Jede Menge Fortschritt

Von: Markus am 08.12.2011

Wie erwartet ist diese Woche viel los auf der Baustelle. Die Elektriker sind fleißig dabei das Haus zu verkabeln. Überall sitzen Dosen in den Wänden, liegen Leerrohre kreuz und quer und hängen Kabel aus der Wand. Die Dämmung ist fertiggestellt, wird allerdings über Winter ohne Putz stehen bleiben. Heute morgen hatten wir eine längere Baubesprechung mit den Tiefbauern, die nun Kläranlage und Zisterne einbauen und alle Gräben für die Außenanschlüsse machen. Das wird alles noch diese und Anfang nächster Woche geschehen, weil… Überraschung: am Dienstag kommen die Solarkollektoren! Bis dahin müssen die Kabelgräben wieder zu und hinterm Haus die Terasse angeschüttet sein, da dort ein Gerüst stehen muss.

Die Herstellung der Außenanschlüsse hatte (bzw. hat noch) eine mittelschwere Odyssee zur Folge. Stichwort: Telekom… Erfahrene Bauherren brechen hier schon in manisches Gelächter aus. Wir hatten ja schon vor geraumer Zeit unseren Antrag auf Neuanschluss abgegeben. Ursprünglich hieß es, dass das Kabel von e.on mit gelegt wird, wenn die das Stromkabel setzen. Als es dann zur Sache gehen sollte war davon plötzlich nicht mehr die Rede und die Telekom wollte alles selbst machen. Im Endeffekt ist nichts passiert (weder bei e.on noch der Telekom) und unser Kran blockierte dann lange Zeit den entsprechenden Zugangsweg. Anfang November, als absehbar war, dass der Kran verschwinden würde, haben wir mal wieder vorsichtig bei der Telekom nachgehakt, wie das denn nun werden sollte. Ein Rückruf kam leider nie. Manu hat das ganze versucht voranzutreiben, war aber irgendwann der Meinung, dass sie zu vorsichtig rangeht und hat mich gebeten doch mal das alte "Guter Bulle - Böser Bulle"-Spiel zu spielen. Gesagt, getan: Bauherrenhotline der Telekom angerufen, nachgefragt, wie der Stand denn ist und was so passieren soll. Die Dame am anderen Ende war völlig entsetzt ("Was? Der Auftrag läuft schon seit Mai und da ist noch nichts passiert?"), konnte mir aber nicht wirklich helfen ("Ich schreibe eine Mail an den Disponenten. Ich kann Ihnen aber nicht sagen, wann der reagiert."). Naja…

In der Zwischenzeit haben wir über einen Kumpel, der sich mit den speziellen Befindlichkeiten des Ladens etwas auskennt, nochmal eine Nachfrage angeleiert. Was der so genau gemacht weiß ich nicht, aber kurz drauf kam von ihm die Erfolgsmeldung: die rufen euch an und liefern das Kabel noch diese Woche. Wunderbar, nur: der Anruf kam nie. Keine Ahnung, irgendwo versacken die Rückrufe immer im System. Für uns wurde es langsam dringend, denn das Telefonkabel liegt bei uns mit in der Mehrsparteneinführung zusammen mit Strom und Wasser und die muss (wegen des Wassers und der Kälte) langsam unter die Erde damit uns da nix aufgefriert. Heute morgen hat er also nochmal nachgehakt. Kurz darauf kriege ich den Hinweis von ihm, dass der Rückruf jeden Moment erfolgen sollte. Tatsächlich: just in dem Moment klingelt mein Handy und der Herr vom Telekom-Baubüro ist dran. Der Auftrag wäre an die Baufirma raus und würde nächste Woche bearbeitet. Hm, nächste Woche ist unter Umständen zu spät, die Tiefbauer sind nur bis Dienstag da. Er hat mir dann glücklicherweise den Kontakt zur bauausführenden Firma verschafft, damit ich mich mit denen selbst absprechen kann. Nach einigem Hin und Her (der eigentliche Bauausführende ist wieder nur Subunternehmer und die übergeordnete Firma kennt dessen Termine nicht etc.pp.) hatte ich dann den Menschen am Rohr, der wirklich am Ende mal das Kabel in die Erde bringen soll. Das Ende vom Lied: wir bekommen morgen früh unser Kabel auf die Baustelle geliefert und lassen das von unseren Tiefbauern mit einbauen. Das Ende bleibt offen liegen und wird nächste Woche vom Telekom-Sub-Subunternehmer angeklemmt. Was lang währt… Vielen Dank nochmal an unseren Kumpel, der mit schneller Hilfe zum Gelingen der Aktion beigetragen hat!

A propos Dichtungen: eine kleine negative Überraschung hatten wir gestern nacht: im Keller stand mal wieder Wasser. Laut den Elektrikern drückte das Abwasserrohr rein. Das lag ja bisher nur mit offenem Ende in der Erde und hatte offenbar dem momentan anstauenden Sickerwasser nichts mehr entgegenzusetzen. Das Rohr ist jetzt seit heute dicht und das Wasser im Keller sollte auch entfernt worden sein.

Die Kläranlage ist auch schon sehr weit. Leider ist der bestellte monolithische Behälter nicht lieferbar, so dass wir nun doch eine Anlage aus Betonringen bekommen… Naja, hoffen wir, dass die langfristig dicht bleibt. Die Zisterne liegt momentan in Einzelteilen im Garten und wird morgen oder Anfang kommender Woche eingebaut.

 Man sieht also: viel los, viel passiert. Wir waren bloß zu faul zum Bloggen. Das haben wir hoffentlich jetzt ausreichend nachgeholt. Foto gibt es heute nur eins: die Kläranlage und Zisterne in Einzelteilen bei der Anlieferung. Evtl. folgen am Wochenende mehr.

 

Der Laster mit den Betonteilen der Kleinkläranlage und Regenwasserzisterne
Ziemlich massive Teile: 3,5m³ Kleinkläranlage und 6m³ Regenwasserzisterne aus Beton.

 

Wieder mal Eigenarbeiten

Von: Markus am 11.12.2011

Nach einem eigentlich schon anstrengenden Wochenende mit Familien- und Weihnachtsfeier mussten wir heute nochmal ran: da nächste Woche ja eventuell die Terrasse aufgeschüttet werden soll musste vorher noch ein Kabel durch die Wand und in ein passendes Schutzrohr verpackt werden. Außerdem soll im Keller die Wasseruhr und möglicherweise die Stromverteilung angebracht werden, so dass wir unbedingt die Wände vorher streichen wollten, statt hinterher aufwändig um die Technik drumrum zu malern. Also gestern schnell noch einen Eimer weiße Farbe (Lehmfarbe. Wollten wir sowieso mal ausprobieren, wie die sich verarbeitet) gekauft und heute losgelegt. Zuerst mit hinreichend vielen Scheinwerfern für Licht und nebenbei Wärme gesorgt (Baustrahler sind bei den Temperaturen wirklich praktisch) und die schon vorhandenen Stromkabel beiseite gepackt. Eine kurze Stunde später waren gut 30m² Wand weiß gestrichen.

Markus im weißen Ganzkörperschutzanzug
Sieht aus wie nach einem Atomunfall, ist aber nur ein Maleranzug um die Klamotten und Haare zu schützen.

 Kaum war das überstanden war noch das Außenkabel anzubringen. Abgemessen hatte ich das letzte Woche schon, es war also "nur" noch notwendig es durch die Wanddurchführung zu schieben und in das Schutzrohr einzubringen. Tja… Die Wanddurchführung war ja noch ok (auch wenn dank der Kälte das Kabel recht steif war und damit das Schieben nicht so einfach von der Hand ging). Das Schutzrohr war da schon eine andere Sache. 20 Meter Schutzrohr ohne Fädelhilfe sind alles andere als einfach. Ich war am Ende fix und fertig. Nächstes Mal muss ich mir dringend passendes Werkzeug leihen. Dank tatkräftiger Hilfe hat es zwar auch ohne geklappt, es hätte aber auch deutlich einfacher sein können.

Ein Panorama des Hauses mit dem Schutzrohr quer durch den Garten.
Sooo lang war das Schutzrohr (Anklicken um das Panorama in groß zu sehen.

Wie versprochen reichen wir noch ein paar Bilder vom Haus nach. Zuerstmal da Haus in seiner ganzen Pracht ohne Gerüst:

Das Haus von Südosten.
Sieht schon ziemlich gut aus. Die endgültige Fassadenfarbe wird allerdings eine andere sein.

Mittlerweile kann man sich schon ziemlich gut vorstellen, wie das mal abschließen aussehen wird. Außerdem noch ein Blick in unsere (mittlerweile wieder verschlossene) Kleinkläranlage. Die drei Kammern erfüllen später mal alle unterschiedliche Zwecke, auch wenn ich im Moment gestehen muss, dass ich keine Ahnung hab, welche was macht.

Blick von oben auf die drei Kammern der Kleinkläranlage
Die noch offene Kleinkläranlage, die später mal für sauberes Abwasser sorgt.

Anschlüsse gelegt

Von: Markus am 13.12.2011

Nachdem wir die Odyssee mit der Telekom durch haben und auch alle Stromkabel vorhanden sind konnte gestern die Mehrspartendurchführung geschlossen werden. Damit haben wir jetzt den Wasseranschluss im Haus (wenn auch nur im Keller) und nicht mehr an der Straße. Strom- und Telefonkabel liegen zwar schon, sind aber noch nicht angeschlossen. Das ist soweit erstmal kein Problem, es ging hauptsächlich darum die Wasserleitung unter die Erde zu bringen, damit die uns nicht eingefriert. Das ist nun fast geschafft, genauso wie mittlerweile auch die Kellerdämmung fast komplett angebracht ist, so dass in den nächsten Tagen mit dem Aufschütten des Geländes rund ums Haus begonnen werden kann. Um die Terrasse aufzuschütten war es noch notwendig eine Stützmauer hinters Haus zu setzen, da dort eine Zufahrt zum Garten freigehalten werden sollte. Das wurde gestern auch erledigt, so dass nun wirklich nichts mehr im Weg steht. Heute und morgen wird der Rest der Solaranlage montiert, so dass dann auch das Dach seine endgültige Form hat und wir uns keine Sorgen mehr wegen der Schneelast im Winter machen müssen. 

Einziges Problem bisher: der Untergrund ist sehr weich, so dass sich die Bagger teilweise festfahren. Um dem vorherigen Eigentümer des Grundstücks zu zitieren: "Das sieht ja aus wie auf einem Übungsplatz!". Stimmt. Erst recht seitdem ein Kettenbagger im Einsatz ist, der auch noch die passenden Spuren hinterlässt. Wie die Solarbauer allerdings die Kollektoren auf's Dach bekommen (Kran ist nicht mehr da und für einen Autokran dürfte der Untergrund gerade zu weich sein) ist mir noch schleierhaft. Wir werden das beobachten…

Zisterne eingebaut

Von: Markus am 13.12.2011

Nur ein kurzes Update was heute gemacht wurde: die Zisterne ist im Garten eingebaut. Der sieht nun natürlich noch mehr aus wie nach einem Bombenangriff. Da es auch schon den ganzen Tag regnet (und auch in Zukunft weiter regnen wird) ist das aufgewühlte Erdreich rund ums Haus nur noch Matsch. Dafür kann allerdings das Wasser vom Dach jetzt zumindest zum größten Teil abfließen und sammelt sich in der Zisterne.

Wir wissen nun mittlerweile auch, wie wohl morgen die Solarkollektoren auf's Dach kommen: per Aufzug. Ein Kran scheint nicht notwendig zu sein. Mittlerweile ist die Terrasse fast auf volle Höhe angeschüttet und das Gerüst für die Bauarbeiten morgen steht wieder. Wenn die Kollektoren drauf sind, dann können wir auch endlich mal einen Zeitraffer vom bisherigen Bau vorbereiten.

Der Hausanschlussraum ist auch in einem guten Zustand: der Zählerkasten ist gesetzt und alle Kabel sind sauber an der Wand verlegt. Fehlt nur noch die Kläranlagentechnik und die Heizung, dann ist der Raum fast komplett (bis auf den Fußboden).

Bild der durch die Mehrsparteneinführung verlaufenden Anschlüsse
So sieht die geschlossene Mehrsparteneinführung aus: Wasser (blau), Strom (schwarz, dick), Telefon (schwarz, dünn) und nochmal Strom (nach draußen zur Garage) gehen durch vier Löcher und werden mit Gummidichtungen geklemmt. Sauteuer, aber hoffentlich auf Dauer dicht.
Saudreckige Gummistiefel
Wie eine Mondlandschaft aus Matsch sieht die Baustelle zur Zeit aus. Wenn der Matsch noch tiefer wird werden die Gummistiefel zu kurz.

Die Kollektoren sind drauf

Von: Markus am 17.12.2011

Trotz der Sturmwarnung und des schlechten Wetters der letzten Tage haben es die Kollektoren auf's Dach geschafft. Nachdem es am Donnerstag morgen noch etwas unklar war, ob das noch klappen würde (die eigentlichen Kollektorflächen dürfen wohl nicht nass werden, weil sie dann Flecken bekommen. Am Donnerstag hat es aber immer mal wieder geregnet.), wurde das Wetter doch noch besser und die Kollektoren konnten montiert werden. Damit ist das Dach jetzt fast komplett geschlossen (kleiner Nacharbeiten der Dachdecker rund um die Kollektoren fehlen noch). Aufgrund des Verlaufes der Zuleitungsrohre für die Kollektoren werden wir im Bad leider eine kleine Vorbauwand brauchen, so dass dort etwa 10cm von einer Wand verloren gehen. Ist allerdings im großen und ganzen untragisch. Wir müssen uns nur merken wo die Rohre verlaufen, damit wir sie mit der Bohrung für den Waschtisch und Spiegelschrank nicht treffen.

Außerdem kamen noch die Konsolen für die Fensterbänke und die Haustür. Das ganze hat folgenden Hintergrund: Das Haus ist am Keller mit einer 16cm starken Styropor-Dämmung versehen. Über die müsste man ja nun die ganze Zeit wegtrampeln und würde Gefahr laufen die zu zerstören. Daher kommt vor jeden Ausgang (Terrasse und Haustür) eine Stahlkonsole, auf der später entweder eine Natursteinplatte oder eine Betonstufe liegen wird. Diese Konsolen wurden gestern abend noch im Dunkeln montiert (sehr zu unserer Überraschung war plötzlich jemand auf der Baustelle spät am Abend und hat noch gearbeitet.)

Bilder gibt es natürlich auch wieder. Zuerst die Kollektoren von der Zeitrafferkamera aufgenommen:

Südansicht des Hauses mit den Kollektorflächen
So sehen die Kollektorflächen aus. Noch fehlt das Schutzglas darüber. Im Moment sind sie mit einer Plane abgedeckt.

Außerdem hatte ich ja schon davon gesprochen, dass unsere Stützmauer für die Terrasse gesetzt wurde. Damit ist die Einfahrt zum Garten dann demnächst auf frei.

 

Seitenansicht der Stützmauer für die Terrasse
Die Stützmauer aus Beton-L-Elementen. Sieht gar nicht mal so hässlich aus.

Damit man sich mal vorstellen kann, was das Wetter (und die Bagger) in der letzten Woche mit unserem Grundstück (und dem unseres Nachbarn) angerichtet hat: eine Mondlandschaft.

 

Ansicht der schlammigen Landschaft, die mal eine Wiese war.
Der reinste Matsch. Die Baggerfahrer haben das schon wieder ein wenig glattgezogen, aber drauftreten sollte man nicht.

Das Wasser sammelt sich naturgemäß auch in unserer Drainage, die aber mangels Pumpe das noch nicht zur Versickerung abführen kann (wobei sich die Frage stellt, wieviel in dem aktuell vollgesaugten Boden versickern würde). Das sieht dann so aus:

 

Blick in den wassergefüllten Pumpenschacht.
Wasser im Pumpenschacht bis Oberkante Gelände. Nicht gut.

Wir haben daher heute beschlossen uns eine kleine Tauchpumpe zu kaufen um da mal wieder für etwas Entlastung zu sorgen. Das ist zwar noch nicht die endgültige Drainagepumpe, aber zumindest für's erste können wir schonmal das Wasser wegschaffen. Das nach oben offene Rohr, was auf dem Bild zu sehen ist ist der Überlauf zur Zisterne und damit Versickerung. Dort muss das Wasser also rein. Die Menge an Wasser sieht unspektakulär aus, bis man weiß, dass es in dem Schacht ungefähr 2 Meter nach unten gehen sollte. Es muss also ne Menge Wasser raus. Unsere gekaufte Pumpe fördert angeblich maximal 7800 Liter pro Stunde. Wir dachten also, dass das in 20 Minuten gegessen sein sollte… Tja, das war ein Irrtum. Am Ende hat es fast eine Stunde gedauert (wahrscheinlich schafft die Pumpe nicht mehr die volle Leistung bei der Förderhöhe). Der Schwall Wasser, der so aus dem Pumpenschlauch kommt ist durchaus beeindruckend:

 

Das Ende des Pumpenschlauchs aus dem Wasser schießt.
Maximal 7800 Liter pro Stunde sind ein ganz schöner Schwall Wasser.

Das Spiel werden wir wohl in nächster Zeit noch öfter spielen um die Erde rund ums Haus einigermaßen trocken zu bekommen. Als wir den Zulauf aus der Drainage in den Schacht freigepumpt hatten lief es jedenfalls schon wieder gut nach. In Zukunft wird das natürlich eine automatische Pumpe übernehmen, aber bis dahin dürfen wir halt hin und wieder ran. Die Zisterne ist übrigens von den Regenfällen der letzten Tage und unserer Pumpaktion heute so ziemlich voll. 6 m³ Wasser, die wir im Moment eigentlich gar nicht brauchen. Sind ja noch keine Beete da und selbst wenn da welche wären: gegossen werden müssten sie gerade definitiv nicht.

 

Die Kläranlage ist nicht dicht

Von: Markus am 21.12.2011

Am Montag sollte die Kläranlage in Betrieb genommen werden (d.h. die Technik war einzubauen). Alles war soweit vorbereitet: Behälter versetzt, Wanddurchführung und Schutzrohr vorhanden etc. Die Mitarbeiter von ATB sind pünktlich angerückt um die Technik einzubauen und haben festgestellt, dass die Anlage erstmal leergepumpt werden muss. Gut wir hatten ja sowieso eine Pumpe gekauft. Also rein mit der Pumpe und ab mit dem Wasser in den Überlauf. Dabei haben wir dann festgestellt, dass das Wasser in allen Kammern gleichmäßig sinkt. Das sollte nicht sein, denn die Ablaufkammer muss bei einer vollbiologischen Kleinkläranlage absolut dicht sein, damit der Klärprozess auch wirklich sauberes Wasser liefert. Eine Fuge war nicht dicht. Das Ende vom Lied: die Herren von ATB haben den Schaltschrank mit Steuerung und Verdichter im Keller eingebaut und Luftschlauch und Sensorkabel in den Behälter gezogen. Der Seperator konnte nicht eingebaut werden, weil dann die Mitarbeiter des Tiefbauers, die die Grube noch abdichten müssen, nicht mehr in den Behälter steigen könnten. Das wird dann wohl später kurz vor dem Einzug werden. Der Hauptaufwand ist ja erledigt.

Außerdem haben wir gestern einen Anruf von e.on bekommen, dass sie heute morgen den Stromanschluss legen wollen. Die waren leicht verwundert, dass dort auch noch ein Telefonkabel liegt und haben sich gefragt, ob sie das wohl mit verlegen sollen. Sollen sie eigentlich  nicht, aber da es Blödsinn wäre den Graben auf dem Grundstück zweimal zu ziehen, konnten wir (dank der Vorgeschichte haben wir ja die Telefonnummern der bauausführenden Firma der Telekom) noch einrühren, dass heute auch das Telekomkabel mit gelegt wird. Da wir im Moment im Urlaub sind können wir das zwar vor Ort nicht nachprüfen, hoffen aber mal das beste.

Zuguterletzt sollten heute noch die Kollektoren fertiggestellt werden. Gestern war ein Mitarbeiter der Firma krank, daher sollte es heute weitergehen. Können wir zwar auch gerade nicht prüfen, hoffen wir aber einfach mal das beste.

Dach endlich komplett fertig

Von: Markus am 03.01.2012

Nachdem vor Weihnachten schon die Kollektoren fertiggestellt worden waren, wurde nun das Dach komplettiert. Es fehlten rund um die Kollektoren noch Dachziegel, die jetzt drauf sind. Außerdem wurden noch einige Anschlüsse abgedichtet, wobei da noch Nacharbeiten notwendig sind. Die Kläranlage wurde auch nochmal bearbeitet und wartet nun auf die Technik, die wohl aber erst kurz vor der Hausübergabe endgültig eingebaut werden wird.

Vor Weihnachten hatte die e.on angekündigt den Stromanschluss legen zu wollen. Haben sie auch tatsächlich getan, allerdings mit eher unangenehmen Folgen: am 27.12. bekamen wir Nachricht von unserem Nachbarn, dass wir uns doch deswegen mal melden mögen. Die Baufirma hatte das Kabel vor seinem Grundstück verlegt und zu diesem Zweck natürlich einen Graben ausgehoben. Die ehermals einigermaßen saubere Kiesoberfläche ist jetzt eine Schlammwüste. Nicht so gut, da sind noch Nacharbeiten notwendig. Außerdem wurde sehr zur unserer Verwunderung das Telekomkabel nicht mit verlegt, sondern endet immernoch an der Hausanschlusssäule. Da müssen wir auch nochmal nachhaken, was da schiefgegangen ist trotz Absprache.

Heute zog ein größerer Sturm über das Land und auch unser Haus ist nicht ganz unberührt geblieben. Zum einen hat es das mobile Klo vorm Haus umgeworfen und zum anderen wurde eine der Balkontüren durch den Wind aufgedrückt. Da müssen die Fensterbauer nochmal einen Blick drauf werfen, denn das sollte eigentlich nicht passieren.

Innen- und Außenarbeiten

Von: Markus am 12.01.2012

Die letzten Tage war es etwas ruhig im Blog, wenn auch nicht im Haus. Zwar ist in der ersten Woche im neuen Jahr nichts besonderes passiert (außer dass wir wieder regelmäßig Wasser aus der Drainage pumpen mussten), dafür geht es diese Woche gut voran. Die Solarmonteure der Firma Drechsler haben die restliche Technik montiert, so dass jetzt von der Seite aus alles bereit ist für den Einbau der Heizung. Außerdem weiß ich jetzt welche Steuerung genau verbaut ist und kann mich mit der Frage beschäftigen, wie ich die kaputt kriege… äh… mit dem Rechner an die ran komme. Offenbar gibt es da bereits Lösungen auch für Linux. Programmieren will ich das Ding ja gar nicht (Ich hab schonmal ein ähnliches bei den Schwiegereltern kaputtgespielt), sondern nur Werte auslesen.

Die Sanitärbauer haben auch die Arbeit aufgenommen und das Haus mit Abflussrohren vollgepfropft. Wir waren gestern morgen auf der Baustelle und haben Details bzgl. Positionen von Amaturen etc. geklärt. Außerdem haben wir uns vorgestern endlich für einen Waschtisch im oberen Bad entschieden. Mir hat der ja schon lang gefallen, Manu war er aber zu teuer. Wie gut, dass der gerade beim lokalen Küchen- und Badhändler im Angebot war und damit deutlich billiger. Es wird also der werden, auf den ich schon lang ein Auge geworfen hatte.

Unsere Odyssee mit der Telekom (und deren Subunternehmern) ist heute um eine weitere Episode bereichert worden: Manu wollte nochmal auf die Baustelle um mit den Sanitärbauern eine Kleinigkeit zu klären. Ich kriege plötzlich einen Anruf, ob ich Zeit hätte. Man muss dazu wissen: momentan habe ich den einzigen Hausschlüssel, den wir haben. Die Sanitärbauer waren heute auf einer anderen Baustelle und das Haus war verschlossen. Manu selbst hätte zwar nicht ins Haus gemusst, aber dafür die Herren von der Telekom-Baufirma, die gern den Anschluss legen wollten. Keine Ahnung, wie die sich das denken, aber zweimal Zusagen per Telefon machen ("Machen wir nächste Woche!"), die nicht einhalten und dann unvorangemeldet die Einfahrt aufreißen und ins Haus wollen… Schon eigenwillig. Wäre Manu nicht zufällig vor Ort gewesen wären die vermutlich unverrichteter Dinge wieder abgerückt, denn: unsere Telefonnummern hatten die offenbar auch nicht. Wir haben jetzt jedenfalls einen Anschluss (zumindest hardwareseitig), so dass das Kapitel abgehakt werden kann (vorerst).

Zuguterletzt noch ein paar Fotos (man entschuldige die Qualität. Alle mit dem Handy, teilweise im dunklen Keller aufgenommen.)

Ein URV1611 Steuergerät
Das Hirn unserer Solarheizung. Der Hersteller hat einen interessanten Namen: Technische Alternative.
Minibagger beim Aufreißen der Einfahrt
Die Herren von der Telekombaufirma beim Buddeln
TAL und TAE-Dose im Keller
Das Telekomkästchen im Keller mit der ersten TAE-Dose. Da soll später mal Internet und Telefon rausfallen.

 

Schnee, Wein und Technik

Von: Manu am 14.01.2012

Haus und Grundstück sind gerade schön mit Schnee verziert während die Sonne lacht und so haben wir uns gedacht, dass es wieder mal Zeit, ein weiteres Weinbild zu machen.

Manu mit Wein im Wintergarten
Wein im Wintergarten, Schnee im Garten

 ... und noch ein paar mehr Bilder - vom Haus im Schnee und von der ganzen Technik am Speichern:

Südseite
Südseite
Vom Nordosten
Die Technik am Speicher
Die Technik am Speicher hat inzwischen auch ihren Platz gefunden.

Kinder, wie die Zeit vergeht!

Von: Markus am 20.01.2012

So könnte man wohl ausrufen, wenn man den Zeitraffer vom Hausbau sieht.Vier Monate werden zu rund 6 Minuten. Der Chef der Baufirma wollte seinen Leuten zum Richtfest glatt eine Lohnerhöhung geben, so wie die im Video rumrennen. Mittlerweile ist das Haus übrigens etwas weiter als am Ende des Videos. Bei den kleinen Nacharbeiten außen lief die Zeitrafferkamera nicht mehr. Die wird nochmal zum Einsatz kommen, wenn der Außenputz angebracht wird.

Nachtrag 10.10.2012: Das Video zeigt mittlerweile den kompletten Bau.

(Das Video benötigt eine Datenrate von etwa 1600 kBit/s)

Innendämmung und -putz

Von: Markus am 21.01.2012

Wir waren ja in letzter Zeit etwas wortkarg. Das beruhte allerdings mehr auf Faulheit, denn auf mangelndem Stoff. Im Haus geht es nämlich ordentlich voran. Man kann sich schon so richtig vorstellen, wie das am Ende mal aussieht. Die Sanitärbauer haben alle Wasser- und Abwasserleitungen eingebaut und die Steigleitungen der Heizung angebracht. Im Dachgeschoss ist die Untersparrendämmung und die Dampfsperre eingebaut worden, so dass die Putzer jetzt zur Tat schreiten können. Das tun sie und wie: wir sind hellauf begeistert von den bisher geputzten Flächen. Sowohl die geraden Wände in den Kinderzimmern, wie auch die runde Wand um den Speicher sind absolut glatt. Wir bekommen laut Helma-Vertrag Putzqualität Q3, was zum Übertapezieren geeignet ist. Wenn die restlichen Wände so werden, wie die bisherigen, dann brauchen wir keine Tapete, sondern können wie geplant den Putz direkt streichen. Sehr schön…

Damit man mal einen Eindruck bekommt, was so passiert haben wir heute einen Schwung Fotos gemacht. Fangen wir am Eingang an. Die Putzer haben für die Zuleitung für ihre Maschine ein Loch in die Tür gehackt. Sieht lustig aus. Nur gut, dass das nochmal getauscht wird.

Ein Loch im Türblatt der Eingangstür
Schon etwas ungewöhnlich.

Wir wechseln ins Gästezimmer. Dort ist einer der zwei Heizkreisverteiler im Haus. Wie die am Ende genau funktionieren muss ich mir auch erst noch anlesen.

Blick in den offenen Heizkreisverteilerkasten.
Ein Heizkreisverteiler. Die elektrischen Zuleitungen sind übrigens noch nicht angeschlossen und wurden daher vermutlich versehentlich auf der falschen Seite der Wand eingeputzt. Das müssen wir mal noch klären.

Damit man sich mal eine Vorstellung davon machen kann, wie das Haus unter dem Dach warm gehalten wird: die Untersparrendämmung (mit Teilen der Dampfsperre) im Bad.

Untersparrendämmung unter der Dachschräge
Untersparrendämmung unter der Dachschräge

Auf die restlichen Wände kommt der Innenputz, von dem wir wie gesagt bisher sehr begeistert sind. Manu geht sogar so weit zu sagen, dass man den gar nicht streichen muss, wenn man die Capuccino-Farbe will.

Geputzte Wand mit Fenster
Man kann sich schon richtig vorstellen, wie das mal wird.
Die verputzte Speicherwand im Wohnzimmer
Selbst an der runden Speicherwand: astrein glatter Putz

Zuguterletzt wechseln wir wieder nach draußen: als zwischen Weihnachten und Silvester die Regenwasserzisterne das erste Mal übergelaufen ist, ist uns was unschönes aufgefallen: der Einlauf aus der Drainage liegt unterhalb des Geländeniveaus um die Zisterne. Statt dass das Wasser also im Notfall über die Wiese abfließt drückt es in die Drainage zurück. Das war so natürlich nicht geplant. Glücklicherweise ist der Einlauf sowieso schon ein nach oben zeigendes Rohr, so dass wir dieses nur verlängern brauchten. Das haben wir heute getan und auch gleich ausprobiert: das Wasser läuft in die Wiese und die Drainage bleibt trocken wie gewünscht.

Der verlängerte Einlauf im Drainageschacht
Wie eine gigantische Wasserwaage: der Einlauf und die Zisterne sind durch gut 20 Meter Rohr verbunden

Das überlaufende Wasser hatte im Schnee einen lustigen Effekt. Durch die Bodenform lief es zu einer riesigen Achtelnote zusammen:

Wasser in der Wiese in Form einer Note
Wie eine große Achtelnote im Schnee. Der Notekopf ist übrigens an der tiefsten Stelle gut einen Meter. Reicht also locker für nasse Füße.

Ein Rundgang durchs (fast fertig) verputzte Haus

Von: Markus am 29.01.2012

Wir haben ja schon davon berichtet, dass mittlerweile der Innenputz Gestalt annimmt. Damit man sich mal einen Eindruck davon machen kann, wie das aussieht haben wir gestern ein paar Fotos gemacht. Es fehlen nun nur noch die Bäder (da kommt anderer Putz rein), eine Seite des Eingangs und der Keller (dort wird der Kellervorraum und der Speicher geputzt). Das sollte dann im Laufe der Woche passieren. Man merkt schon deutlich, dass der Putz eine Menge Feuchtigkeits ins Haus bringt: alles was kühl ist (Fenster, teilweise Decken etc.) beschlagen. Wir haben gestern schonmal das Wasser weggewischt und gelüftet und werden das auch heute nochmal tun. Bringt ja nichts: das Wasser muss raus.

So, nun aber die Bilder:

Außenansicht von Süden im Schnee
So sieht's von außen ohne Gerüst aus. Das ist nämlich letzte Woche auch spontan verschwunden.
Blick ins verputzte Treppenhaus
Das Treppenhaus. Das unten ist übrigens das Lichtband und nicht die Eingangstür. Die ist weiter links.
Blick auf die verputzte Galerie
Die andere Richtung: auch die Galerie ist verputzt
Detailaufnahme von der Wand mit feuchten Flecken
So sehen die Wände gerade aus: viel Feuchtigkeit ist noch im Putz.
Blick in die Küchenecke
Aber schick ist's schon… Die Küche.

Zuguterletzt noch ein Bild des Wohnzimmers. Da das etwas größer ist: Klick auf die Vorschau um es in voller Auflösung zu sehen!

Thumbnail des Wohnzimmerpanoramas

Kalt ist es...

Von: Markus am 04.02.2012

...noch, wie man sagen muss. Die Heizungsbauer haben nämlich gerade begonnen die Bodenisolierung einzubauen. Nicht mehr lang und wir können tatsächlich das Haus auf Temperatur bringen. Bevor das allerdings so weit ist legt der Winter nochmal ordenlich vor und alles rundrum friert ein. Nach bisheriger Planung hätte nächsten Freitag der Estrich kommen sollen. Allerdings wird das aller Wahrscheinlichkeit nach nix werden. Im Haus könnte man zwar problemlos für die notwendige Wärme sorgen, allerdings muss die Mischmaschine für den Estrich draußen aufgestellt werden und da sind die Minusgrade dann ein Problem. Da friert das Wasser ein, bevor es wirklich losgehen kann. Warten wir's also mal ab.

Blick ins Wohnzimmer mit dem Styropor auf dem Boden
Etwas empfindlicher Boden: Styropor als Trittschalldämmung unter der Fußbodenheizung.
Im Regenfass ist das Wasser schon zu 2/3 durchgefroren.
Der Frost ist fleißig: das Regenfass ist fast komplett durchgefroren.

Wir hatten gestern abend noch eine Überraschung:vor unserer Einfahrt steht ein Verkehrsschild, oder korrekterweise: stand ein Verkehrsschild. Irgendwer (wir sind noch nicht ganz sicher, wer) hat das Ding umgefahren. Es ist sauber über der Erde um 90° abgeknickt und liegt flach in unserer Einfahrt. Links und rechts davon im Schnee die Spuren von einem LKW. Da müssen wir mal rausfinden, wie das passiert ist und der Gemeinde bescheidsagen.

Das umgefahrene Verkehrsschild in unserer Einfahrt
Links eine Reifenspur, rechts eine Reifenspur (beide im Bild nicht zu erkennen) und in der Mitte: ein Schild. So soll das eigentlich nicht aussehen.

Stillstand und Widerspruch

Von: Markus am 12.02.2012

Wie man schon gemerkt hat ist es gerade sehr ruhig an der Hausfront. Die Dämmung unter der Fußbodenheizung ist zwar verlegt, aber sonst passiert nichts weiter, weil es schlicht zu kalt ist. Laut Wetterbericht wird das auch noch ein wenig so bleiben. Wir üben uns also in Geduld.

Damit uns in der Zwischenzeit nicht langweilig wird haben wir erstmal dem Gebührenbescheid des Wasserzweckverbandes widersprochen. Die mögen uns nämlich gern 2€/Monat als Grundgebühr für die Einleitung von Niederschlagswasser in Rechnung stellen. Unsere Zisterne läuft ja aber im Moment regelmäßig genau deswegen über, weil wir eben keine Verbindung zum Kanalnetz haben. Sind zwar nur 12€ im Jahr aber da sind wir dann ganz deutsch-korrekt. 

Das obligatorische Wein-Bild - diesmal mit Innenputz

Von: Manu am 18.02.2012

Wein am Wintergarten

Fußbodenheizung begonnen

Von: Markus am 20.02.2012

Endlich wieder Fortschritt! Nachdem es seit einigen Tagen wieder wärmer ist haben die Heizungsbauer ihr Werk wieder aufgenommen und angefangen die Heizschlangen für die Fußbodenheizung einzubauen. Galerie und ein Kinderzimmer sind bereits verlegt. Die Dinger liegen ganz schön dicht. Hätte ich weiter getrennt erwartet.

Wie uns erklärt wurde ist der bestimmende Faktor die Länge der Leitung, die im Raum verlegt ist. Diese bestimmt wieviel Leistung die Heizung in den Raum abgeben kann. Zum Problem wird das dann, wenn bspw. ein Badezimmer belegt werden soll. Dort sind ja viele Flächen, die nicht belegt werden können (Badewanne, evtl. Dusche etc.). Da wird es dann wohl für die Heizungsbauer manchmal kompliziert die notwendige Länge unterzubringen, weil wohl die Heizschlangen nicht beliebig dicht gelegt werden können.

Damit man mal sieht, wovon ich rede, hier ein Foto:

Blick in die Galerie mit den Heizschlangen der Fußbodenheizung
Keine große Spule, sondern unsere Heizung.

 

Der Estrich ist da

Von: Markus am 27.02.2012

Nachdem nun mittlerweile die Sandgruben wieder aufgetaut sind konnte am Donnerstag und Freitag der Estrich eingebaut werden. Wir haben gestern schonmal erste Gehversuche wagen können (ganz vorsichtig um ja nix zu beschädigen). Das Haus verwandelt sich immer mehr in ein Tropenhaus. Überall tropft es von der Decke und läuft die Fenster runter. Das wird noch lustig die nächsten Wochen.

Bild von der Ofennische mit Dehnungsfugen
Die Nische wo der Ofen mal steht. Man sieht im Boden schön die Dehnungsfuge, wo der Heizestrich an den Verbundestrich anschließt. Unterm Ofen ist der Estrich nämlich durchgehend bis auf den Beton, damit der Ofen nicht einfach einbricht.
Feuchtigkeit um die Wasseranschlüsse in der Küche formt ein Gesicht im Putz
Hilfe! Lasst mich hier raus! In unserer Küche ist offenbar ein Alien eingesperrt

Wir hatten über den Winter ungebetenen Besuch in unserer Gartenhütte. Ok, eigentlich hätten wir das ahnen können: man lagert einfach kein Vogelfutter in erreichbarer Höhe:

Reste vom Vogelfutter auf dem Boden verteilt
Angefressen
Vogelfuttertüte mit Loch
Gar nicht mal so groß, das Loch. Aber ausreichend.
Ecke mit Anschlusskabel der Hütte. Im Splitt ist ein Mauseloch
Da müssen sie wohl reingekommen sein. Zumindest ist dort im Splitt ein Loch gegraben
Die Vogelfuttertüte hängt frei unterm Dach
Hoffentlich unerreichbar: die wieder verklebte Tüte hängt jetzt frei an der Decke.

Inbetriebnahme der Heizung und andere Fortschritte

Von: Markus am 07.03.2012

Es geht wieder in großen Schritten voran. Nachdem der Estrich betret- und belastbar ist sind die Leute wieder fleißig am Werkeln. Die Elektriker haben die Steckdosen und Lichtschalter gesetzt. Die Heizungsbauer haben den Ofen montiert und an den Speicher angeschlossen (auch wenn der momentan noch nicht benutzbar ist). Zu diesem Zweck haben sie einen riesigen Deckendurchbruch unterm Ofen gebohrt. Der Ofen ist ja ein Holzvergaserkamin, der eine gute Zuluft braucht. Die wird unter der Kellerdecke von draußen reingeholt. Naja und irgendwie muss die dann nach oben um an den Ofen im Wohnzimmer zu kommen. Der ist übrigens ein ziemlich mächtiger Brocken…

Außerdem wurde heute der Speicher mit Wasser gefüllt und hat laut Anzeige schon 1,7kWh Wärme vom Dach gesammelt, was sich in einer Erwärmung des oberen Bereiches auf 18°C ausdrückt. In unserem Flur stehen momentan zwei große Ausgleichsbehälter, die noch an die Heizung müssen. Das bringt unsere Planung mit dem Heizungsraum etwas durcheinander. Bisher war nämlich nur von einem Gefäß die Rede. Mal schauen, wie wir das nun sortieren, damit auch die Waschmaschine noch in den Raum passt.

Die Trockenbauer haben angefangen die Ständer für verschiedene Vorbauwände zu stellen. Da müssen wir im Bad auch nochmal reden, weil sie mit dem Abstand etwas großzügig waren und so unser Badmöbel nicht mehr passen würde. Naja, wird alles noch geklärt.

Insgesamt geht es gut voran und wir schauen doch etwas optimistischer auf den Einzugstermin. Die Wohnung ist zu Ende Mai gekündigt, so dass es hoffentlich gut klappt. Etwas viel Feuchtigkeit ist noch im Haus, aber die werden wir auch noch los.

Blick auf den Querschnitt der Decke
Der Estrich von der Seite. Oben die Estrichplatte, darunter die Lage Styropor auf der die Heizschlangen liegen (die jetzt im Estrich eingegossen sind) und darunter die Betondeckenplatte.
Blick auf den Holzvergaserkessel
Unser Kaminofen. Ein ziemlicher Brummer. Damit er am Ende nicht mehr so häßlich aussieht wird er eingemauert.
30cm Deckendurchbruch unter dem Ofen
Ein großer Ofen braucht große Zuluft. Die kommt von unten aus dem Keller, wo das Rohr unter der Kellerdecke nach draußen geht.

 

38°C

Von: Manu am 09.03.2012

... und es wird noch heißer...

Bei uns ist der Sommer ausgebrochen. Zumindest im Inneren unseres Wärmespeichers. Seit Mittwoch Nachmittag sammelt er fleißig Sonne - ungeachtet des kurzen Winterintermezzos gestern.

Grafik mit den stiegenden Temperaturen im Speicher

Es wird wärmer

Von: Markus am 15.03.2012

Während der Speicher weiter vor sich hin heizt (51°C heute nach dem Sonnentag schon) wird alles soweit vorbereitet, dass wir mit dem Aufheizen des Estrichs beginnen können. Die Heizungsanlage im Keller steht an ihrem endgültigen Platz, die Hitzeschutzwand hinter dem Ofen ist fertig. Morgen wird der Ofen wieder angeschlossen und kann dann hoffentlich in Betrieb genommen werden (wenn wir den Schornsteinfeger zwecks Abnahme rankriegen). Für ein paar Eindrücke hier wieder Bilder:

Blick in den heizungskeller mit Speicher und Technik
Einmal die komplette Heizungsanlage. Die Ausdehnungsgefäße rechts stehen jetzt noch ein klein wenig woanders, so dass wir wieder ans Fenster kommen.
Schamottwand hinter dem Ofen
Die hitzefeste Wand hinter dem Ofen. Wird man später mal nicht mehr sehen.
Blick aus dem Keller ins Treppenhaus
Blick ins Treppenhaus mit einem Weitwinkel. Unser Besuch hatte sein 11-16mm Weitwinkel dabei und hat interessante Fotos gemacht.

Manu beim Abwischen der Fenster
Unsere Beschäftigung seit einiger Zeit: Fenster (und Folie) trockenwischen um die Feuchtigkeit aus dem Haus zu kriegen

Der Saunabetrieb ist eröffnet

Von: Markus am 20.03.2012

Wir sollten Eintritt nehmen. Im Moment gleicht unser Haus einer Feuchtsauna. 35°C und 100% Luftfeuchtigkeit machen sich schon bemerkbar. Alle kalten Flächen sind klatschnass. Wir wischen fleißig die Feuchtigkeit auf und lüften um das Haus trocken zu kriegen.

Am Wochenende haben wir testweise mal den Ofen ausprobiert. Ist zwar im Moment noch nicht zwingend notwendig, da wir dank schönem Wetter noch genug Energie von der Sonne abzapfen können, aber wenn's drauf ankommt, dann ist es ganz gut zu wissen, dass das mit dem Ofen klappt. Schließlich soll die Heizung Ende der Woche 50°C bringen und ob dann die reine Sonnenenergie auf die Dauer ausreicht wissen wir noch nicht. Heizen ist durchaus noch gewöhnungsbedürftig, da wir den Ofen noch nicht so 100% im Griff haben. Wir müssen noch ein wenig was über die Anlage lernen um die maximale Effizienz zu erreichen. Die Sonne ist da einfacher…

Am Wochenende haben wir außerdem mal ein wenig mit den aus dem Abraum gesammelten Sandsteinen gebastelt. Wenn wir den Deckel unserer Zisterne öffnen, dann liegt der immer im Schlamm. Den Schlamm nimmt er dann dummerweise mit und versenkt ihn in der Zisterne, wenn wir den Deckel wieder schließen. Um das zu vermeiden haben wir uns eine Fläche aus Sandsteinen gelegt. Schonmal üben für die Terrasse.

Blick auf den Zisternendeckel mit einer Sandsteinfläche daneben
Eine Fläche aus Sandsteinen gegen den Schlamm

Die Heizphase ist vorbei

Von: Markus am 28.03.2012

Es war eine interessante Woche zuletzt. Wenn man das komplette Haus auf 50°C bringen und halten muss, dann reicht die Sonne allein nicht mehr aus. Unser Problem: wir haben den Speicher falsch "benutzt". Die Heizung entnimmt nämlich nur aus den unteren 4 von 5 Schichten die Energie zum Heizen. Die oberste bleibt für Warmwasser reserviert. Das Zuheizen in den Speicher über den Ofen geschieht hingegen immer von oben (das heiße Wasser landet halt da). Das Ende vom Lied: erstmal muss die oberste Schicht ordentlich auf Temperatur sein, bevor man sich an die tieferen wagen kann.

Dummerweise wussten wir das nicht und haben uns daher auf die Kraft der Sonne verlassen. Das ging so lange gut, wie wir nur 30-35°C Vorlauftemperatur in der Heizung gebraucht hatten. Donnerstag/Freitag und über das Wochenende war damit Essig. Die Energie im Speicher hat schlicht nicht ausgereicht.  In der Nacht zum Donnerstag haben wir das erste Mal die eingestellte Vorlauftemperatur unterschritten. Dummerweise reicht es nicht mal eben schnell den Ofen anzuschmeißen, wenn man so eine Menge Wasser erwärmen muss. Da muss man schon mit etwas mehr Geduld ran. Glücklicherweise erlaubt es mir mein Beruf mal von zu Hause zu arbeiten. Ich bin also am Donnerstag früh im Haus geblieben und habe fleißig geheizt. Dank einer Vorlauftemperatur von 40°C war an ein Arbeiten in den beheizten Räumen nicht zu denken. Ich hab mich also in den Keller verzupft. Kein Handy, kein Internet, keine Ablenkung. Ich hab richtig was geschafft. Wir haben dann den Abend noch genutzt um weiter in den Speicher zu heizen und hofften bis Freitag morgen durchzuhalten. Leider, leider: wieder zu wenig. Statt der eingestellten 50°C waren es nur 45. Also Freitag morgen das gleiche Spiel: ich arbeite von zu Hause und heize fleißig. Die 50°C sind dann schnell erreicht (ein Mischer im Heizkreis nimmt das heiße Wasser vom Ofen und bringt damit die Heizung auf Temperatur bevor der Speicher warm wird). Damit war es natürlich endgültig unerträglich im Haus. 50°C bei 100% Luftfeuchtigkeit sind nicht angenehm. Im Keller war's aber wieder schön… Der Abend war wieder von mehreren Stunden Heizen geprägt, so dass wir (auch dank der sonnigen Tage) den Speicher endlich auch in den tieferen Schichten über 50°C hatten und am WE das Heizregime etwas lockern konnten (wenn auch nicht viel). Seit Montag ist das Zuheizen wieder unnötig: die Vorlauftemperatur fällt (heute: 30°C) und der Speicher wird von der Sonne geladen. In der Zwischenzeit haben wir schätzungsweise knapp 1rm Holz verbrannt.

A propos Holz: wir hatten ja extra drei Big Bags mit trockenem Holz (relativ teuer) gekauft um eben das Trockenheizen machen zu können. Tja… Big Bags sind wasserdicht und damit völlig ungeeignet Holz längere Zeit zu lagern. Laut Feuchtemessgerät waren die Stücken dank Schwitzwasser bereits wieder 21% Restfeuchte angekommen und damit zum Heizen völlig ungeeignet. Glücklicherweise ist das frische Holz, was wir bereits vorher eingelagert hatten, nicht ganz so frisch und schon bei guten 13-16%. So hatten wir was zum Heizen.

Die Ofenheizung ist (bei richtiger Bedienung) übrigens sehr faszinierend. Einige Minuten nachdem der Ofen gezündet wurde ist die Nachbrennkammer heiß genug und verbrennt die noch im Abgas vorhandenen Stoffe. Das Resultat: auf dem Schornstein kommt fast nur noch Wasserdampf. Bei 5-10°C Außentemperatur ist der auch nicht mehr zu sehen, so dass man eigentlich nicht mehr feststellen kann, ob wir noch heizen. Kein Vergleich jedenfalls zum doch recht geruchsintensiven Rauch eines klassischen Holzfeuers.

Dank fleißiger Lüftung während der Heizphase ist ein Großteil der Baufeuchte schon raus. Die Wände sind fast komplett trocken und der Folientest (man klebe eine Folie auf den Fußboden und schaue ob sie beschlägt) ist auch zufriedenstellend. Nun noch ein wenig nachtrocknen und wir können die CM-Messung bald beauftragen.

Weil so ein Haus nicht nur innen fertig werden soll, sondern auch außen noch einige Dinge anstehen geht es nun auch da weiter: die Putzer sind wieder da. Innen haben sie ja schon zu unserer Begeisterung gearbeitet. Außen sind wir nun mal gespannt. Die nächsten Tage wird der Grundputz aufgetragen, auf den dann der Edelputz kommt. Für letzteren haben wir uns mittlerweile eine Farbe ausgesucht (bevor jemand fragt: ein sehr helles grün-gelb).

Damit man mal einen Eindruck bekommt, wie das mit dem heizen vonstatten geht hier ein paar Bilder:

Markus beim Befüllen des Ofens.
Fleißig aufgelegt werden will das Holz. Am besten funktioniert das, wenn der Ofen richtig glüht. Daher auch die dynamische Beinstellung: schnell reinwerfen und weg mit dem Gesicht. Die Hitze ist fast unerträglich. Der Ofen wird übrigens vollgekracht bis obenhin und abbrennen lassen. So muss man nicht ständig nachwerfen und er kann sich um die effiziente Luftzufuhr kümmern um sauber zu verbrennen.
Blick in das offene Ofenloch mit Glut
So sieht der Blick in den gut durchgeglühten Ofen aus. Man kann die Hitze fast spüren.
Hinter der Ofentür brennt ein schönes Feuer.
Der Dank der Mühe: ein schönes Feuer, welches den Speicher fleißig aufheizt.
Bild des Thermometers mit angezeigten 46°C.
Das Ende vom Lied: 46°C Lufttemperatur im Haus. Sehr schweißtreibend. Das Maximum lag übrigens noch 2 Grad höher.
Danke übrigens an André für die Fotos. Ich bin in letzter Zeit etwas kamerafaul und er führt gern sein neues Spielzeug aus.

 

Außenputz und Fliesen im Keller

Von: Markus am 31.03.2012

Wie schon geschrieben waren diese Woche die Putzer da und haben den Grundputz außen aufgetragen. Damit man sich mal vorstellen kann, wie unsere kleine graue Maus im Moment aussieht hier ein Bild:

Rückansicht des Hauses mit Grundputz auf der Dämmung
Erste Lage Putz fertig (Das Bild wurde als DRI aus zwei unterschiedlichen Belichtungen desselben Ausgangsbildes zusammengeschnitten)

 Außerdem hat die beste aller Ehefrauen (und manchmal leider auch die sturste) heute endlich nachgegeben und wir haben im Baumarkt bei den Fliesen zugeschlagen. Konkret ging es um die Kellerfliesen. Dort sind zumindest Vorratskeller, Treppenhaus und Heizungsraum zu fliesen. Das muss nicht nach so wahnsinnig viel aussehen, sondern möglichst günstig sein. Der lokale Baumarkt wird gerade 30 und hat daher volldurchgefärbtes Feinsteinzeug 30x30 cm² in grau-gesprenkelt im Angebot. Ich wollte bei 5€/m² ja schon länger zuschlagen, aber meine bessere Hälfte war sich immer nicht sicher, ob wir nicht noch woanders schauen sollten. Heute hat sie endlich nachgegeben und wir haben 520kg Fliesen in zwei Fuhren ins Haus verlagert und dann mit einem selbstgebauten Seilzug in den Keller geschafft (Treppe fehlt ja leider noch). Ich bin fix und breit und werde morgen Muskelkater haben. Bin halt wohl doch nur ein Bürohengst…

Seilzug mit einer Leiter als Ausleger und Fliesen als Gegengewicht
Ein Seilzug der hingefrickelten Art
Einige Fliesen testweise in einer Raumecke ausgelegt
Schonmal probeliegen. Jup, sieht gut aus.
Verlust bei der Aktion: 3 Fliesen. Allerdings nicht durch den Seilzug, sondern durch meine Unachtsamkeit, so dass mir ein Paket runtergerutscht ist. Glücklicherweise hat es nur 3 von 18 Fliesen erwischt.

Es werde Licht ...

Von: Manu am 05.04.2012

Auch wenn sonst nicht viel passiert ist diese Woche, so sind wir doch jetzt endlich unabhängig vom Baustrom. Am Dienstag wurde unser Zähler angeklemmt und die Elektriker haben Steckdosen und Lichtauslässe soweit fertig gemacht, dass sie benutzt werden können. Also heute nochmal schnell ab in den Baumarkt und ein paar Bau-Lampenfassungen gekauft - und siehe da: das Haus betreten und Licht einschalten geht jetzt endlich ohne sich im Dunkeln bis zum Baustrahler durchtasten zu müssen.

Stromzähler
Unser Stromzähler - seit zwei Tagen geht das jetzt also auf unsere Kosten und nicht mehr wie der Baustrom zu Lasten vom Helma. (Bild nachbearbeitet, Zählernr. u.ä. entfernt)

 

Licht im Maschinenraum
Licht im Maschinenraum, wie wir unseren Hausanschluss- und Heizungskeller gern nennen.

 

Das Haus wird bunt

Von: Markus am 10.04.2012

Nur ein kurzer Artikel um die neuesten Entwicklungen mitzuteilen (is schon spät…).

Am Wochenende war mal wieder Fotozeit an der Glasfront. Diesmal passend zum Datum kein Wein:

Osterhase an der Glasfront
Eine andere Form von Hasi…

Heute haben die Putzer mit der Grundierung für den Edelputz angefangen. Die hat schon die passende Farbe, so dass wir erkennen können, dass uns das auch wirklich gefällt (man entschuldige die Farbqualität: Handyfoto…):

 

Nordost-Anblick des Hauses mit fertiger Außenfarbe
Ein frisches Gelb-Grün (mittags mehr gelb, abends mehr grün)

Zuguterletzt war heute noch die Estrichmessung. Wir wollten ja mal wissen, ob es mit den Bodenbelägen losgehen kann und… tata!… Die CM-Messung ergibt 1,8% Restfeuchte in der 50g-Probe. Die Messung ist recht witzig: es wird ein Stück Estrich ausgestemmt (dabei vorsichtig sein wegen der Fußbodenheizung) und in eine Probenflasche gefüllt. Dort kommen außerdem eine Glasampulle mit Calciumcarbid und zwei Eisenkugeln rein. Dann wird die Flasche mit einem Druckmesser luftdicht verschlossen und geschüttelt. Die Eisenkugeln zertrümmern die Glasampulle und das Karbid reagiert mit der in der Probe vorhandenen Restfeuchte und erzeugt Acetylen. Der dadurch ansteigende Gasdruck wird von dem Druckmesser direkt als Prozent Restfeuchte angezeigt (die sogenannte CM-Methode). Für Zementestrich sind 1,8% ein top Wert. Die Böden können also kommen.

 

Entnahme der Estrichprobe mit Hammer und Meißel
Entnahme der Probe. Die Probe wird von Hand entnommen, weil Maschinen durch ihre schnellen Bewegungen für eine zu starke Erhitzung sorgen würden. Die Probe würde zu stark austrocknen und die Messwerte wären Unsinn.

 

Bodenfliesen und Treppe

Von: Markus am 12.04.2012

Die beste aller Ehefrauen läuft schon den ganzen Abend mit leuchtenden Augen rum. Sie muss endlich nicht mehr Leitern klettern, sondern kann gepflegt die Treppe nehmen:

Panorama des Treppenhauses
Die Treppe zum Dachgeschoss
Blick auf das Lichtband mit durchgehender Treppe.
Die Treppe geht durch's Fenster. Dort ist sie mit einer kurzen Wange aufgehängt, die in der Laibung sitzt.
Blick von oben aus dem Dachgeschoss
Und mal von oben.
Blick zur Galerie mit Geländer
Auch an der Galerie kann man nicht mehr runterfallen

 Außerdem wurden gestern die Bodenfliesen für Bad und Erdgeschoss geliefert. Wir haben knapp eine Tonne Fliesen ins Haus getragen. Nur gut, dass die nächsten erst morgen kommen...

Der Stapel mit den Bodenfliesen
Eine Tonne Fliesen…

Einige Bodenfliesen in der Küche ausgelegt
Mal probeliegen in der Küche

Es tut sich ganz viel

Von: Manu am 19.04.2012

In den letzten Tagen geben sich die Handwerker die Klinke in die Hand und es passiert richtig viel.

Der Außenputz ist fertig, das Gerüst kann weg und die Edelstahl-Absturzsicherungen wurden gestern befestigt. Von außen sieht das ganze aktuell so aus:

Haus mit fertigem Außenputz
Haus mit fertigem Außenputz
Außerdem waren gestern die Leute von ATB da und haben unsere Kleinkläranlage soweit fertig gemacht, dass wir sie in Betrieb nehmen können. In Inbetriebnahme wird sich aber noch bis zum Einzug hinziehen, da die Bakterien, die das Wasser klären, sonst verhungern. Hier aber schonmal ein Blick auf die Technik:

 

Blick in die Kleinkläranlage
Blick in die Kleinkläranlage

Auch mein Cousin ist im Haus zu Gange und legt unsere Fliesen. Die Wandfliesen in der Dusche und der Terrasseneingang sind bereits fertig:

Fliesen am Ausgang zur Terrasse
Fliesen am Ausgang zur Terrasse
Fliesen in der Dusche
Fliesen in der Dusche



Das Gerüst ist zum letzten Mal weg

Von: Markus am 22.04.2012

Zumindest ist das der Plan. Seit Donnerstag ist das Gerüst endgültig verschwunden und man kann das fertige Haus (zumindest fast) bewundern. Die Absturzsicherungen sind ebenfalls angebracht, so dass nur noch das Anschütten außen fehlt bis zum endgültigen Aussehen (ok, das und einiges an Grünzeug, was aber erst noch wachsen muss).

Innen waren die Trockenbauer fleißig, so dass wir jetzt verspachtelte Decken und ein fast fertig verkleidetes Bad haben. Es geht also gut voran und Ende Mai als Umzugstermin erscheint fast schon in trockenen Tüchern.

Blick von Nordwesten auf das fertige Haus ohne Gerüst
So sieht's ohne Gerüst aus. Was unten noch weiß oder orange ist wird mit Erde angeschüttet.
Detailaufnahme eine Fensters mit Absturzsicherung in Edelstahl
Endlich fällt keiner mehr raus: die Absturzsicherungen sind da.
Fertige Ummauerung des Ofens
Auch innen geht's voran: der Ofen ist verputzt. Leider ist die Ummauerung gegenüber dem Einsatz leicht verdreht. Hier wird unser Fliesenleger noch ein wenig tricksen müssen, damit man das nicht sieht.
Gipskartonplatten im Bad
Das Bad oben ist auf einem guten Weg und kann bald gefliest werden.
Loch in der Dampfsperre für die Bodenluke
Bald endlich wieder frei: der Zugang zum Spitzboden.
Blick in die laufende Kläranlage
Auch das ist fertig: die Kläranlage läuft (hier mal testweise mit Gebläse. Später will ich das Foto vielleicht so einfach nicht mehr machen. Bisher ist das nur Wasser.)

Der Boden ist dran

Von: Markus am 24.04.2012

Heute durfte nur unser Fliesenleger im Haus werkeln um Chaos zu vermeiden. Der Eingangsbereich wurde gefliest. Dummerweise kann man dann weder ins Dachgeschoss noch in den Keller. Daher hatte er heute das Haus für sich und die Trockenbauer kommen erst morgen wieder. Mittlerweile ist das Bad mit Wandfliesen versehen und im Flur und um den Ofen haben sich Bodenfliesen breitgemacht.Wir machen Fortschritt.

Gefliester Boden um den Ofen
Feuerfester Boden am Ofen. Wichtig.
Duschecke mit weißen und schwarzen Fliesen
Schicke schwarze Fliesen als Akzent in der Dusche.

Außerdem waren wir heute fleißig einkaufen und haben uns mal wieder über unser Raumwunder Škoda Octavia gefreut: zehn 3 Meter lange Latten, 8 2,60x0,60m Gipskartonplatten und ein Haufen anderer Krempel passen problemlos in den Kofferraum. Vorher hatten wir schon die Zutaten für die erste Tapezier- und Streichaktion am Wochenende gekauft.

Kofferraum des Škoda vollgepackt
Unser kleines Raumwunder.

Weiße Decken, Grillen, helfende Hände und Johannisbeeren

Von: Manu am 01.05.2012

Das Wochenende und den Feiertag haben wir mit tatkräftiger Unterstützung von Markus Eltern und auch einiger Freunde mit Arbeiten im Haus verbracht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

... und noch ein paar erste Fotos:

Grillen auf der Terrasse mit Sonnenuntergang im Hintergrund
Grillen nach getaner Arbeit
Blühende Johannisbeeren

Johannisbeeren

Manu auf der Leiter
Sanierungsvlies für die Küche

Arbeits- und Bilderflut

Von: Markus am 05.05.2012

Die letzten Tage sind körperlich ungewohnt anstrengend. Wenn man normalerweise nur im Büro sitzt und sich die Rübe zerdenkt, dann ist die Renovierung eines Hauses mal eine Abwechslung, aber eben auch belastend.

Viel ist passiert: die Bäder sind fertig gefliest (Bilder kommen nach, sobald ich's geschafft habe ein Panorama zu zimmern), die Decken sind größtenteils tapeziert und gestrichen. Die beste aller Ehefrauen hat sich ein Farbkonzept überlegt und getestet. Nun wird das an die entsprechenden Wände gebracht. Dank tatkräftiger Hilfe unserer Freunde geht das auch gut voran. Wir haben den Kork geholt und können nun hoffentlich bald in den oberen Zimmern mit der Verlegung beginnen. Insgesamt viel, viel Arbeit, aber eben auch gute Fortschritte. So langsam kann der Einzug kommen.

Zum Einzug soll es natürlich auch rund ums Haus brauchbar aussehen. Deswegen sind seit Mittwoch die Tiefbauer wieder da und verfüllen die restlichen Teile der Baugrube. Der Mount Brückner ist fast komplett verschwunden und um's Haus verteilt. Die Terrasse hat schon ihre endgültige Form. Das ziemlich zerfahrene Grundstück des Nachbarn ist auch bald wieder aufgefüllt und glattgezogen, so dass der glücklich ist. Wir müssen dann jetzt wohl mal Rasen ansäen, damit auf der Erde auch Gras wird.

So, nach der Arbeitsflut jetzt die Bilderflut:

Die Gipskartonplattenkonstruktion an der Decke in der Küche
Das Werk fast eines Tages: die Decke in der Küche ist abgehängt. Dort sollen kräftige LED-Sports zur Beleuchtung der Küche rein.
Drei Leute beim Decke tapezieren
Sichtbeton im Wohnzimmer ist nicht sooo toll, also Sanierungsvlies drauf.
Akrobatische Verrenkungen um das Vlies an der Decke festzustreichen
Wenn das mit meinem Job mal nix mehr wird geh ich zum Zirkus.
Gerüstkonstruktion im Treppenhaus.
Das Bild, was die Bauaufsicht schwitzen lassen würde: im Treppenhaus ist die Decke etwas komplizierter zu erreichen. Daher haben wir mit Leitern, Balken, Brettern und Seiten ein (durchaus stabiles) Gerüst gebaut.
Ein weißer Fleck am Auge
Auf die Decke muss auch Farbe. Manchmal aber eben nicht nur auf die Decke...
Abstrakte Kunst in Grün, Braun und Weiß an der Wand
Im Keller unter der Treppe hat Manu die verschiedenen Farben schonmal ausgetestet und kombiniert.
Ein brauner Klecks Abtönfarbe im weißen Eimer Lehmfarbe
So sieht die Farbe vor dem Streichen aus: Vanillepudding mit Schokosoße.
Vier cremefarbene Barhocker
Damit auch die Inneneinrichtung nicht zu kurz kommt: Barhocker für die Küchenhalbinsel.
Blick durch die Glasfront im Wohnzimmer mit Bagger.
Interessanter Ausblick aus dem Wohnzimmer: ein Bagger auf der Terrasse.
LKW beim Abkippen von Erde vor dem Haus
Ein Bagger kommt selten allein: die Tiefbauer müssen jede Menge Erde bewegen.
Der Aushubberg ist fast komplett verschwunden.
So sieht's dann aus: kaum noch was von unserem Aushub da.
So viele Bilder und noch kein Anblick wie es denn nun eigentlich von außen aussieht… Kommt alles noch, sobald ich heute ein paar vom fertigen Zustand schießen konnte. Die Tiefbauer werden nochmal vorbeischauen und letzte Arbeiten erledigen. Außerdem kommen die Türbauer und wir kriegen unsere Innentüren. Mir gefällt das zwar nicht, dass die samstags arbeiten müssen, aber sie sagen, dass sie's sonst nicht schaffen.

Gute und schlechte Nachrichten

Von: Markus am 08.05.2012

Die gute zuerst und da sagt ein Bild mehr als tausend Worte:

Blick ins Wohnzimmer mit frisch verlegtem Bambusparkett
Gras auf dem Wohnzimmerfußboden

Seit gesten liegt das Bambusparkett im Wohnzimmer. Wir sind sehr zufrieden mit dem Aussehen. Genau so, wie wir uns das vorgestellt haben. Ein Bild gibt's erst heute, weil wir den Raum gestern noch nicht betreten durften. Irgendwann die Tage gibt es auch einen Zeitraffer vom Einbau. Da muss ich aber er noch die Leute unkenntlich machen.

Außerdem sind wir seit heute Besitzer einer Gartenpumpe damit wir auch mal was gießen können. Nachdem ich am Wochenende Rasen angesäht habe (zumindest an einigen Stellen) brauche ich jetzt ja Wasser um zu verhindern, dass die Erde trocken wird. Also musste eine Gartenpumpe her. Wir haben uns nach einigem Hin und Her für eine 800W-Pumpe mit vorerst 20m 1/2"-Schlauch entschieden. Das wird auf die Dauer nicht reichen, ist aber für's erste ok.

Tja, die nicht so schönen Nachrichten betreffen die Wände: leider erweist sich der Plan den Putz einfach mit Lehmfarbe zu streichen als so nicht machbar. Das wird einfach partout nicht glatt, da der Putz stellenweise eine Sinterhaut hat, die ich erst aufwändig abschleifen müsste. Dummerweise sind die Stellen mit der Sinterhaut so dämlich verteilt, dass ich eigentlich die kompletten Wände schleifen muss, was sich selbst mit elektrischer Unterstützung kaum schaffen lässt. Wir haben uns also schweren Herzens entschieden doch zu tapezieren und werden in den nächsten Tagen das Sanierungsvlies an die Wände bringen. Als erstes ist die Küche dran, denn dort sollen in KW 21 die Möbel und Geräte reinwandern. Zum Glück haben wir immer wieder mal viele fleißige Helfer, für die wir hier gern mal "Danke!" sagen wollen.

Sanitäranlagen und andere kleine Fehler

Von: Markus am 10.05.2012

Nur ein kurzes Update: die Heizungs- und Sanitärbauer waren wieder da und haben die letzten Handgriffe machen wollen. Leider ist da offenbar was schiefgegangen und es wurden die falschen Sanitärobjekte geliefert. Das muss erstmal noch gelöst werden in den nächsten Tagen. Außerdem ist unser neues Parkett schon "eingeweiht" worden: die Fensterbauer haben hässliche schwarze Streifen von ihren Schuhen hinterlassen. Mal schauen, ob die einigermaßen gut weg gehen. Zuguterletzt ist beim Einbau des Parketts auch noch der Türrahmen des Wohnzimmers etwas verzogen worden, so dass die Tür nicht mehr schließt. Alles Kleinigkeiten, die etwas stören, aber noch behebbar sind.

Auf der positiven Seite: die Küche ist tapeziert und wir haben eine schöne Haustür. So langsam neigt sich alles dem Ende zu, auch wenn uns noch eine Menge Arbeit bleibt.

Fortschritt, Fortschritt, Fortschritt!

Von: Markus am 12.05.2012

Nachdem wir uns entschieden haben, alle Wände zu tapezieren geht es gut voran. Das Schlafzimmer und Küche/Essbereich sind erledigt (Küche/Essbereich sogar gestrichen). Heute abend ging es daher an einen der komplizierteren Teile: das Tapezieren der Galerie und des Speichers. Mit 3,70m an der kurzen Seite sind das in der Galerie zwar nicht die längsten Bahnen (das sind die Deckenbahnen oben mit über 5 Metern), dafür aber die längsten senkrechten, was schonmal das Problem der Erreichbarkeit mit sich bringt. Trotz ausführlichem Training brauche ich zum Fliegen immernoch ein Flugzeug, also muss für's Wohnzimmer was anderes her. Glücklicherweise lässt sich unsere große Leiter gerade so in Stellung bringen, dass ich das Glasdach und damit das obere Ende der Tapetenbahn erreichen kann. Nach einigem Hängen und Würgen und mancher Flucherei sind die Bahnen an den Wänden und können gestrichen werden. Der Speicher bietet auch so seine Tücken. Durch die Rundung und kleine Unregelmäßigkeiten lässt sich nicht auf Stoß kleben. Ich hab dann schließlich alles mit einem Doppelschnitt sauber erledigt (nach einem mittelschweren Wutanfall, nach dem mir Manu erstmal aus dem Weg gegangen ist. Der Speicher hat seitdem in einer merkwürdigen Höhe einen Fußabdruck).

Zur Verdeutlichung ein paar Bilder. Sieht nicht spektakulär aus, ist aber unser Tagwerk gewesen.

Blick auf den Speicher im Wohnzimmer mit Tapete
Hat mich Nerven gekostet: die runde Wand jetzt mit Glasvlies.
Blick die Galerie hinauf mit tapezierten Wänden
Die kompliziertesten Bahnen bisher: die Galerie im Wohnzimmer

Noch was anderes neues: wir haben unsere endgültige Haustür.

Unsere Haustür mit dem endgültigen Türblatt
Eine fertige Haustür

Es gehört uns!

Von: Markus am 17.05.2012

Naja, und der Bank… Seit vorgestern sind wir im Besitz der einzigen drei Schlüssel für das Haus. Helma hat das Haus an uns übergeben. Es sind zwar noch einige kleine Restarbeiten zu erledigen, aber grundsätzlich ist alles soweit fertig. Wir dürfen uns jetzt natürlich noch eine ganze Weile austoben und Tapezieren, Malern, Fußböden legen etc. Während der Hausübergabe war auch die TÜV-Abnahme und der Blower-Door-Test. Letzteren hat das Haus mit Bravour bestanden. Es ist nicht so dicht, dass man sofort Schimmel befürchten müsste, aber deutlich dichter, als die Norm verlangt (für Experten: ein n50-Wert von 0,9, d.h. bei 50 Pascal Druckunterschied zwischen innen und außen wird in einer Stunde das 0,9-fache des gesamten Luftvolumens im Haus ausgetauscht. Die Norm verlangt maximal 3,0).

Der Test war gar nicht so einfach. Zu dem Zweck wird eine Plane mit Ventilator in die Tür gespannt um den notwendigen Über- bzw. Unterdruck zu erzeugen. Dummerweise haben wir am Fenster solche Softline-Profile (d.h. die Ecken sind etwas stärker abgerundet), weswegen die Klammern, die die Plane gehalten haben, immer wieder ins Rutschen gekommen sind. Da musste fleißig gegengehalten werden – beim Unterdrucktest am Ende sogar zu dritt:

Drei Leute halten die Gebläseplane beim Blower-Door-Test
Drei Mann halten eine Plane und bei 100 Pascal ist's dann doch abgerissen

 Damit uns nicht langweilig wird beschäftigen wir uns natürlich weiter mit dem Innenausbau. Um auch mal was anderes als Tapeten zu sehen, hatte ich mir vorgenommen im Schlafzimmer den Kork zu verlegen. Dazu muss der Boden erst mit Ausgleichsmasse behandelt werden. Hm, nicht so einfach. Vorher war er gerade, hinterher nicht mehr so. An einigen Stellen Kellenschläge und die Fasern aus dem Estrich standen auch hoch. Nach einem leicht frustrierten Besuch bei Farben Schröder, unserem lokalen Fußboden- und Malerexperten, wollte ich abends dann einigermaßen frustriert nochmal mit Ausgleichsmasse drübergehen. Ich war gerade dabei die Masse anzumischen, als plötzlich der Chef des Ladens vor der Tür steht (der weiß seit der Estrichfeuchtemessung wo wir wohnen) und sich das ganze mal anschauen will. Sein Tipp: Schleift die paar Kellenschläge und die Fasern ab, dann sieht das gut aus. Was soll ich sagen? Es hat geklappt. Danke dafür. So konnten wir gestern doch noch Kork legen (auch wenn das bis halb zwei in der Nacht gedauert hat).

Die offene Kleberdose.
Stinkt fürchterlich, hält aber die Korkplatten: der Kleber. Rauchen verboten!
Markus beim Ausrollen des Klebers
Fleißig mit der Rolle aufbringen
Teile des Bodens mit Kork im Halbverband belegt.
So sieht's aus, wenn der erste Quadrant fertig ist. Damit es gerade wird markiert man sich in der Mitte mit zwei Linien, wo man mit der ersten Platte beginnen sollte (fängt man an den Wänden an wird das nie gerade). Die Zacken vom Halbverband sollte man übrigens nicht so wie ich dort liegenlassen. Die dazwischen sitzenden Platten lassen sich ganz bescheiden einbauen. Muss man auch erst lernen.
Das fertige Zimmer mit dunkelbraunem Korkboden
Und so sieht's dann aus, wenn's fertig ist. Nun nur noch Versiegeln und wir haben zumindest ein Schlafzimmer. Der Kleber ist übrigens lustig: man lässt den komplett abtrocknen (dauert ein paar Minuten) und klopft die Platten dann fest. Dabei muss man sehr sauber anlegen: wenn die Platte einmal sitzt, sitzt sie. Bewegung nicht mehr möglich.

Ein kleines, aber feines Detail zeigt übrigens jetzt von draußen an, dass wir bald einziehen wollen: wir haben einen Briefkasten. So können wir schonmal beginnen uns bei allen möglichen Leuten umzumelden.

Der Briefkasten auf einem Holzpflock
Noch auf einem Holzpflock, aber stabil: unser Briefkasten
Eine letzte freudige Bemerkung: unsere angesäter Rasen keimt! Woohoo!

Viel zu tun ...

Von: Manu am 22.05.2012

Es ist viel passiert, aber auch noch viel zu tun. Daher garnicht viele Worte, sondern nur ein paar Fotos.

Achja, wovon es noch keine Fotos gibt: unser Schwalbeneinsatz heute morgen: gestern abend haben wir festgestellt, dass eine halbe Kolonie Schwalben über unserer Haustür ihr Nester bauen will. Nichts gegen Schwalben am Haus (mit Kotbrettchen unterm Nest ja kein Problem), aber NICHT über der Haustür. Also Fliegennetz gekauft und hingegangen. 2m weiter darf gern weiter gebaut werden.

Briefkasten aufgestellt! Ergebnis am Folgetag: Werbung!
Vorratskeller fertig! Das Werk meiner Eltern: in der Wohnung ausräumen, Kellerraum streichen und alles am Zielort wieder aufbauen.
Unsere Eingangsstufe - endlich da und mit ein bisschen Fummelei hat mein Schatz die auch ordentlich eingebaut bekommen.
2,50m-PAX-Schrank im Octavia? Geht!
... und hier mal ein Blick in die nähere Umgebung unseres neuen Heims. Sehr Idyllisch.
Die Degus sind schon ins Haus eingezogen ;-)

Küche!

Von: Manu am 24.05.2012

Ohne Worte!

Kleines Abendessen in der neuen Küche

 

Ich packe einen Karton und nehme mit:...

Von: Manu am 30.05.2012

... eine Waschmaschine, ein Porzellanschaf, ein kaputtes Netzteil, Weingläser, einen Blumentopf, etwas Gestrüpp, ein Sparschwein, einen Monitor, viele Postkarten, ein Bett, einen Gyrotwister, eine Gewürzmühle, einen Kanister destilliertes Wasser, einen häßlichen Fächer, Heftplaster, eine Vuvuzela, Geschenkpapier und ein Trampolin.

Gut, unsere fleißigen Helfer haben auch den ganzen anderen Kram einpackt und zu 99,7% heile ins Haus gebracht. Und alle Achtung, die Kartons sind alle super beschriftet und wir finden halbwegs alles was wir suchen. Viele Danke an Freunde und Familie, die mit angepackt, saubergemacht, geschleppt, Essen vorbereitet, Möbel aufgebaut, ihr Auto zur Verfügung stellt oder Dinge angeschraubt haben. Ihr ward echt toll!

Inzwischen haben wir auch Telefon und Internet, haben bereits in der neuen Küche gekocht und in der Badewanne gebadet. Leider muss gerade noch die Wohnung übergabereif gemacht werden, so dass wir im Haus momentan nicht wirklich voran kommen - aber es wird werden.

Und jetzt ... Impressionen vom Umzug:

Chaos im Wohnzimmer
Das Umzugschaos in der alten Wohnung -Ruhe vor dem Sturm.
Drei Pkws vorm Haus
Die Hälfte unserer Umzugsflotte.
Wegweiser für die Umzugshelfer
Das Chaos ist im Haus angekommen - hier das Bad.
Auch die Küche ist alles andere als aufgeräumt
Und zum Abschluss: Grillen mit den Umzugshelfern.

Ein- und Ausblicke

Von: Manu am 07.06.2012

Seit einige Tagen sind wir nun eingezogen und gewöhnen uns so langsam an unser neues zu Hause. Auch unsere Schwalben unterm Dach haben sich häuslich niedergelassen und sind vermutlich schon am brüten. Küche und Wohnzimmer wirken schon fast fertig, alle Klamottenkartons sind inzwischen in den Kleiderschrank entleert und ein weiteres Zimmer hat seinen Korkboden bekommen. Es geht also nach und nach weiter.

Von unserem Hausberater Herrn Kannemann gab es letzte Woche außerdem leckeren Räucherfisch zum Einzug ... Hmm, yummy!

Dank der gespeicherten Sonnenwärme haben wir auch schon zweimal ein schönes heißes Bad genommen in den letzten Tagen mit dem ekeligen Wetter ... und vielleicht gibt es demnächst dann endlich auch die ersten Datenreihen von unsere tollen Heiztechnik, da mein Göttergatte grad am programmieren ist.

Schwalbennest
Die waren noch vor uns eingezogen ...
Schwalben am Wasserloch
Unser Lehmloch ist bei Schwalben der ganzen Nachbarschaft sehr beliebt.
... und jetzt unser Bad.
Badmöbel sponsered by Oma

Nachtrag: Geschenk von Helma zur Hausübergabe

Von: Manu am 17.06.2012

So, jetzt gibt es endlich auch zwei Fotos von dem leckeren Sekt und den Sektgläsern, die wir von Helma zur Hausübergabe bekommen haben.


Natur im Haus

Von: Markus am 08.07.2012

Wir sitzen friedlich im Wohnzimmer, als Manu sich wundert, wo ein Vogelzwitschern herkommt. Nach kurzer Suchen haben wir's aus Richtung Ofen lokalisiert. Hm… wird doch nicht? Im Keller den Schornstein aufgemacht und siehe da: eine Bachstelze sitze verschreckt, aber zum Glück unverletzt hinter der Revisionsklappe. Mit dem Handschuh wollte sie sich nicht wegfangen lassen. Stattdessen ist sie leicht panisch im Keller rumgeflogen und hat dann zum Glück das angebotene offene Fenster genommen. Wie die allerdings genau dahin gekommen ist, ist mir noch etwas unklar. Vielleicht vom Wind in den Schornstein geweht.

Warme Füße im Winter

Von: Markus am 07.08.2012

Damit sich die beste aller Ehefrauen im Winter nicht die Füße abfriert haben wir heute etwas gebastelt und nun eine Sitzfläche neben dem Ofen. Es fehlt zwar noch der Deckbelag (wir haben uns extra etwas mehr Bambusparkett liefern lassen), aber man kann schon sitzen.

Blick auf das Grundgerüst der Sitzfläche am Ofen.
Die zukünftige Sitzfläche. Der Teil dahinter am Schornstein wird auch noch abgedeckt und mit einer Klappe versehen um Sachen zu lagern. Unter der Sitzfläche wird ein kleines Holzlager sein, damit wir im tiefsten Winter nicht immer durch den Schnee stapfen müssen.

Mehr Platz für's Holz

Von: Markus am 11.08.2012

Dank zwei Urlaubstagen und tatkräftiger Unterstützung haben wir jetzt deutlich mehr Platz um Brennholz zu lagern. Wenn die Verbrauchsangaben von Helma so stimmen, dann sollten wir jetzt mehr als genug für drei Jahre haben. Das Holzlager ist übrigens top geworden, trotz – ich zitiere – "ein Informatiker hat's entworfen, ein Banker und ein Medientechnologe haben's gebaut".

Blick auf das Grundgerüst des Holzlagers und zwei Leute beim Anbringen der Dachbretter
Banker und Medientechnologe beim Nageln des Dachs.
Das fertige Holzlagen im Sonnenuntergang
So sieht's dann in "fast fertig" mit schon etwas Holz aus. (Der Sonnenuntergang wurde mittels DRI aus mehreren Versionen des Ursprungsbildes sichtbar gemacht.)
Zum Ende gab's dann als Zugabe noch lecker Grillgut. Wir sollten mehr so Dingen bauen. Zurück ans Reißbrett…

Vorbereitung auf Kälte und Regen

Von: Manu am 10.09.2012

Der Sommer neigt sich mit Temperaturen mit an die 30°C dem Ende zu und es wird sich Zeit, sich auf etwas anderes Wetter vorzubereiten (im Kaufland gibt es immerhin schon seit fast zwei Wochen Lebkuchen zu kaufen). Holz für die kalte Jahreszeit wurde letzte Woche geliefert und hat seinen Platz im neuen Holzlager gefunden. Der Liefer-Lkw hat den Nachweis erbracht, dass unsere Durchfahrt neben dem Haus Lkw-Tauglich ist.

Seit heute ist außerdem der Schwiegerpapa zu Gast und werkelt fleißig trotz der unangenehmen Temperaturen - der Spritzschutz für's Haus ist an einer Seite bereits fertig und echt schickt geworden.

Die Holzlieferung fährt am Wohnzimmerfenster vorbei.
6 SRM für den übernächsten Winter.
Spritzschutz auf der Ost-Seite
Haus von oben
Und zu guter Letzt: ein aktuelles Luftbild

 

Vorhänge und neue Stiefel

Von: Manu am 23.09.2012

Da meine alten Stiefelchen während der Bauphase ziemlich gelitten haben, gab es gestern neue. Und da eh noch das letzte Bild von mir an der Glasfront aussteht, haben wir die Chance genutzt und das letzte Fotos dieser Art endlich gemacht (beim vorletzten war ja grade mal der Innenputz dran: Damals).

Manu an der Glasfront
Manu an der Glasfront

 Außerdem haben wir in den letzten beiden Tagen viel geschafft, neben einem gemähten Garten, geputzten Fenster und der Werkbank im Keller sind jetzt endlich oben auch Vorhänge an den Fenstern und die Küche hat ein Rollo bekommen.

Vorhänge in zwei Zimmern
Links: Arbeitszimmer Rechts: Gästezimmer oben
Küchenrollo
Grünes Rollo in der Küche

Wir bauen ein Haus in ~15 Minuten

Von: Markus am 10.10.2012

Wenn es denn nur so einfach gewesen wäre… Aber schnell ging es trotzdem. Nachdem ich endlich mal dazu gekommen bin ist jetzt der Zeitraffer über die gesamte Bauzeit fertig. Die kleine Kamera hat tapfer durchgehalten und viele tausend Bilder geschossen, die sich am Ende zu einem Filmchen von 15 Minuten zusammensetzen lassen. Leider wurde sie dabei manchmal von meiner Vergesslichkeit, öfter aber von den problematischen SD-Karten sabotiert, so dass leider nicht alles komplett vorhanden ist (bspw. fehlt das Hochmauern des Speichers im Erdgeschoss). Apropos SD-Karten: drei Stück davon haben wir kaputt bekommen über die 8 Monate Bauzeit. Dadurch, dass das Inhaltsverzeichnis der Karte immer wieder an die selbste Stelle geschrieben wird, leiden dort die Speicherzellen massiv. Irgendwann treten dann so lustige Effekte wie kaputte Dateinamen und Kamerafehler auf und man weiß, es ist Zeit, die Karte zu tauschen.Im Großen und Ganzen hat das allerdings alles wunderbar funktioniert.

Nun aber ohne weiteres Gelaber: das Video.

Ofensitzbank fertig

Von: Manu am 18.10.2012

Ohne viele Worte zu verlieren:

Unsere Ofensitzbank ist fertig! Total genial aus Bambusparkett gebaut. (Wie es anfing... )

Jetzt fehlt nur noch die Gelegenheit zum Einheizen. Die lässt aber wohl noch etwas auf sich warten - unser Solarspeicher ist jedenfalls noch ziemlich gut gefüllt und jeder Sonnenstrahl bringt wieder neue Energie für Fußbodenheizung und Warmwasser.

Sitzbank und Holzlager
Sitzbank und Holzlager
Ofenecke
Ofenecke
Solarspeicher am 18.10.2012

Erster Schnee auf den Solarkolletoren ...

Von: Manu am 26.10.2012

... und wieder weg. Mit einem lustigen Gerumpel ist vorhin der erste Schnee von den Kollektoren gerutscht.

Und eine kleine Katze hat sich auch schon eingefunden:

Katze aus Schnee
Katze aus Schnee

Feuer frei ...

Von: Manu am 10.11.2012

...für unseren Holzofen. Gestern haben wir Freunden, Wein, Eis und wohliger Wärme das erste Mal anheizen genossen. Heute das gleich dann nochmal: gemütlicher Abend mit Spargelcremesuppe, Wein und Muffins. Unser Speicher ist für die nächsten Tage Heizen und Warmwasser wieder gerüstet.

Manu mit Wein vorm Ofen
Gemütliches Feuerchen
Schematische Darstellung der Speichertemperaturen
Steigende Speichertemperaturen dank Holzofen

 

Klingelbasteleien

Von: Markus am 16.11.2012

So langsam wird eins nach dem anderen. Heute: die Klingel. Wir haben schon vor einiger Zeit von Freunden eine MP3-Klingel geschenkt bekommen. Die wird normalerweise per Funksender ausgelöst und spielt dann ein beliebiges MP3 ab. Nun war mir das mit dem Funksender nix (braucht immer Batterien etc.pp.), weswegen ich das Teil an unseren ganz normalen Klingelschalter hängen wollte.Ein wenig mit dem Multimeter gesucht und schon waren die zwei Pins gefunden, die in der Klingel kurzgeschlossen werden mussten. So weit, so einfach. Dummerweise durften die nicht zu lang kurzgeschlossen werden, weil die Klingel sonst sofort wieder ausgegangen wäre. Hm…

Ich brauche also eine Schaltung, die kurzzeitig einen hohen Stromfluss erlaubt, dann aber wieder trennt. Digitalbasteleien wären zwar auch gegangen, wollte ich aber nicht. Ergo: Grundlagen E-Technik ausgegraben (die waren bei mir sehr weit verschüttet), RC-Glied gebaut. Siehe Bild:

RC-Glied mit parallelem Widerstand zur Impulserzeugung
So bindet man eine MP3-Klingel an einen normalen Schalter an.

Wird der Klingelschalter gedrückt, so fließen für einige Millisekunden mehr als 0,17 mA (die Grenze über der die angebundene Klingelschaltung den Schalter als geschlossen erkennt). Je mehr sich der Kondensator auflädt, desto geringer wird der Stromfluss, bis er am Ende nur noch von den beiden Widerständen bestimmt wird und damit < 0,06 mA ist (das wird von der Klingel sicher als "Schalter offen" erkannt). Wird der Klingelschalter losgelassen, so kann sich der Kondensator über R1 entladen und das Spiel von vorn beginnen. Bisher funktioniert's. Schauen wir mal, wie zuverlässig das auf die Dauer ist.

Danke nochmal an die Freunde und Kollegen, die mir geholfen haben, die passenden Werte für die Bauteile zu bestimmen. Da enden nämlich meine E-Technik-Kenntnisse auch schon wieder.

Die Presse war da

Von: Markus am 15.12.2012

Vor drei Wochen hatten wir eine interessante Anfrage von unserem Hausberater: eine der lokalen Zeitungen war an ihn rangetreten und wollte einen Artikel über unser Sonnenhaus machen. Die sind dann hier mit Fotograf und Reporterin aufgetaucht und haben uns ein wenig ausgequetscht (und wunderbar gestellte Fotos dabei gemacht).

In dem Zusammenhang muss ich mal eine Kleinigkeit klarstellen: ich hab meiner besseren Hälfte die Heizung nicht erklärt. Die kriegt die auch ganz allein kaputt, ganz ohne meine Hilfe. Generell war der Pressetermin aber ganz lustig. Die Reporterin war recht interessiert und hat sich das Haus ausführlich erklären lassen. Das merkt man dem Artikel durchaus an: er bleibt zwar naturgemäß relativ oberflächlich, was die Technik angeht, enthält aber wenigstens keinen Unsinn. Wer selbst nachlesen will: Die Sonne stellt noch keine Rechnung.

Zwischenstand Heizung

Von: Markus am 15.12.2012

Wenn ich grad schonmal am Schreiben bin, dann soll hier gleich noch ein Zwischenstand über das Heizen im Winter folgen. Bisher sehen die Werte wie folgt aus:

Wie man sieht liegt natürlich die Hauptlast (vor allem im Dezember) auf der Holzheizung. Bisher sind die Werte im erwarteten Rahmen. Schauen wir mal, wie's am Ende der Heizperiode aussieht. Wir müssen noch ein wenig lernen mit dem Ofen umzugehen. Der hat massiv viel Leistung, was uns schon dreimal dazu gebracht hat, versehentlich das Notventil für Überhitzung auszulösen. Das ist natürlich dann ineffizient, weil dadurch kaltes Frischwasser zur Kühlung erhitzt und dann abgeleitet wird. Nicht nur, dass das dann nichts für den Speicher bringt, nein, das kostet ja auch noch Wasser. Da müssen wir noch üben.

Was sich technisch nicht messen lässt: die Abende vorm Kamin. Sehr angenehm :-) Und die Faszination für die Technik. Der Ofen selbst ist ja völlig passiv, gänzlich ohne elektronische Regelung oder ähnliches. Nur clevere Luftführung. Cooles Spielzeug.

Ein Frohes Weihnachtsfest...

Von: Manu am 23.12.2012

...wünschen wir allen unseren Lesern. Geniest die Zeit mit euren Lieben und kommt gut ins Jahr 2013.

Weihnachtsdekoration an der Galerie

Jetzt wird's lila...

Von: Manu am 18.01.2013

Ich weiß nicht mehr genau, was mein Mann sich bei der Hausplanung mit dem lila Zimmer erkauft hat - aber jetzt ist es soweit. Und es wird sehr schick.

Lila Wand
Lila Wand

Eine Bar im Schnee

Von: Markus am 20.01.2013

Weil wir im Haus ja noch nicht genug zu tun haben, haben wir gestern mal noch ein wenig was außerhalb getan. Uns schwebt schon seit einiger Zeit vor, eine Schneebar auf der Terrasse zu errichten. Nachdem wir gestern sowieso Schnee schippen mussten, haben wir die Chance genutzt und eine 2 Meter lange, 90 cm hohe Bar gebaut. Die wurde heute mit den Nachbarn eingeweiht. Wir hatten extra auf der Bar eine Vertiefung für die Kochplatte mit dem Glühweintopf gebaut. Als gab es Glühwein, Tee, Chips, Fleischbällchen und Süßigkeiten bei bunter Beleuchtung. Wir wurden gegen Ende etwas eingeschneit, aber es hat sich gelohnt.

Manu mit Nachbarn an der Schneebar.
Bei Kerzenschein (und einer RGB-LED-Lampe, die wir zum Einzug bekommen haben) ist so ne Bar doch recht romantisch. Nur an der Beleuchtung der eigentlichen Fläche müssen wir noch arbeiten. Da haben die Fackeln von den Nachbar gute Dienste getan.
Die Schneebar vor dem Haus
Aus dem Garten sah's auch ganz witzig aus. Da wir sowieso heizen mussten, komplettiert der rauchende Schornstein das Winteridyll.

Die Küchenbeleuchtung...

Von: Markus am 22.01.2013

...liegt momentan noch im Keller, ist aber zumindest schonmal zusammengebaut. Nachdem ich heute die letzten Bauteile auf der Platine bestückt habe, leuchtet die zukünftige Küchenbeleuchtung jetzt am eigenen Netzteil. Die Platine hat ein Kollege entworfen (danke dafür. Ich kann sowas nicht. Bin dummerweise mehrfach durch E-Technik gefallen). Die Platine kann theoretisch 16 Low- oder 8 High-Power-Kanäle einzeln ansteuern, so dass man auch mehrere LEDs an einer betreiben kann. Ich habe im Moment nur zwei Kanäle belegt um die beiden Spotbeleuchtungen für die Arbeitsplatte zu schalten. Später soll das Ganze mal noch mit einer Mikrocontrollersteuerung versehen werden, die komplexe Schaltmuster ermöglicht. Die Platine ist dafür vorbereitet, im Moment aber im "Strom an = Licht an"-Modus.

So sieht's im Moment noch aus (die freifliegende Verdrahtung wird noch ordnungsgemäß umgebaut und versteckert beim Einbau in die Decke):

Vier LED-Streifen auf Kühlkörpern mit Treiberplatine in der Mitte
Die zukünftige Küchenbeleuchtung noch in Rohform.
Jetzt noch die Deckeneinbauten vorbereiten und dann haben wir auch endlich richtig Licht in der Küche.

Endlich richtig duschen

Von: Markus am 05.02.2013

Da war noch was offen... wir hatten uns etwas Zeit gelassen mit der Anschaffung einer Duschkabine für das obere Bad. Das war aber gar nicht so schlecht, denn so konnten wir ausprobieren, welche Variante uns am besten gefällt. Nun sieht die Ecke komplett anders aus, als ursprünglich geplant: statt geschlossener Kabine mit Eckeinstieg (was bei näherem Hinsehen wegen Kollision mit der Eingangstür eh nicht funktioniert hätte) haben wir nun eine offene Kabine ohne Tür. Quasi nur zwei Glaswände. Aber wie immer gilt: ein Bild sagt mehr als 1000 Worte..

Blick in die Duschecke mit GlaswändenDie Duschwand sieht dann doch jetzt deutlich anders aus, als geplant.

Weitere Dinge werden fertig

Von: Markus am 19.02.2013

Es wird einem ja immer gesagt, dass man mit einem Haus nie wirklich fertig wird. Nun, so langsam fange ich an, das zu glauben, aberes soll trotzdem Schritt für Schritt voran gehen. Diesmal auf der Liste der Dinge, die fertig sind: das Gästezimmer und ein Teil der Küchenbeleuchtung.

Panorama des Gästezimmers mit Schrank und Boden.
Das Gästezimmer ist soweit (abgesehen vom Bett, was zwar rausgesucht, aber noch nicht gekauft ist). Klick auf's Bild zeigt eine größere Version.
Blick auf die Arbeitsflächenbeleuchtung am Fenster
Die Arbeitsfläche am Fenster ist nun auch nachts schön hell beleuchtet.
Nahaufnahme der Lampe von außen
Der Hauptteil der Lampe sitzt in der abgehängten Decke. Von außen ist nur die Plexiglasabdeckung zu sehen.
Interessanter Seiteneffekt der Lampenstromversorgung: wenn man das Licht ausschaltet, dann dauert es fast eine Sekunde, bis es auch wirklich alle Glättungskondensatoren etc. entladen hat und ausgeht.

Wir bauen ein Gemüsebeet

Von: Markus am 21.04.2013

Nach dem langen und hartnäckigen Winter konnten wir es kaum noch erwarten, endlich was an unserem Garten zu machen. Bisher was das ja immer mehr so auf niedrigem Level mit ein wenig Rasen mähes etc., damit nicht zuviel Aufwand entsteht. Für dieses Jahr hatten wir uns allerdings vorgenommen, dass ein Beet entstehen soll. Ursprünglich ja ein normales, aber nach ein wenig Recherche waren wir von Hochbeeten angetan. Wesentlich besser vor Schädlingen (speziell Wühlmäusen, die häufige Gäste in unserem Garten sind) zu schützen. Dafür deutlich mehr Aufwand beim Aufbau.

Wie üblich sprechen Bilder eine deutlichere Sprache:

Markus beim Ausstechen des Rasens unter dem Hochbeet
Hochbeet bauen ist eine Wissenschaft für sich. Zuerstmal muss der Rasen unter dem Beet ausgehoben und entfernt werden. Für unser erstes Experiment hatten wir uns ein 2x1 m² Beet vorgenommen. Das passt gut mit den 3 m Baubrettern zusammen, die's im Baumarkt gibt. So wird unser Experiment erstmal nicht allzu teuer.
Das fertig ausgehobene Loch teilweise wieder verfüllt.
Das Beet soll in unserem Fall ebenerdig stehen, also muss das ausgehobene Loch wieder verfüllt werden. Dafür haben wir von dem immernoch reichlich vorhandenen Aushub genommen, auf dem sowieso nix wächst. Die gute Muttererde, die wir ausgehoben hatten, können wir oben im Beet viel besser verwenden.
Das fertig verfüllte Fundament mit Kiesrand
Hochbeete halten deutlich länger (Leute, die sowas professionell machen, sagen was von 15-20 Jahren, auch wenn ich das bei unserem Beet bezweifle), wenn man sie vor Erdberührung und damit Feuchtigkeit schützt. Der Kiesrand führt das Wasser später mal von der Holzumrandung weg. Dank einer großzügigen Kiesbestellung für den Spritzschutz am Haus ist eh noch genug Kies übrig.
Blick in das noch leere Hochbeet
So sieht die Holzumrandung aus: 40 mm Baubretter, innen auf Balken verschraubt. Gegen Nagetiere kommt ganz unten eine Lage Hasendraht, auf der die Umrandung steht. Das Holz wird mit Holzschutzmittel gestrichen. Der Aufbau des Beetes mit ineinander gesteckten Brettern hat sich übrigens als aufwändig und wenig sinnvoll erwiesen. Das Holz platzt beim Stecken einfach ab, so dass wir dann doch noch die Balken verbaut haben. Beim nächsten Mal wird es eine ganz andere Bauweise, soviel steht schon fest.
Das halb gefüllte Hochbeet mit der Noppenbahn
Ganz unten im Beet liegen Geäst und Gestrüpp (unter anderem der vertrocknete Weihnachtsbaum vom Nachbarn, der so noch was sinnvolles tut) als Langzeitnährstoffquelle. Darüber haben wir das alte Gras, was noch vom letzten Jahr rumlag, den bereits angerotteten Kompost, eine Mischung aus Muttererde und fertigem Kompost und zuguterletzt einige Zentimeter Blumenerde gelegt. Im Hochbeet soll eine Art Kompostrotte entstehen, die für Nährstoffe sorgt und auch etwas Wärme von unten produziert, so dass die Wachstumsphase verlängert wird. Das Holz wird innen mit Noppenbahn gegen Erdkontakt geschützt, so dass wir auch hier hoffentlich lang Freude dran haben.
Das fertige Hochbeet mit den ersten Pflanzen in der Erde
Und so sieht's dann bepflanzt aus. Manu hatte schon einige Sachen im Wohnzimmer vorgezogen, so dass wir gleich loslegen konnten. Schauen wir mal, wie's wird.

Die Heizperiode ist rum

Von: Markus am 27.04.2013

Mittlerweile sind wir uns einigermaßen sicher, dass die Heizperiode rum ist. Dieser Winter war ja gleich mal der Härtetest. Besonders lang, besonders duster (streckenweise nur die Hälfte der üblichen Sonnenstunden, wie man an einigen Stellen nachlesen konnte) und das Haus hat auch noch erhöhten Heizbedarf, da es noch teilweise trocknet (wurde uns zumindest gesagt. Wirklich Feuchtigkeit gemerkt haben wir nicht.)

So sehen die Ergebnisse der ersten Heizperiode aus:

Diagramm mit Holzverbrauch und solarem Ertrag im letzten halben Jahr
Holzverbrauch und solarer Ertrag in der vergangenen Heizperiode

Kurz und gut: wir sind zufrieden. Holzverbrauch gesamt 2053 kg, oder etwa 3,5-4 Raummeter (2,5-2,8 Festmeter). Das liegt im unteren Bereich der Werte, die Helma immer als Werbezahlen genannt hat. Man muss hier einschränken, dass wir als 2-Personen-Haushalt natürlich etwas weniger Warmwasser verbrauchen, als mit 4 Leuten. Insofern würde ich erwarten, dass das mehr wäre, hätten wir Kinder. Insgesamt haben wir 47 Tage geheizt (das sind im Schnitt 43 kg/Heiztag). Wem das viel vorkommt: der große Ofen lohnt sich erst, wenn man anheizt und dann mehrere Füllungen durchbrennen lässt. Wir haben uns daher angewöhnt, das Holzlager neben unserem Ofen immer gleich komplett zu verfeuern, wenn wir schonmal loslegen.

Ein paar Dinge haben wir im ersten Winter gelernt:

  1. Wir müssen uns noch angewöhnen, das Holz immer rechtzeitig reinzuholen. Evtl. werden wir uns noch ein zweites Holzlager im Keller anlegen. Wenn man nämlich die Scheite von draußen direkt nimmt, dann sind sie kalt und die Luftfeuchtigkeit im Raum kondensiert daran. Damit wird speziell das Anheizen etwas schwierig. Wenn das Holz schon mindestens einen Tag im Haus liegt, tritt dieses Problem nicht auf.
  2. Stichwort "Anheizen": wir sind noch ein wenig in der Experimentalphase. Je nach Wetterlage kann es sinnvoll sein, etwas mehr Papier mit in den Ofen zu werfen, um so erstmal den Zug im Schornstein in Gang zu bringen. Sonst qualmt's ewig nur und es brennt nix beim Anheizen.
  3. Holzgröße: die Scheite, die wir anfangs bestellt haben, sind wohl mehr auf ein schönes Flammenbild ausgelegt (so für den üblichen Wohnzimmerkamin). Die sind etwas klein gespalten gewesen. Damit wird natürlich die Oberfläche größer und der Ofen legt stark an Leistung zu. An sich kein Problem, aber man muss etwas aufpassen, wann man nachlegt, um nicht die Temperatur im Wärmetauscher zu überfahren. Wir haben diesen Winter jedenfalls 3x das Notventil getestet. Funktioniert.
  4. Holz macht Dreck. Wer sich einen Ofen ins Wohnzimmer stellen möchte, sollte das einkalkulieren. Holz krümelt mehr, als wir erwartet haben. Der Dreck beschränkt sich allerdings zum Glück größtenteils auf den Ofenbereich und kann leicht aufgekehrt werden.
  5. Wir hätten im Prinzip jeden Heizabend Leute einladen können. So ein lodernder Ofen ist offenbar nicht nur für uns ein Genuss.

Grundsätzlich ist es so, dass die Ofenheizung die Temperaturen im Speicher im Allgemeinen niedriger hält. Man heizt den Speicher einfach nicht so weit auf, wie das die Sonne tut. Sieht man auch sehr schön im Temperaturdiagramm der Heizungsüberwachung für's letzte Jahr:

Speichertemperaturen seit Juli 2012
Speichertemperaturen im letzten Jahr
An dem Sensor "Speicher unten" sieht man übrigens sehr schön, wann die Sonne geschienen hat. Diese Zone im Speicher kann nämlich mit dem Ofen nicht geheizt werden, damit man immer etwas Reserve hat, wo Sonnenenergie gespeichert werden kann. Immer wenn die mit hochgeht, war's zumindests teilweise die Sonne.

 

Fazit des ersten Winters: wir würden's wieder so bauen. Ich hab mich nicht jedesmal über's Holz holen gefreut, aber im Großen und Ganzen ist's schön.

Yummy ... erste eigene Ernte

Von: Manu am 17.05.2013

Heute haben wir testweise zwei Radieschen geerntet - lecker und leicht scharf.

Radieschen
Radieschen

P.S. Die Restradieschen werden gerade ausgiebig gegossen, denn hier ist grad Wolkenbruch angesagt.

Mistwetter bringt tierischen Besuch

Von: Markus am 30.05.2013

Grad hat sich beim abendlichen Lüften etwas auf der Pfette über unserem Schlafzimmerfenster erschrocken. Das Mistwetter hat offenbar einen Turmfalken veranlasst, hier übernachten zu wollen. Jetzt sitzt er einen Balken weiter und verflucht vermutlich den Regen. Ich würd ihm ja nen Schlafplatz anbieten, aber er sieht nicht so interessiert aus...

Kleine und große Gartenbasteleien

Von: Markus am 22.06.2013

Seit das Haus fertig ist und wir eingezogen sind, sinkt natürlich die Rate, mit der Neuigkeiten online gehen. Heute haben wir aber mal wieder was: ein paar Basteleien im Garten. Zurerst die größte der letzten Wochen: unser Pumpenhaus.

Ursprünglich hatten wir ja geplant, für die Gartenpumpe einen Sockel zu mauern und obendrauf eine Schwengelpumpe zu stellen. Irgendwie sind wir davon aber abgekommen. Stattdessen kam Manu auf die Idee, die Pumpe in der Erde zu versenken. Dazu muss man wissen: seitdem bei unserer Zisterne die Sickermulde ausgehoben wurde, lag ein kleiner Erdhaufen rum, den sich die Pflanzenwelt nach und nach erobert hat. Irgendwann hat Manu beschlossen, dass dieser Haufen bleibt und noch ein wenig ausgebaut und begrünt wird. Was lag also näher, als das Pumpenhäuschen in diesem Haufen zu versenken? Nun gefiel mir der Gedanke nicht, dass man dann da einen Haufen mit einer eckigen Tür hat. Tja, was soll ich sagen: am Ende ist es ein Erdhaufen mit runder Tür geworden – eine Hobbithöhle (ich sagte ja: es ist etwas ausgeartet...).

Offene Zisterne mit Leerrohren
Los ging's mit den Zuleitungen: rechts der Stromanschluss, links das Leerrohr, in dem jetzt der Ansaugschlauch für die Pumpe liegt.
Betonschalung mit Leerrohren
So ein Pumpenhaus braucht natürlich ein Fundament. Die Leerrohre sind da gleich mit eingegossen. So ist alles schön unter der Erde verschwunden.
Bodenplatte des Pumpenhauses
Nachdem alles abgebunden ist und die Leerrohre abgeschnitten sind, sieht's schon recht aufgeräumt aus.
Halbfertige Außenwände des Pumpenhauses
Ich hab mir extra 2 Tage Urlaub genommen zum Mauern. Kann ich nämlich nicht, musste ich erst lernen. Bis jetzt steht's...
Gegossene Deckenplatte mit Schalung
Eine Decke muss natürlich auch gegossen werden. Die Schalung musste ich hinterher zerschneiden. Die ging durch die Tür natürlich nicht wieder raus. Die Tür ist übrigens leicht rund gemauert (naja... angenähert...), damit das runde Türblatt dann passt.
Teilweise zugeschüttetes Pumpenhaus
Nachdem alles fest und abgedichtet ist, kann mit dem Zuschütten begonnen werden.
Tür der Hobbithöhle mit Ornament
Die Tür soll nach was aussehen, also wird sie verziert. Die beste aller Ehefrauen hat ein Ornament entworfen, welches ich dann eingefräst und mit dem Lötkolben schwarz gemacht habe. Außerdem wollte Manu, dass in unserer Hobbithöhle auch Hobbits wohnen. Also musste ein Namenszug außen ran...
Nahaufnahme des Namensschriftzuges
Malva und Merimac Smallburrow heißen die beiden Bewohner. Den Schriftzug mit dem Lötkolben zu brennen hat doch etwas gedauert...
Gesamtaufnahme Hobbithöhle
So sieht's im Moment aus. Der Hügel wird langsam grün, die Front ist mit einigen unserer großen Sandsteine (die aus der Baugrube) verziert, die Tür ist dran und die Pumpe drin. Fehlt nur noch die Verkleidung der noch sichtbaren Ziegel, aber das kommt noch. Im Hintergrund sieht man übrigens die zweite Gartenbastelei: den Kartoffelturm.

Wir haben nämlich auch noch einen Kartoffelturm in letzter Zeit gebaut. Etwas spät dran, aber hoffen wir mal, dass es trotzdem noch was wird. Die Idee beim Kartoffelturm ist simpel: man pflanzt Kartoffeln, wenn die weit genug raus sind, dann schüttet man die Pflanzen teilweise wieder zu, die wachsen wieder hoch etc.pp. An jeder Verzweigung der Pflanze entsteht so eine Knolle und man bekommt eine stattliche Menge an Kartoffeln. Schauen wir mal, ob's funktioniert. Bis jetzt sieht's ganz gut aus: alle Kartoffeln haben gekeimt:

Blick in den Kartoffelturm mit den ersten Pflanzen
So sehen die Pflänzchen im Moment aus. Schauen wir mal, wie das noch wird.

Dass sich die Bastelei im Garten lohnt, sieht man im Moment auch an unserem Hochbeet. Da ist quasi kein Platz mehr, weil die Pflanzen alle wachsen und gedeihen. Radieschen ernten wir ja schon regelmäßig und mit Kohlrabi, Brokkoli, Möhren und Erdbeeren sieht's auch gut aus.

Voll bewachsenes Hochbeet
Wir brauchen ein weiteres Hochbeet!

Terrassenbau

Von: Markus am 28.09.2013

Wie man aus dem:

Aufgeschüttete Terrasse ohne Aufbauten
So kennen wir unsere Terrasse

 über das:

halbfertiger Terrassenaufbau
So langsam wird's...

das da:

Fertige Terrasse mit Relaxliege
Gemütlich sieht's aus.
...poste ich als Zeitraffer, sobald mein Rücken wieder mit mir redet.

Zeitraffer vom Terrassenbau

Von: Markus am 29.09.2013

Wie versprochen: so verwandelt man eine chaotische, aufgeschüttete Terrasse in was bequemes, schickes. Kostet auch nur drei Tage Arbeit...

Erstes Winterprojekt: Werkstatt fliesen

Von: Markus am 20.10.2013

Nachdem das Wetter ja nun nicht gerade besser wird (auch wenn es gestern nochmal sehr traumhaft war und unseren Heizbeginn für dieses Jahr noch ein paar Tage rauszögern dürfte), wird es Zeit, sich mal mit den ersten Projekten für den Winter zu befassen. Damit ich auch Platz habe, die durchzuführen, stand endlich mal das Fliesen der Werkstatt im Keller an. Ok, genaugenommen stand davor das Auf-/Ausräumen der Werkstatt an...

Die Werkstatt mit den ersten Fliesenreihen
Ausgeräumt und sauber gemacht: so kann man die ersten Fliesen auslegen. Wichtig: ich konnte den Tisch an der Wand nicht einfach so abbauen. Ergo: die Füße mussten irgendwie temporär an der Wand befestigt werden, damit der Boden frei ist. Hat auch problemlos 2 Wochen gehalten.

 Kurze Zeit später... (also: eigentlich lange Zeit und viele Rückenschmerzen später... Respekt vor jedem Fliesenleger!)

 

Fertig geflieste Werkstatt
Fertig geliest. Ich war überrascht, wie gut es am Ende geworden ist. Beim nächsten Mal werde ich allerdings einige Kleinigkeiten anders machen. Bspw. wird die erste Fliesenreihe anders angesetzt werden, damit es hoffentlich insgesamt einfacher wird, gerade zu bleiben.

Das letzte, was noch fehlt: verfugen. So offene Fliesenfugen sind ja dann doch nicht schön. Ergo nochmal ein Abend Arbeit. Diesmal mit viel Wasser. Meine Hände sind einen Tag später noch spröde und trocken.

 

Fertig verfugter Boden der Werkstatt
So soll der Boden aussehen. Die Tischbeine der Werkbank sind auch wieder an Ort und Stelle (die mussten natürlich etwas gekürzt werden, weil jetzt ja dank der Fliesen der Boden etwas höher ist.)
Yeah! Jetzt nur noch 2 weitere Räume, wo's nicht einfach so schön im Quadrat zu legen ist...

 

Wintervorbereitungen in Bildern

Von: Manu am 10.10.2013

So langsam steht die Sonne immer tiefer und die Lebkuchen füllen die Läden. Auch bei uns im Garten geht es mit großen Schritten in die kalte Jahreszeit - den Rest sagen die Bilder.

Lecker Brokkolie - inzwischen eingefroren als Wintervorrat.
Das umgebaute Holzlager wartet auf Füllung ...
Holzlieferung - mein fleißiger Mann hat alles fein säuberlich aufgestapelt.
Für den Winter gerüstet - auch wenn dieses Holz noch nicht für diesen Winter ist.
Kartoffelernte - mein Mann zerlegt den Kartoffelturm.
Kartoffelernte - dummerweise sind uns 5 der 7 Pflanzen eingegangen, weil wir sie zu sehr zugeschüttet hatten.
3,7kg Kartoffel
Zwiebeln (eher dürftige Ausbeute, weil die etwas ungünstig standen im Bett) und Chilli - hier aber nur die erste Ernte.
Chillis und kleine Zwiebeln süßsauer eingelegt.

Basteleien die x-te

Von: Markus am 26.12.2013

Seit langer Zeit schon liegen im Keller Leimholzplatten aus Buche rum, aus denen eine schlichte Kommode für die Galerie entstehen sollte. Bisher hatten mir Werkzeug und Muße gefehlt, aber nachdem ich mir vor einiger Zeit eine schicke Tauchsäge von Makita gegönnt habe, ist sie jetzt fertig:

Kommode in der Galerie
Möbelbau wird um so einfacher, je klarer die Formen sind. Wie gut, dass ich klare Formen mag.

 Einige Tipps und Tricks habe ich mir bei mehreren Leuten auf YouTube abgeschaut, die teilweise sehr umfangreich über ihre Arbeiten berichten und Sachen erklären. Das dumme daran: da die Videos alle auf Englisch sind, habe ich teilweise echte Probleme, die deutschen Fachbegriffe zu verwenden. Das geht schon beim Versuch los, eine Atemschutzmaske zu kaufen. Die sind nämlich in Deutschland deutlich anders eingeteilt, als in den USA.

 

So, das nächste Projekt ist schon geplant. Nun muss ich nur noch den Materialbedarf berechnen und einkaufen. Bis demnächst dann in diesem Theater...

Frühling 2014

Von: Manu am 10.03.2014

Der Frühling lässt dieses Jahr ja nicht lange auf sich warten. Nachdem im Haus wieder einige Kleinigkeiten passiert sind, legt sich jetzt auch die Natur ins Zeug. Aber wie immer gilt: Bilder sagen mehr als 1000 Worte.

Sockelfliesen
Die Sockelfliesen im Wohnzimmer sind dran - sehr schick hat mein Cousin das gemacht.
Sockelfliesen
... und die Sockelfliesen im Flur - hier sieht man schön die Rundung des Speichers.
Schneeglöckchen
1. März 2014 - die ersten Blüten zeigen sich

Krokusse
1. März 2014 - Krokusse auf unserer Hobbithöhle

Hyazinthen
10. März 2014- auch die Hyazithen trauen sich langsam raus

Osterglocken
... Ostern ist zwar noch eine Weile hin, aber die gelben Blüten zieren schon die Wiese.

Und wieder alles aufmachen...

Von: Markus am 24.03.2014

Weil es so schön war... Wir konnten uns offenbar nicht daran gewöhnen, dass es rund um's Haus mal sauber ist und man nicht ständig roten Schlamm an den Schuhen kleben hat. Deswegen haben wir heute vorm Haus wieder angefangen, zu bauen. Diesmal wird's die Garage und Einfahrt.

Panorama von der Einfahrt mit Erdhaufen und abgesteckter Garage
Und wieder Erdhaufen in der Einfahrt...
Blick entlang des Grabens für die Dachentwässerung
Der Graben für die Dachentwässerung. Erstaunlich tief. Über zwei Meter an der tiefsten Stelle.

Zugang zum Haus natürlich mal wieder über eine Planke. Die Garage selbst dauert noch etwas. Jetzt kommt erstmal das Fundament und die zukünftige Einfahrt.

Sonnenschirmständer

Von: Markus am 08.04.2014

Die bisherige Konstruktion mit dem Sonnenschirmständer war mehr so mittel. Aufgrund der großen Fläche des Schirm ist der sehr windanfällig und die normale Konstruktion mit den vier Betonplatten im Fußkreuz reicht eigentlich nicht wirklich aus. Daher wollte ich schon lange eine vernünftige Verankerung bauen. Unser Vorteil: der Fuß des Schirms ist dafür vorgesehen: das Kreuz mit den Betonplatten lässt sich abschrauben, so dass nur noch der Drehteller und der Schirm übrig bleiben. Die Verankerung erfolgt mit M10 Schrauben. Also der Plan: Loch graben, Betonfundament gießen, in das Betonfundament an den passenden Stellen 4 M10 Gewindestangen mit eingießen und fertig ist der Schirmständer. Gesagt, getan:

Blick auf das Lock für das Fundament mit Schalung
Die Schalung

Etwas komplizierter wurde es dadurch, dass ich nur den eigentlichen Fuß des Schirms bis nach oben führen wollte. Der Großteil des Fundaments soll später mal unter der Erde verschwinden, wenn die Terrasse fertig ausgebaut wird. Daher diese kleine Zusatzschalung nach oben, in der die Gewindestangen sitzen werden.

 

Die Schalung voll Beton
Fertig ist der Beton

Und fertig ist der Beton. In der Mitte kann man (mit etwas Mühe) die 4 M10 Gewindestäbe mit Muttern erkennen, auf denen der Schirm sitzt. Die korrekt zu positionieren war übrigens recht einfach: ich habe sie einfach in den Drehteller des Schirms geschraubt und den dann auf der Schalung befestigt (man kann den Drehteller und mit den vier Gewindestäben auf dem ersten Bild oben rechts neben der Schalung erkennen). Dadurch stimmt der Abstand der Gewindestangen automatisch und der Drehteller lässt sich einwandfrei lösen. Bezüglich der nötigen Betonmenge habe ich mich natürlich grandios verschätzt und musste zwischendurch nochmal los um nachzukaufen.

 

Der Schirm auf dem Fundament
Endlich fest verankert
So sieht das Ergebnis dann ohne Schalung und dafür mit Schirm aus. Der Hauptteil des Blocks verschwindet später unter der Erde. Eigentlich bleibt nur der kleine Fortsatz oben bündig zum Boden. Das ganze hat den Praxistest auch schon bestanden und einige Windlast ausgehalten.

 

Garagenfundament und Pflanzen

Von: Manu am 23.04.2014

Das Fundament für die Garage ist seit geraumer Zeit fertig. Die Garage dauert zwar noch einige Wochen, aber hier schonmal ein Foto des Unterbaus:

Garagenfundament
Garagenfundament

 Außerdem ist auf unserer Hobbithöhle definitiv der Hoch-Frühling ausgebrochen, was echt schick aussieht:

Frühling auf der Hobbithöhle
Frühling auf der Hobbithöhle

 Zu guter Letzt gab es von Markus Oma zu Ostern einen Strauch, der gleich seinen Platz der Terrasse gefunden hat. Der Osterschneeball wird wohl si an die 2m hoch und breit und steht steht jetzt oberhalb von unserem neu angelegten Steinhang.

Steinhang mit Osterschneeball
Steinhang mit Osterschneeball

Ein neues Hochbeet

Von: Markus am 03.05.2014

Im letzten Jahr haben wir ja das Hochbeet mehr oder minder als Experiment gebaut. Der Aufwand sollte nicht zu hoch sein (auch finanziell), da wir uns nicht sicher waren, ob das überhaupt was wird und uns Spaß bringt. Nachdem sich das nun doch deutlich bewährt hat, haben wir dieses Jahr ein neues in Angriff genommen, um die Anbaufläche zu verdoppeln. Dankenswerterweise haben unsere Nachbarn schon im Herbst an uns gedacht, als sie einen Strauch gerodet haben, so dass wir eine gute Grundlage in Form von Gestrüpp hatten. Noch unseren Weihnachtsbaum, die Zweige eines bei Oma gefällten Birnbaums, das Gras vom letzten Jahr und der angerottete Kompost dazu und fertig ist die Langzeitdüngung. Die obere Hälfte wird mit der bewährten Mischung aus Kompost (2,50 € für 40 Liter in unserer Kompostanlage nebenan) und Mutterboden aufgefüllt und zuguterletzt mit einer dünnen Schicht Pflanzenerde abgedeckt. Fertig sind zwei zweitere Quadratmeter bequeme (und ertragreiche, wie sich letztes Jahr gezeigt hat) Gemüsebeetfläche.

 Genug Text, hier die Bilder:

Der Arbeitsplatz mit Tauchsäge und Ständerbohrmaschine
Diesmal soll das Beet richtig lang halten. Daher wird es komplett anders konstruiert: keinerlei Holz auf Holz mehr, sondern einzelne Balken mit Abstandsthaltern dazwischen. Die müssen natürlich zugeschnitten und gebohrt werden.

Der Entwurf ist übrigens inspiriert von einem Buch, das wir von unserer Nachbarin geliehen haben. Wir haben's allerdings deutlich vereinfacht, so dass nur noch zwei verschiedene Längen von Balken geschnitten werden müssen.

Nahaufnahme der überlappenden Bilder an der Ecke des Beetes mit Abstandshaltern.
Die Eckverbindung mit Abstandshaltern

Die Verbindung der Balken über Eck geschieht mit senkrecht durchlaufenden M8 Gewindestäben. Davon braucht man an jeder Ecke drei Stück. Der direkt auf der Ecke verbindet jeweils die Wände, während die anderen beiden die abwechselnd zurückgesetzten Balken halten. Dazu müssen eine Menge Löcher passend gebohrt werden. So viele, dass ich mir lieber gleiche eine Schablone gebaut habe, um mir das Einmessen zu sparen. Hat recht gut funktioniert.

Die Balken werden mit je zwei Unterlegscheiben und einem 2cm-Stück Alu-Rohr auf Abstand gehalten. Insgesamt 108 Rohre an den Ecken. Das war eine Menge zu schneiden. Fertige Abstandshalter oder bspw. mehr Unterlegscheiben wären einfacher, aber deutlich teurer.

Am Ende wird die ganze Konstruktion mit zwei Muttern straff zusammengezogen. Das ist bisher absolut stabil. Mal schauen, ob das Holz ggf. noch nachgibt.

Gesamtansicht des Beetrahmens mit Hasendrahrt am Boden
Unten rein wie immer der bewährte Hasendraht gegen Wühlmäuse.

Hier sieht man nochmal sehr schön die Konstruktion mit den drei Gewindestäben über Eck. Die Vereinfachung der Konstruktion hat das Zuschneiden sehr stark vereinfacht. Wir haben einfach 27 Douglasienrahmen in 45x70x2000 mm gekauft. 9 davon wurden in der Mitte geteilt, um die kurzen Seiten zu ergeben. Zusammen mit den Abstandshaltern ergeben die 9 Ringe übereinander eine Gesamthöhe von 79 cm (+ nochmal 2 cm für den Abschlussrahmen, der hier noch fehlt). Ideal zum aufrechten Arbeiten.

Die beiden Hochbeete in der Abendsonne nebeneinander
Fertig ist das Ensemble. Die beiden Hochbeete im Sonnenschein nebeneinander. Während auf dem älteren nun schon wieder Sachen keimen, ist das neue frisch gefüllt und muss nun noch bepflanzt werden.

Insgesamt ist diese Konstruktion etwas teurer, als die vom letzten Jahr, sollte aber im Idealfall 15-20 Jahre halten (wir werden das beobachten, wenn auch möglicherweise nicht darüber bloggen ;-)). Optisch finde ich sie einigermaßen unschlagbar. Ich mag einfach diesen Wechsel von hell und dunkel zwischen Holz und Zwischenraum.

Auswertung Heizperiode 2013/2014

Von: Manu am 04.05.2014

Der April ist zu Ende und damit auch die Zeit, die in die Auswertung der Heizsaison fällt. Wir präsentieren daher stolz vermutlich das Heiz-Minimum unserer Anlage, der Winter ja nicht wirklich einer war. Nachdem wir im letzten Jahr also ohne Sonne und arger Kälte vermutlich Heiz-Maximum beobachten könnten, hier als die Werte des heizgünstigen Winters 2013/2014.

Auswertungsgrafik Heizperiode 2013/2014
So sieht ein milder Winter aus.

Zum Vergleich die Vorjahreswerte (siehe auch der Vorjahresartikel dazu):

Erstes Heizen: 9. November 2012
Letztes Heizen: 9. April 2013
Holzverbrauch: 2053 kg
Solarer Ertrag: 1980 kWh

Der Atomreaktor ist undicht!

Von: Markus am 27.05.2014

Dass wir uns dekadenterweise eine offene Kernfusion als Heizung leisten, wusste ich ja schon. Aber unter unserem Hochbeet scheint es auch noch einen undichten Kernreaktor zu geben. Das würde zumindest die Monsterradieschen erklären, die wir zur Zeit ernten.

Zwei große Radieschen
Ordentliche Größe. Zum Vergleich die 10-Pence-Münze (in etwa so groß, wie ein 50-¢-Stück). Ja, ich hatte gerade keine anderen Münzen rumliegen.

Die Garage ist da!

Von: Markus am 09.06.2014

Yeah, endlich müssen Motorrad und Auto nicht mehr draußen vor sich hin rosten, sondern können das gemütlich in der Garage tun! Außerdem sind endlich die Fahrräder nicht mehr in die Gartenhütte gestopft. Ich komme wieder an den Rasenmäher, ohne alles ausräumen zu müssen.

Garagenteile auf dem LKW
So wurde das geliefert. Laut Fahrer ist er um 3 in Hoyerswerda losgefahren. Die Öffnungen an der Seite ergeben später mal die Mittelwandaussparung
Ein Hydraulikarm hebt ein Garagenteil auf's Fundament
Ein dicker Hydraulikarm hebt die Dinger millimetergenau an ihren Platz. Sehr faszinierend. Die Lieferanten waren übrigens voll des Lobes für unser Fundament. Da hat unser Gartenbauer gute Arbeit geleistet.
Panorama vom Garagendach
Der Spalt zwischen den beiden Teilen wird noch sauber abgedichtet. Die Blenden sind mit großen Klammern in den Spalt verkeilt, so dass man sie bspw. zum Streichen der Wände abnehmen kann.
Außenansicht der Garage
So sieht's fertig aus. Momentan noch weiß, die Fassadenfarbe steht aber schon bereit, sobald das Wetter etwas kühler ist.
Panorama der Innenansicht der Garage
Innenansicht. Die Räder sind schon eingezogen und mittlerweile stehen auch Motorrad und Auto drin

Damit man sich auch mal eine Vorstellung macht, wie das eigentlich aussieht, hier ein Video vom Aufbau:

Und die Garage ist bunt...

Von: Markus am 13.06.2014

Wir hatten die Garage ja in weiß liefern lassen, um sie selbst zu streichen. Ist ingesamt einfach billiger. Die Putzer hatten uns damals einen Rest Putz mit Farbcode da gelassen, so dass wir unseren lokalen Farbenhändler die passende Fassadenfarbe anmischen lassen konnten. Ich habe die letzten zwei Tage auf und um die Garage verbracht und Farbe aufgetragen. Schick sieht's aus (auch wenn es noch nicht 100% fertig ist.):

Haus und Garage beide in der gleichen Farbe
Haus und Garage im Partnerlook

Ein wenig Grünzeug

Von: Markus am 27.08.2014

Mal wieder ein paar kleine News aus dem Garten. Diesmal haben wir ein wenig Grünzeug im Garten verteilt. Wir hatten noch einen Gutschein von meinen Kollegen, den es zum Einzug gab, hier und waren etwas einkaufen. Damit haben wir unseren östlichen Hügel an der Terrasse etwas erweitert:

verschiedene Pflanzen zwischen Sandsteinen
Ein (hoffentlich) pflegeleichter Hügel an der Terrasse

Der Hügel ist übrigens meine persönliche Erinnerung an eine der schönsten Unterkünfte in unserem Neuseelandurlaub vor einigen Jahren. Die Little Earth Lodge in Whangarei hatte nämlich solche Dinger im Garten:

Eine Wiese mit großen Basaltblöcken
Kein Sandstein, sondern (vermutlich) Basalt und auch deutlich größer, aber egal.

Außerdem haben wir über den Winter Kiwis aus Samen gezogen. Erstaunlich einfach, das: die Kiwisamen gut saubermachen, damit kein Fruchtfleisch mehr dran ist (sonst schimmelt es möglicherweise), in kleine Töpfe säen und gut gießen. Nach einiger Zeit wachsen daraus Kiwipflanzen, die sich recht schnell vergrößern. Angeblich sind die Pflanzen winterhart (vergleichbar mit Weinstöcken). Wir werden das beobachten. Wir haben nämlich zwei an einem Rankgitter an der Garage eingepflanzt.

Zwei Kiwipflanzen an der Garage
Die linke Pflanze hat das Aussetzen besser überstanden. Mal schauen, wie sie sich über den Winter schlagen.

Da kommt der Strom her...

Von: Markus am 07.09.2014

Von unserer Terrasse aus kann man den Bau einer neuen Stromtrasse beobachten. Die haben jetzt grad angefangen, die Seile einzuziehen. Wenn die noch neu sind, dann leuchten sie in der Sonne, statt einfach nur schwarze Striche in der Landschaft zu sein. Optisch viel netter. Dummerweise bleibt das nicht so.

Stromtrasse mit Seilen, die in der Sonne leuchten
Leuchtende Stromleitungen

Erweiterung Holzlager

Von: Markus am 18.10.2014

Vorm Winter musste schnell noch mal gebastelt werden. Uns ist nämlich aufgefallen, dass wir doch noch ein wenig mehr Platz zum Lagern von Holz gebrauchen können. Nicht so sehr, weil wir wirklich viel Holz brauchen, aber typischerweise kaufen wir das Holz frisch (weil: billiger) und müssen es einige Zeit zum Trocknen lagern. 2-3 Jahre sollten es schon sein und je nach Holzverbrauch im Winter kommt da schon etwas Platzbedarf zusammen.

Ende vom Lied: Manus Beerensträucher mussten umziehen (deswegen konnte ich erst jetzt anfangen, nach der Ernte) und an ihrer statt steht jetzt ein weiteres Abteil unseres Holzlagers. Diesmal habe ich es hoffentlich richtig gemacht und das Fundament so gestaltet, dass die Mäuse nicht wieder die Erde nach oben wühlen können.

Die Herausforderung diesmal sollte sein: man baue das ganze nur mit Handwerkzeugen (und einem Akkuschrauber. Ich wollte mir nicht wirklich noch einen Handbohrer kaufen). Ich habe mir vor einigen Wochen einen schönen Satz Japansägen gekauft, die nun ihre Vorzüge beweisen sollten. Schauen wir mal:

Holzverbindung am Querbalken
Die kräftigste Verbindung hält das Dach. Der Querbalken liegt zumindest auf einem kurzen Stück komplett auf und wird durch einen massiven Dübel verspannt. Das hält hoffentlich. Gerade Schnitte mit der Japansäge wollen übrigens gelernt sein.
Mehrfach geneigte Zapfenverbindung
Der wahrscheinlich komplizierteste Schnitt: die Verbindung zwischen dem hinteren Dachbalken und der zugehörigen Strebe. Das doofe ist: der Dachbalken liegt um knapp 10° aus der Senkrechten verdreht auf dem Querbalken auf (er folgt der Dachneigung), weswegen die Strebe der gleichen Neigung folgen muss. Hat einige Versuche gedauert, bis die Winkel gestimmt haben.
Eckverbindung zwischen Pfosten und Riegel
Auch die neuen (und alten, aufgearbeiteten von meinem Opa) Stemmeisen sind zum Einsatz gekommen. Meine bisherige Konstruktion der Haltegitter an den Stirnseiten hat sich als zu schwach erwiesen (deswegen werde ich das letzte Abteil des Holzlagers leerräumen und dringend reparieren müssen, bevor das Gitter bricht). Daher diesmal jetzt stabile Riegel, die äußerst stabil in eine Tasche in den beiden Pfosten eingelassen sind.
Der Holzrahmen des Holzlagers
Der Rahmen des Holzlagers fast fertig. Der vordere und hintere Dachbalken sind auf beiden Seiten mit 25-mm Holzdübeln verankert (ich traue an der Stelle einer Schraubverbindung nur bedingt, seitdem es mir beim bestehenden Holzlager schonmal welche abgeschert hat. Kann aber auch ein Konstruktionsfehler gewesen sein.) Die inneren sind mit Schrauben gesichert. Der Überhang am Rand war eine spontane Entscheidung. Man kann nie genug überdachten Platz im Garten haben.
Das Holzlager ist fertig
Und das Dach ist drauf. Das Dach besteht wie schon beim bestehenden Lager aus Bitumenwellplatten. Diesmal sind diese frei über die Balken verschraubt, statt eine komplette Unterkonstruktion aus Brettern zu haben. Sollte ursprünglich billiger sein, kommt aber am Ende quasi auf's gleiche raus. Nach einigem Hin und Her und einigen Fotos konnte mit der Dachdecker meines Vertrauens auch noch zusätzliche der Traufbleche fertigen (ohne Fachbegriffe ist man aufgeschmissen, wenn man beschreiben will, welche man genau braucht), so dass das jetzt alles gut aussieht und hoffentlich wetterfest ist. Fehlt nur noch die Wetterschutzlasur. Kommt noch.

Insgesamt einiges an Arbeit, aber das Ergebnis ist mir den Aufwand wert. Jetzt noch das alte Lager reparieren und dann kann die Lieferung kommen.

Ungebetene Essensgäste

Von: Markus am 18.10.2014

Wenn ich schon in Schreiblaune bin: wir haben ungebetene Gäste auf dem Grundstück. Statt dass die sich an dem wunderbar wachsenden Gras oder ähnlichem gütlich tun, nein, es müssen natürlich die Erdbeeren sein. Da müssen wir im Winter wohl was tun. Der Zaun kommt erst im nächsten Jahr.

Abgefressene Blätter
Fraßspuren an den Erdbeeren

Das wenige Gemüse, was im Moment noch draußen ist, hat's auch nicht leicht. Ein voller Befall mit Kohlweißlingraupen. Ich lese schon fleißig ab, aber die wachsen schneller nach, als man gucken kann.

Angefressene Rosenkohlblätter
Hoffentlich kann ich den Rosenkohl bald ernten.

Wenn der neue Telefonanschluss die Heizung killt...

Von: Markus am 13.11.2014

Es wird kalt in Deutschland. Das ist jetzt um die Jahreszeit keineswegs ungewöhnlich. Was aber schon ungewöhnlich ist: in unserem Wohnzimmer wird es auch kalt. Dagegen haben wir ja eigentlich die tolle Heizung. Trotzdem beobachten wir seit einigen Tagen, dass es sich im Wohnzimmer kühl anfühlt. Auch der Fußboden ist deutlich kühler, als bspw. in der Küche. Da das zwei unterschiedliche Heizkreise sind, hatte ich schon schlimmste Befürchtungen. Das Thermostat, das Ventil, auf jeden Fall was, was Geld kostet...

Die beste aller Ehefrauen ist heute drauf gekommen: wir haben seit Oktober einen neuen Telefonanschluss. Der ist mit einem neuen Router verbunden (VoIP-Lösung auf Basis von ADSL2+. Das konnte unser alter Router einfach nicht.) Aus Verkabelungsgründen hänger der Router im Wohnzimmer. Ist so ein recht schicker, weißer Telekom Speedport W724V. Tja, und so ein Router produziert etwas Wärme, weswegen man ihn intelligenterweise nicht unter das Heizungsthermostat hängen sollte. Sollte...

Router unter Heizungsthermostat
Tja, dem Thermostat war warm. Uns nicht so. Wir überlegen uns jetzt erstmal eine andere Lösung, während der Router wieder am Boden steht.

Neue Couch zum 3. Advent

Von: Manu am 14.12.2014

Unsere neue Couch ist da und war haben so gerade lecker Tee und Lebkuchen zum dritten Advent genossen.

Das gute Stück hat eine Bettfunktion, so dass nach Belieben auch eine große Liegewiese entsteht. Außer gibt es auf der linken Seite unten noch eine Schublade, wo dann wohl Max' Spielzeug drin verstaut wird.

Couch-Ecke
Couch-Ecke

Upgrade Couch-Ecke

Von: Manu am 14.01.2015

Die Wand über der neuen Couch sah ja schon etwas leer aus. Daher gibt es jetzt ein schickes Leinwandfoto, welches ein Stückchen Neuseeland ins Wohnzimmer holt.

Leinwandfoto über der Couch
Die Moeraki Boulders zieren die Wohnzimmerwand.

 

Sonnenhaus und Sonnenfinsternis

Von: Markus am 20.03.2015

Was macht ein Sonnenhaus eigentlich bei Sonnenfinsternis? Genau das gleiche, wie an einem bewölkten Tag: es steht rum und wartet geduldig auf die Sonne. Allerdings kann man den Verlauf der Sonnenfinsternis ganz schön in der Kollektortemperatur bewundern.

Temperaturverlauf des Kollektors
Kollektor während der Sonnenfinsternis

Der Eintritt unseres Hauses in den Halbschatten fiel zufällig mit dem Anlaufen der Anlage zusammen. Die Spitze hat also nichts mit der Sonnenfinsternis zu tun, sondern ist jeden sonnigen Morgen sichtbar. Dieser steile Abfall passiert einfach dann, wenn nach dem initialen sehr heißen Wasser des Kollektors (der das Anlaufen der Pumpe auslöst) das erste "kühlere" Wasser aus der Vorlaufleitung den Kollektor passiert hat und sich damit das System auf seine momentan mögliche Temperatur einpegelt. Man kann dann sehr schön den Abfall der Kollektortemperatur beobachten, während die Sonnenscheibe immer weiter verdeckt wird (die Pumpe ist im Prinzip gleich wieder ausgegangen, als das System festgestellt hat, dass nicht ausreichend Leistung zur Verfügung steht).

Ich habe mal das Maximum der Verdeckung der Sonnenscheibe markiert. Wie man sieht fällt das nicht mit dem Minimum der Kollektortemperatur zusammen. Da diese ja die gespeicherte Wärme wieder loswerden muss, läuft die Temperatur etwas nach (etwa 15 Minuten). Am Ende kann man dann wieder das Ansteigen der Temperatur beobachten, wenn der Schatten langsam weiter wandert. Der Punkt, den ich mit "Ende" markiert habe, ist nicht tatsächlich das Ende der Sonnenfinsternis gewesen (das war noch etwa 15 Minuten später). An dem Punkt ist allerdings unsere Anlage wieder angelaufen und die Werte haben nichts mehr mit der Schattenmenge zu tun.

Hier noch ein Bildchen, wie die Sonnenfinsternis von unserer Terrasse aus zu sehen war:

Eine zu knapp 74% verdeckte Sonnenscheibe
Maximale Verdeckung von unserer Terrasse aus

Leider wird unser Haus (zumindest zu unseren Lebzeiten) keine totale Sonnenfinsternis mehr erleben. Fänd ich spannend. Die nächste ist aber erst am 3. September 2081. Da wäre ich dann über hundert...

Einfahrt (fast) fertig

Von: Markus am 28.04.2015

Seitdem wir eingezogen sind wird unser Haus ja über eine einfacher Fläche aus Frostschutz betreten. Das trägt erstens eine Menge an Dreck ins Haus und ist zweitens im Winter mies zu räumen. Deswegen steht schon länger an, die Einfahrt endlich mal zu pflastern. Vor einiger Zeit kam der Anruf von unserem Gartenbauer, dass wir spontan nach dem Winter als erste loslegen könnten. Gesagt, getan. Das Ergebnis gefällt uns:

Blick in die Einfahrt mit Pflaster
Da wir Ökopflaster verwendet haben, gilt die Fläche weiterhin als unversiegelt. Das Wasser fließt ja auch extrem schnell weg.
Blick auf die Bepflanzung neben der Eingangstür
Mit der fertigen Einfahrt sind jetzt auch die Flächen zum Bepflanzen fertig. Rechts der Eingangstür steht jetzt eine Panzerkiefer, die irgendwann (in 40 Jahren) mal 6 Meter hoch werden soll. Na wir sind gespannt.